Holger Stanislawski hat wichtigen Rat für neuen HSV-Trainer

Hamburg - Der frühere St.-Pauli-Trainer Holger Stanislawski (50) hat den neuen HSV-Coach Daniel Thioune (45) vor dem Umfeld seines neuen Vereins gewarnt. 

Holger Stanislawski (50) hat früher den FC St. Pauli trainiert und betreibt nun einen Supermarkt.
Holger Stanislawski (50) hat früher den FC St. Pauli trainiert und betreibt nun einen Supermarkt.  © Christian Charisius/dpa

"Er sagt zwar, dass er sich auf das Wesentliche, also auf den Fußball, konzentrieren will. Doch das ist leichter gesagt als getan. Der HSV ist anders. Ganz anders als Osnabrück. Er ist ein interessanter, aber auch sehr schwieriger, komplizierter Verein", sagte Stanislawski der Bild-Zeitung

"Das Problem des HSV ist es, dass immer ganz viele Leute mitreden wollen. Da gibt es unzählige Strömungen, die man verstehen muss. Davon kann sich auch ein Trainer nicht freimachen", meinte "Stani", der mit dem ehemaligen HSV-Profi Alexander Laas (36) in Hamburg einen Supermarkt betreibt.

Der frühere Coach wundert sich über Fehldiagnosen im Umfeld des Hamburger SV. 

"Wenn natürlich alle wieder den Aufstieg als MUSS am Ende der Saison sehen, dann haben sie keine Ahnung", betonte Stanislawski. Denn die Realität in Hamburg sei eine andere. 

"Thioune muss an seinem Fußball, den er spielen lässt, und der Qualität seiner Profis gemessen werden", so Stanislawski. 

Der 50 Jahre alte Ex-Trainer traut Thioune zu, etwas beim HSV zu bewegen. "Wenn du ihm etwas Zeit gibst, wird er auch unter den etwas anderen Bedingungen durch die Corona-Krise seinen Weg machen und dem HSV helfen können." 

Der Hamburger SV hatte Thioune in der vergangenen Woche als Nachfolger von Dieter Hecking (55) vom Zweitliga-Konkurrenten VfL Osnabrück verpflichtet.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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