HSV bleibt gegen starken VfL Bochum nahezu chancenlos und kassiert bittere Heimpleite!

Hamburg - Vollkommen verdiente Niederlage! Der Hamburger SV lieferte gegen den VfL Bochum eine ganz schwache Partie ab und verlor völlig zurecht mit 1:3 (0:1).

Amadou Onana (r.), Mittelfeldspieler des Hamburger SV, im Zweikampf mit Robert Zulj vom VfL Bochum.
Amadou Onana (r.), Mittelfeldspieler des Hamburger SV, im Zweikampf mit Robert Zulj vom VfL Bochum.  © Christian Charisius/dpa

Die Tore für den VfL im leeren Volksparkstadion erzielten Robert Zulj per Elfmeter (35.), Danny Blum mit einem Traumtor (75.) und Raman Chibsah (82.). Simon Terodde traf gegen seinen Ex-Klub zwischenzeitlich ebenfalls per Strafstoß zum 1:1-Ausgleich (65).

Im Vergleich zum 1:1 bei Holstein Kiel vor der Länderspielpause tauschte Hamburgs Coach Daniel Thioune dreimal aus: Aaron Hunt, Bakery Jatta und Manuel Wintzheimer ersetzten Stephan Ambrosius, Sonny Kittel und Khaled Narey.

Und Wintzheimer brauchte nur ganze 40 Sekunden, um das erste Mal gefährlich in Aktion zu treten. Nach einem Ballgewinn wurde sein Querpass auf den einschussbereiten Terodde jedoch im letzten Moment von Armel Bella Kotchap entschärft.

Nachdem die Rothosen in den ersten Minuten tonangebend waren und engagiert nach vorne spielten, kamen die Gäste in der Folge immer besser in die Partie und sorgten mit ihrem guten Pressing für zahlreiche Ballverluste der Hausherren.

In der 19. Minute musste dann auch HSV-Keeper Sven Ulreich das erste Mal richtig eingreifen. Mit einer starken Parade verhinderte er gegen Simon Zoller die Gäste-Führung. Nur zwei Minuten später setzte Zulj einen Kopfball aus bester Position unbedrängt über den Kasten (21.) - viel Glück für die Hamburger in dieser Phase!

Startelf des Hamburger SV gegen den VfL Bochum

Anfangsformation des VfL Bochum gegen den Hamburger SV

Robert Zulj bringt den VfL Bochum in Führung, Simon Terodde gleicht für den Hamburger SV aus

Robert Zulj vom VfL Bochum lässt HSV-Keeper Sven Ulreich mit seinem Elfmeter keine Chance, der Ball schlägt unter der Latte ein.
Robert Zulj vom VfL Bochum lässt HSV-Keeper Sven Ulreich mit seinem Elfmeter keine Chance, der Ball schlägt unter der Latte ein.  © Christian Charisius/dpa

In der 27. Minute wirkte es dann kurzzeitig so, als wären die Rothosen doch der Herr im Haus, doch ein vermeintliches Tor von Jeremy Dudziak wurde wegen Abseits nicht gegeben.

Stattdessen waren es doch die gut aufgelegten Gäste, die zum Torerfolg kamen.

Bei einem Freistoß ließen die Hausherren den Bochumer Robert Tesche völlig ungedeckt, der plötzlich frei vor Ulreich auftauchte und von dem Bayern-Neuzugang von den Beinen geholt wurde. Den fälligen Elfmeter verwandelte Zulj sicher zum 1:0 für den VfL (35.).

Der HSV durfte sich über diesen Rückstand, mit dem es auch in die Pause ging, keineswegs beschweren. Nach engagiertem Beginn tat sich die Mannschaft von Daniel Thioune gegen laufstarke Bochumer extrem schwer und ließ im Offensivspiel die nötige Zielstrebigkeit vermissen.

Auch nach dem Wiederanpfiff war es das Team von Trainer Thomas Reis, das dominanter agierte. Gute Chancen durch Gerrit Holtmann und Zoller blieben jedoch ungenutzt.

Mitten in diese Drangphase des VfL platzte ein Pfiff von Schiedsrichter Tobias Reichel. Maxim Leitsch hatte Hunt im Sechzehner zu Fall gebracht und Reichel zeigte auf den Punkt. Den fälligen Strafstoß schob Terodde, der bis dato überhaupt nicht zu sehen war, unhaltbar in die linke untere Ecke (65.).

HSV verliert! Danny Blum und Raman Chibsah entscheiden das Spiel für den VfL Bochum

Bochums Raman Chibsah (2.v.r.) trifft zum 1:3 gegen Toni Leistner (r.) vom Hamburger SV.
Bochums Raman Chibsah (2.v.r.) trifft zum 1:3 gegen Toni Leistner (r.) vom Hamburger SV.  © Christian Charisius/dpa

Der Ausgleich war für die Hausherren zu diesem Zeitpunkt extrem glücklich und fiel quasi aus dem Nichts. Die Gäste hingegen mussten sich vorwerfen, die zahlreichen guten Chancen nicht genutzt zu haben.

Nachdem Zoller in der 75. Minute noch sinnbildlich erneut erst an Ulreich und anschließend am Pfosten scheiterte, holte Danny Blum in der 78. Minute dann das ganz feine Füsschen raus.

Mit einem langen Ball auf dem rechten Flügel geschickt, schaute der Bochumer einmal hoch und hob das Leder mit einem Lars-Ricken-Gedächtnis-Schlenzer über Ulreich hinweg in den Kasten - ein absolutes Traumtor und die verdiente erneute Führung für den VfL!

Nur sieben Minuten später sorgen die Gäste dann für die Entscheidung. Nach einer Flanke von Zulj legte Silvère Ganvoula im Zentrum auf den eingewechselten Raman Chibsah ab, der das Leder aus kurzer Distanz zum 3:1 ins Netz bugsierte (82.).

Bis zum nächsten Spiel am 29. November beim 1. FC Heidenheim (13.30 Uhr) muss sich der HSV damit von einer verdienten Niederlage erholen.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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