Homophobes Banner im Stadion: So will der HSV die Täter identifizieren

Hamburg - Der Hamburger SV lässt seinen Worten Taten folgen: Nach der homophoben Entgleisung einiger Fans während des Heimspiels gegen den FC Hansa Rostock am Sonntag arbeiten die Hanseaten intensiv an der Aufklärung.

Beim Heimspiel gegen Hansa Rostock leisteten sich einige HSV-Fans eine homophobe Entgleisung. Der Verein will die Täter nun identifizieren.
Beim Heimspiel gegen Hansa Rostock leisteten sich einige HSV-Fans eine homophobe Entgleisung. Der Verein will die Täter nun identifizieren.  © Marcus Brandt/dpa

Wie der Klub am Montag mitteilte, werden dazu in den kommenden Tagen alle relevanten Videoaufnahmen gesichtet und "klar identifizierbare Personen zu einem Stadionverbotsgespräch vorgeladen".

"Trotz unserer vielen Bemühungen und Projekte in der Präventionsarbeit der vergangenen Jahre müssen wir feststellen, dass diskriminierendes Verhalten noch immer möglich ist und wir als HSV weiter mit aller Kraft und Überzeugung für ein Volksparkstadion frei von Diskriminierung einstehen und kämpfen müssen", erklärte Chief Culture & Marketing Officer (CMO) Cornelius Göbel.

Der Verein werde sich dabei eng an die klar geregelte Stadionordnung, die einen Antidiskriminierungsparagrafen enthält, halten. Außerdem solle der Austausch mit der aktiven Fanszene gesucht werden.

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"Es ist heute für mich schwer zu akzeptieren, wie die Arbeit des Vereins im Bereich der Antidiskriminierung durch das Verhalten einzelner Personen stark zurückgeworfen wird. Unser HSV steht für Vielfalt, Diversität, Haltung und klare Kante. Gestern, heute und morgen", unterstrich der CMO Göbel abschließend.

Am Sonntag hatten einige Fans ein homophobes Spruchband mit der Aufschrift: "Ganz MV [Mecklenburg-Vorpommern, Anm. d. Red.] ist schwul - besonders der Hansa-Hool" im Volkspark hochgehalten und damit nicht nur im Stadion, sondern auch in den sozialen Medien für große Empörung gesorgt.

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Es war zudem nicht das erste Mal, dass sich einige Anhänger daneben benahmen: In der Vergangenheit kam es bereits mehrfach zu Rassismus-Vorfällen bei Spielen der Hanseaten.

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

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