HSV und FC St. Pauli liefern sich spannendes Derby! Kiezkicker entführen einen Punkt

Hamburg - Kein Sieger im Stadtderby! Der Hamburger SV und der FC St. Pauli trennten sich in einem spannenden und ereignisreichen Zweitliga-Spiel mit 2:2 (1:1). 

HSV-Kapitän Tim Leibold (l.) und Finn Ole Becker vom FC St. Pauli im Kampf um den Ball.
HSV-Kapitän Tim Leibold (l.) und Finn Ole Becker vom FC St. Pauli im Kampf um den Ball.  © Christian Charisius/dpa

Die Tore vor 1000 Zuschauern im Volksparkstadion erzielten Simon Terodde mit seinem vierten Doppelpack für den HSV (12. Minute/84.) und Rodrigo Zalazar sowie Simon Makienok für den FCSP (35./82.)

Für die Coaches, Daniel Thioune bei den Hausherren und Timo Schultz auf der Gegenseite, war es jeweils das erste Derby als Cheftrainer ihrer Klubs.

Gleichzeitig war es für die beiden Hamburger Vereine das insgesamt 24. Duell, von denen die Paulianer die beiden Spiele in der vergangenen Saison jeweils mit 2:0 für sich entscheiden konnten.

Das Team von Coach Thioune hatte also einiges gut zu machen. 

In den Startformationen wurden auf beiden Seiten vor der Partie einige Wechsel vorgenommen: Amadou Onana und Josha Vagnoman ersetzten beim HSV Gideon Jung und Sonny Kittel, Rico Benatelli stand bei den Gästen für den angeschlagenen Philipp Ziereis auf dem Platz.

Die Startelf des Hamburger SV gegen den FC St. Pauli

Die Anfangsformation des FC St. Pauli gegen den Hamburger SV

Simon Terodde machte das 1:0 für den Hamburger SV gegen den FC St. Pauli

HSV-Stürmer Simon Terodde (r.) feierte seinen Treffer zum 1:0 gegen den FC St. Pauli mit seinen Teamkollegen.
HSV-Stürmer Simon Terodde (r.) feierte seinen Treffer zum 1:0 gegen den FC St. Pauli mit seinen Teamkollegen.  © Christian Charisius/dpa

Die Kiezkicker erwischten den besseren Start und waren direkt drin in der Partie. Nachdem ein Kopfball von Makienok in der zweiten Minute noch recht deutlich das Tor des HSV verfehlte, strich sein Schuss vier Minuten später nur knapp am linken Pfosten vorbei (6.).

Generell wirkten die Braun-Weißen in den Anfangsminuten engagierter und entwickelten ein leichtes spielerisches Übergewicht. 

Trotzdem waren es die Rothosen, die in der 12. Minute mit ihrer ersten gefährlichen Szene direkt zum Torerfolg kamen. 

Vagnoman ließ auf dem rechten Flügel Paulis Maximilian Dittgen aussteigen und schlug eine butterweiche Flanke auf den zweiten Pfosten, wo Tormaschine Terodde aus kurzer Distanz nur noch zu seinem siebten Saisontor einnicken musste - 1:0.

Im Anschluss merkte man den Gästen an, dass die Hausherren mit diesem Tor aus dem Nichts einen Wirkungstreffer gelandet hatten.

Der HSV kam nun immer besser in die Partie und kurz darauf fast zum 2:0 - ein weiterer Terodde-Kopfball klatschte gegen den Pfosten (19.).

Rodrigo Zalazar traf zum 1:1 für den FC St. Pauli gegen den Hamburger SV

Rodrigo Zalazar vom FC St. Pauli jubelte nach seinem Treffer zum 1:1 gegen Hamburger SV.
Rodrigo Zalazar vom FC St. Pauli jubelte nach seinem Treffer zum 1:1 gegen Hamburger SV.  © Christian Charisius/dpa

In den nächsten Minute beruhigte sich das Spiel etwas, ehe die Gäste in der 35. Minute zurückschlugen. 

Nach einer Flanke von Luca Zander machte Makienok den Ball an der Strafraumkante fest und legte auf Rodrigo Zalazar ab, der HSV-Keeper Sven Ulreich mit einem harten Flachschuss aus rund 20 Metern auf dem nassen Rasen keine Chance ließ - 1:1.

Ein insgesamt leistungsgerechtes Unentschieden, an dem sich auch bis zum Halbzeitpfiff nichts mehr ändern sollte.

In den zweiten Abschnitt starteten beide Teams unverändert und erneut war kein großes Abtasten zu erkennen. Bereits in der 48. Minute verfehlte ein abgefälschter Versuch von HSV-Kapitän Tim Leibold nur knapp den Kasten der Gäste. 

Nur vier Zeigerumdrehungen später war es auf der Gegenseite Paulis Finn Ole Becker, der mit einem Distanzschuss Ulreich zu einer starken Parade zwang. 

Simon Makienok besorgte die Führung für den FC St. Pauli, Simon Terodde glich für den HSV erneut aus

Daniel Buballa vom FC St. Pauli (l.) klärte den Ball vor Simon Terodde vom Hamburger SV (M.)
Daniel Buballa vom FC St. Pauli (l.) klärte den Ball vor Simon Terodde vom Hamburger SV (M.)  © Christian Charisius/dpa

In der Folge blieben hauptsächlich die Hausherren gefährlich, Terodde ließ jedoch zwei gute Möglichkeiten liegen. 

In der 70. Minute sorgten beide Trainer dann noch einmal für neue Impulse von der Bank und tauschten ein paar Mal durch.

Dann begann die wilde Schlussphase der Partie! In der 82. Minute besorgte Makienok die 2:1-Führung für die Gäste, als er plötzlich frei vor dem HSV-Tor auftauchte und Ulreich mit seinem Schuss mit der Pike keine Abwehrchance ließ. 

Nur zwei Minuten später hatten die Gastgeber dann aber die richtige Antwort und erneut war es Terodde, der sich im Zweikampf durchsetzte und das Spiel mit einem Flachschuss ausglich (84.). 

Anschließend warfen in den letzten Minuten dann beide Teams noch einmal alles nach vorne, es blieb jedoch bei dem leistungsgerechten Unentschieden. 

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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