HSV nach bitterer Niederlage gegen Darmstadt "enttäuscht und frustriert"

Hamburg - Das war bitter! Die 1:2-Heimniederlage gegen den SV Darmstadt 98 war für den Hamburger SV ein herber Rückschlag im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga.

HSV-Tormaschine Simon Terodde gelang gegen die Lilien so gut wie nichts. Der 20-Tore-Mann konnte der Partie nicht seinen Stempel aufdrücken.
HSV-Tormaschine Simon Terodde gelang gegen die Lilien so gut wie nichts. Der 20-Tore-Mann konnte der Partie nicht seinen Stempel aufdrücken.  © Christian Charisius/dpa

Nach den SVD-Toren durch Erich Berko (51. Minute) und Serdar Dursun (60.) war der Treffer von Jeremy Dudziak (78.) schlussendlich zu wenig. Dabei hatten die Rothosen im Laufe der 90 Minuten genug Chancen, um das Spiel sogar zu gewinnen!

"Wir haben das Spiel bekommen, was wir erwartet haben. Die Darmstädter waren sehr kompakt und haben auf die Umschaltmomente gewartet. Wir hatten genug Möglichkeiten, um Tore zu erzielen, aber wir haben heute einiges liegen gelassen", resümierte ein enttäuschter Coach Daniel Thioune (46).

Anders als die Lilien, die sich als gut organisierte, extrem effektive Mannschaft präsentierten und am Ende auch nicht unverdient als Sieger vom Platz gingen.

"Der erste Durchgang war in Ordnung, die zweite Halbzeit war nicht gut von uns. Wir haben uns dann auch nicht genug gute Chancen erspielt. Jetzt sind wir erst einmal enttäuscht und frustriert", erklärte ein glückloser Simon Terodde (33).

Der 20-Tore-Mann kehrte nach seiner Corona-Infektion in die Startelf zurück, konnte der Partie aber nicht wie gewohnt seinen Stempel aufdrücken.

Dem Hamburger SV droht nach der Niederlage eine längere Corona-Pause

Die HSV-Spieler Bakery Jatta (l.) und Aaron Hunt waren nach der Niederlage gegen den SV Darmstadt 98 sichtlich enttäuscht.
Die HSV-Spieler Bakery Jatta (l.) und Aaron Hunt waren nach der Niederlage gegen den SV Darmstadt 98 sichtlich enttäuscht.  © Christian Charisius/dpa

Abgesehen von der mangelhaften Chancenverwertung mussten sich die Hanseaten auch vorwerfen lassen, zu leichtfertig in die gefährlichen Konter der Darmstädter gelaufen zu sein.

"In den Augenblicken, in denen wir aktiv waren, haben wir in der Restverteidigung zu viele Fehler gemacht", erläuterte Thioune und Mittelfeldspieler Klaus Gjasula (31) ergänzte: "Wir hatten genug Torchancen, gehen aber nicht in Führung und öffnen dann zu viele Räume für die Konter der Darmstädter. Das müssen wir uns ankreiden lassen."

Durch die Niederlage bleiben die Rothosen bei 50 Punkten, heute kann der Tabellenführer VfL Bochum mit einem Sieg gegen den SC Paderborn 07 auf sieben Punkte davonziehen. Die direkten Konkurrenten Holstein Kiel und die SpVgg Greuther Fürth spielen coronabedingt nicht.

Ein Schicksal, das nun auch die Hamburger teilen: Das Spiel beim SV Sandhausen am 16. April wurde bereits abgesagt, auch die Begegnung gegen den Karlsruher SC steht auf der Kippe.

"Es ist unglücklich, dass wir in den nächsten Wochen nicht spielen. Wir würden das Spiel von heute gerne schnell vergessen machen. Es geht jetzt darum, dass wir weiter arbeiten, fleißig sind und beharrlich bleiben", richtete Thioune den Blick dennoch nach vorn.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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