Nur ein Punkt gegen Fürth: Tut dieses Remis dem HSV am Ende noch richtig weh?

Hamburg - Tabellenführung zurückerobert, aber zwei Punkte liegen gelassen: Nach dem 0:0 im Spitzenspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth trauerten die Spieler des Hamburger SV den vielen Chancen nach.

HSV-Edeltechniker Sonny Kittel verlässt nach dem Unentschieden gegen Greuther Fürth enttäuscht den Platz.
HSV-Edeltechniker Sonny Kittel verlässt nach dem Unentschieden gegen Greuther Fürth enttäuscht den Platz.  © Daniel Reinhardt/dpa

"Wenn man sich das Spiel anschaut, dann ist das Ergebnis für uns natürlich nicht zufriedenstellend", resümierte Routinier Aaron Hunt (34), der für den angeschlagenen Jeremy Dudziak (25) in der Startelf stand und eine starke Leistung zeigte.

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, in der die Rothosen zwar viel Ballbesitz, aber wenig Torchancen hatten, waren die Hanseaten besonders im zweiten Abschnitt drückend überlegen und kamen zu zahlreichen dicken Möglichkeiten.

Doch weder Hunt, noch Tormaschine Simon Terodde (32), Kapitän Tim Leibold (27) oder Abwehrkante Stephan Ambrosius (22) brachten das Leder über die Linie. Mittelfeldmotor David Kinsombi (25) gelang das zwar, er stand dabei jedoch im Abseits.

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"In der zweiten Halbzeit kann ich meiner Mannschaft nur einen Vorwurf machen, dass sie kein Tor geschossen hat", so Coach Daniel Thioune (46).

Tatsächlich zeigten seine Mannen, besonders nach der unberechtigten Gelb-Roten-Karte gegen Fürths Sebastian Ernst (57.), eine bärenstarke Leistung. Nur, wie heißt es so schön: Ein Spiel gewinnt man eben durch Tore!

Der Aufstiegskampf in der 2. Bundesliga bleibt extrem eng und spannend

HSV-Coach Daniel Thioune (l.) im Gespräch mit Greuther Fürths Trainer Stefan Leitl.
HSV-Coach Daniel Thioune (l.) im Gespräch mit Greuther Fürths Trainer Stefan Leitl.  © Daniel Reinhardt/dpa

Dass diese ausgerechnet in diesem Duell nicht fallen wollten, war angesichts der beiden treffsichersten Teams der 2. Bundesliga umso kurioser.

"Uns hat heute in zu vielen Situationen die Effektivität gefehlt und dann kam in einigen auch noch Pech hinzu. Das Glück war heute auf jeden Fall nicht unser Freund", stelle Hunt fest.

So dürften die Gäste mit dem einen Punkt deutlich besser leben können als die Hanseaten, die es versäumten, durch einen Dreier den Vorsprung auf die Nicht-Aufstiegsplätze auszubauen.

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Zwar eroberten die Rothosen die zwischenzeitlich abgegebene Tabellenführung zurück, stehen nun aber punktgleich mit Holstein Kiel an der Spitze. Zudem hat der VfL Bochum mit einem Sieg am Sonntag gegen Eintracht Braunschweig die Chance, ebenfalls auf 42 Punkte zu stellen.

Es geht also extrem eng zu im Aufstiegskampf und die verlorenen Punkte gegen dezimierte Fürther könnten den Hamburgern am Ende noch einmal richtig wehtun.

Nichtsdestotrotz hielt Kinsombi nach dem Spiel fest, was das Team unter dem Strich mitnehmen muss. "Wenn wir auf die vergangenen Wochen zurückblicken, sind wir in einem stetigen Prozess und werden mit und gegen den Ball immer besser."

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa

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