HSV triumphiert in Fürth trotz Unterzahl und holt sich die Tabellenführung!

Fürth - Tabellenführung! Der HSV spielte im Auswärtsspiel bei Greuther Fürth fast eine komplette Halbzeit in Unterzahl, erarbeitete sich durch eine starke kämpferische Leistung aber einen wichtigen 1:0-Sieg (1:0).

Zweikampfgeprägte Partie: Die Fürther Paul Seguin (r.) und Maximilian Bauer (m.) kämpfen mit dem Hamburger Manuel Wintzheimer um den Ball.
Zweikampfgeprägte Partie: Die Fürther Paul Seguin (r.) und Maximilian Bauer (m.) kämpfen mit dem Hamburger Manuel Wintzheimer um den Ball.  © Daniel Karmann/dpa

Das Tor des Tages vor 3250 zugelassenen Zuschauern im Fürther Sportpark Ronhof erzielte Khaled Narey nach Vorarbeit von Simon Terodde (45.+3)

HSV-Rückkehrer Toni Leistner sah in seinem ersten Spiel nach dem Fan-Eklat in Dresden wegen einer Notbremse die Rote Karte (53.).

Coach Daniel Thioune hatte im Vergleich zum 4:3-Spektakel in Paderborn vor 19 Tagen gleich vier Mal getauscht: Gideon Jung, Toni Leistner, Aaron Hunt und Neuzugang Sven Ulreich standen anstelle von Tim Leibold, Stephan Ambrosius, Klaus Gjasula und Daniel Heuer Fernandes in der Startelf.

Dass das Spiel überhaupt stattfinden konnte, stand am Freitag noch auf der Kippe: Im Lager der Fürther hatte es einen positiven Corona-Test gegeben, der anschließend durch zwei negative Nachtests jedoch wieder relativiert wurde.

Dennoch konnten die Franken ihr Abschlusstraining nicht wie geplant absolvieren. Ob es sich bei dem Betroffenen um einen Spieler oder Verantwortlichen handelte, gab der Verein nicht bekannt.

Die Startelf des HSV gegen Greuther Fürth

Die Anfangsformation von Greuther Fürth gegen den HSV

Khaled Narey traf kurz vor der Pause zum 1:0 für den HSV gegen Greuther Fürth

HSV-Spieler Khaled Narey (l) jubelt mit seinen Teamkollegen nach seinem Treffer zum 1:0 gegen Greuther Fürth.
HSV-Spieler Khaled Narey (l) jubelt mit seinen Teamkollegen nach seinem Treffer zum 1:0 gegen Greuther Fürth.  © Daniel Karmann/dpa

Beide Teams begannen engagiert, die Fürther setzten jedoch früh die erste Duftmarke: Paul Seguin zog aus 25 Metern ab und knallte das Leder gegen die Latte des Hamburger Tores (6.).

In der 16. Minute waren es dann die Rothosen, die für Gefahr sorgten. Nach einer Ecke zog Aaron Hunt aus halbrechter Position ab und verfehlte nur knapp den Kasten der Hausherren.

Die agilen Franken blieben unterdessen durch ihre schnellen Konter immer gefährlich, konnten ihre Strafraumaktionen aber nicht in Tore ummünzen.

Einen Schockmoment gab es dann für den HSV in der 23. Minute: Mittelfeldspieler Jeremy Dudziak kugelte sich bei einem Zweikampf die Schulter aus und musste ausgewechselt werden, für ihn kam Sonny Kittel.

In der Folge litt der Spielfluss unter einigen Verletzungsunterbrechungen und auch die Fehlerquote auf beiden Seiten nahm merklich zu. Das Spiel blieb stattdessen hauptsächlich von Zweikämpfen geprägt und beide Mannschaften ließen die letzte Entschlossenheit im Angriff vermissen.

Als gefühlt alle Beteiligten schon in der Pause waren, bekam Terodde, der bis dato überhaupt nicht zu sehen war, im Zentrum den Ball und bediente mit einem Traumpass den eingelaufenen Narey, der den Ball mit dem Außenrist an Keeper Sascha Burchert vorbeispitzelte - 1:0 für den HSV (45.+3).

HSV-Spieler Toni Leistner sah die Rote Karte, die Fürther erhöhten den Druck

HSV-Spieler Toni Leistner verlässt nach seiner roten Karte gegen Greuther Fürth den Platz.
HSV-Spieler Toni Leistner verlässt nach seiner roten Karte gegen Greuther Fürth den Platz.  © Daniel Karmann/dpa

Trotz des späten Schocks der ersten Halbzeit kamen die Kleeblätter unbeeindruckt aus der Pause. 

Nach einer HSV-Ecke konterten die Hausherren schnell nach vorne und Branimir Hrgota schickte Sturmpartner Havard Nielsen mit einem Steilpass auf die Reise. 

Innenverteidiger Toni Leistner konnte im Laufduell nicht mithalten und brachte Nielsen als letzter Mann zu Fall - Notbremse und Rote Karte (53.).

Ausgerechnet Leistner! Der Abwehrspieler hatte nach seinem Fan-Angriff in Dresden bereits einige Spiele verpasst und wird nun erneut gesperrt werden.

Mit nun einem Mann mehr erhöhten die Fürther in der Folge den Druck und kamen in den nächsten Minuten zu einigen gefährlichen Torchancen. Mal scheiterten sie am gut reagierenden Ulreich, mal an ihrer eigenen fehlenden Effizienz.

Fürther Tor von Leweling zählte nicht, der HSV rettete die Führung über die Zeit

Die HSV-Spieler stürzten sich in jeden Zweikampf: Hier Aaron Hunt (r.) gegen Fürths Sebastian Ernst.
Die HSV-Spieler stürzten sich in jeden Zweikampf: Hier Aaron Hunt (r.) gegen Fürths Sebastian Ernst.  © Daniel Karmann/dpa

In der 73. Minute wollten die Grün-Weißen dann schon zum Jubeln ansetzen, doch der Treffer vom eingewechselten Jamie Leweling wurde wegen Handspiels korrekterweise nicht gegeben.

Die HSV-Hintermannschaft war nun ordentlich am Schwimmen, die Fürther konnte ihre zahlreichen gefährlichen Aktionen jedoch nicht nutzen.

Die Hamburger schafften nun kaum noch Entlastung und warfen sich in einen Defensiv-Zweikampf nach dem nächsten. 

Der große Kampf der Rothosen wurde belohnt, die Fürther konnten ihren personellen Vorteil nicht mehr ummünzen und der HSV rettete die knappe Führung über die Zeit. 

Somit grüßen die Hanseaten mit drei Siegen aus drei Spielen wieder von der Tabellenspitze der 2. Bundesliga.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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