HSV im Rausch: Rothosen schießen den VfL Osnabrück aus dem Stadion!

Hamburg - Was für ein Schützenfest! Der Hamburger SV feierte in einer einseitigen Partie gegen den VfL Osnabrück einen deutlichen 5:0 (2:0)-Sieg und eroberte in eindrucksvoller Manier die Tabellenführung zurück!

HSV-Kapitän Tim Leibold (r.) jubelt mit Torschütze Sonny Kittel über das 1:0 gegen den VfL Osnabrück.
HSV-Kapitän Tim Leibold (r.) jubelt mit Torschütze Sonny Kittel über das 1:0 gegen den VfL Osnabrück.  © Axel Heimken/dpa

Die Tore im leeren Volksparkstadion erzielten Sonny Kittel (16.), Bakery Jatta (41./47.), Josha Vagnoman (54.) und VfL-Verteidiger Maurice Trapp mit einem Eigentor (61.).

Trotz des kleinen Rückschlags beim 1:1-Unentschieden gegen den 1. FC Nürnberg hatte Coach Daniel Thioune, der erst im Sommer aus Osnabrück nach Hamburg gewechselt war, den gleichen elf Spielern das Vertrauen ausgesprochen.

Sie zahlten es ihrem Trainer zurück und übernahmen gegen tief stehende Osnabrücker von Anfang an die Initiative, ohne dabei jedoch zunächst zu gefährlichen Abschlüssen zu kommen.

Die Hanseaten ließen den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen, agierten in den entscheidenden Momenten jedoch noch zu ungenau und nicht zielgerichtet genug.

So dauerte es trotz der klaren Spieldominanz bis zur 16. Minute, ehe die Hausherren das erste Mal jubeln durften:

Nach einem Osnabrücker Fehlpass trieb Rechtsverteidiger Vagnoman das Leder nach vorn und bediente David Kinsombi, der die Kugel zum völlig freien Kittel weiterleitete. Der Mittelfeldstratege ließ sich nicht lange bitten und zirkelte den Ball aus kurzer Distanz sehenswert in den Winkel - 1:0 (16.).

Die Startelf des Hamburger SV gegen den VfL Osnabrück

Die Anfangsformation des VfL Osnabrück gegen den Hamburger SV

Bakery Jatta baut die Führung des Hamburger SV gegen den VfL Osnabrück aus

HSV-Flügelspieler Bakery Jatta (3.v.r.) lässt sich nach seinem Tor zum 2:0 gegen den VfL Osnabrück feiern.
HSV-Flügelspieler Bakery Jatta (3.v.r.) lässt sich nach seinem Tor zum 2:0 gegen den VfL Osnabrück feiern.  © Axel Heimken/dpa

Eine zu diesem Zeitpunkt völlig verdiente Führung für die Gastgeber, die gegen schwache Niedersachsen die klar bessere Mannschaft waren.

Umso überraschender, dass die Lila-Weißen in der 28. Minute durch Christian Santos zum vermeintlichen 1:1-Ausgleich kamen!

Eine scharfe Ecke von Sebastian Kerk leitete Lukas Gugganig per Kopf an den zweiten Pfosten weiter, wo Santos das Leder annahm und über die Linie drückte. Nach Einschätzung der Schiedsrichter war der Stürmer dabei jedoch mit der Hand am Ball, sodass es beim 1:0 für die Hamburger blieb.

In der Folge kamen die Gäste etwas besser in die Partie, zeigten sich mehr in der Offensive und ließen den HSV gleichzeitig nicht mehr so ungestört kombinieren.

Die Rothosen zeigten sich davon jedoch wenig beeindruckt und bauten noch vor der Pause ihre Führung aus:

Kapitän Tim Leibold spielte auf dem linken Flügel sehenswert Jeremy Dudziak frei, dessen scharfe Hereingabe VfL-Keeper Philipp Kühn nach vorne abprallen ließ. Der mitgelaufene Jatta fackelte nicht lange und jagte die Kugel zum 2:0-Halbzeitstand unter die Latte des Osnabrücker Tores (41.).

Erneut Jatta und Josha Vagnoman treffen für den HSV, Osnabrücks Maurice Trapp unterläuft ein Eigentor

HSV-Rechtsverteidiger Josha Vagnoman jubelt über seinen Treffer zum 4:0 gegen den VfL Osnabrück.
HSV-Rechtsverteidiger Josha Vagnoman jubelt über seinen Treffer zum 4:0 gegen den VfL Osnabrück.  © Axel Heimken/dpa

Auch nach dem Wiederanpfiff von Referee Daniel Schlager ließen die Hanseaten keinerlei Zweifel aufkommen, dass sie das Feld als Sieger verlassen wollten.

So sorgte erneut Jatta in der 47. Minute für die Vorentscheidung: Nach einer Ecke von Kittel schraubte sich der 22-Jährige am Elfmeterpunkt hoch und nickte unhaltbar zum 3:0 ein.

In der Folge spielten sich die Gastgeber in einen regelrechten Rausch und legten sogar noch weiter nach: Nach einer schnellen HSV-Kombination düpierte Vagnoman VfL-Linksverteidiger Kevin Wolze im Laufduell, lief alleine auf Keeper Kühn zu und markierte das 4:0 (54.).

Der gebrauchte Abend wurde für die Osnabrücker kurz darauf sogar noch bitterer: Eine Hereingabe von Kittel verlängerte Innenverteidiger Maurice Trapp im Zweikampf mit Simon Terodde ins eigene Tor - 5:0 (61.).

In der letzten halben Stunde schalteten die Hamburger dann sichtbar zwei Gänge zurück, wechselten etliche Male durch und legten das Augenmerk schon auf die kommenden Aufgaben.

Die nächste Prüfung für die Rothosen steht nämlich bereits am Samstag (13 Uhr) mit dem Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig an.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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