HSV-Coach Tim Walter will "Auswärtssieg" in der eigenen Stadt holen

Hamburg - "Wir wollen einen Auswärtssieg bei uns daheim in Hamburg" - so simpel lautet das Ziel von HSV-Coach Tim Walter (46) für das Stadtderby beim FC St. Pauli am Freitagabend (18.30 Uhr).

Darf HSV-Coach Tim Walter (46) auch am Freitag jubeln? Er tritt mit seiner Mannschaft im Stadtderby beim FC St. Pauli an.
Darf HSV-Coach Tim Walter (46) auch am Freitag jubeln? Er tritt mit seiner Mannschaft im Stadtderby beim FC St. Pauli an.  © Frank Molter/dpa

Ganz so leicht, wie es klingt, wird dieses Vorhaben aber nicht umzusetzen sein: "Es ist bekannt, dass Stadtduelle ihre eigenen Gesetze haben", verdeutlichte der Übungsleiter auf der Pressekonferenz am Mittwoch.

Die Ausgangsposition (der HSV ist Tabellenführer und St. Pauli 14.) wollte der 46-Jährige zwar nicht überbewerten, dennoch unterstrich er: "Wir sind Erster und dementsprechend wollen wir dorthin fahren und auftreten."

Seine Mannschaft sei, trotz des kleines Rückschlags gegen den 1. FC Kaiserslautern (1:1), "voller Selbstvertrauen", bekräftigte der Trainer. "Wir wissen, was uns erwartet und wollen dem entgegentreten", gab er die Richtung vor.

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Zwar sind die Kiezkicker im heimischen Millerntor-Stadion eine Macht (letzte Niederlage im April), die Rothosen haben jedoch saisonübergreifend die vergangenen neun (!) Pflichtspiele in der Fremde allesamt gewonnen.

Am Freitag werde es laut Walter vor allem darauf ankommen, alles reinzuwerfen und gleichzeitig Geduld zu bewahren. "Wir wollen mit flammendem Herzen und kühlem Kopf agieren", beschrieb er die Herangehensweise.

Tim Leibold und zwei Langzeitverletzte können beim Derby nicht dabei sein

HSV-Rechtsverteidiger Tim Leibold (27, r.) verpasst das Stadtderby aufgrund eines Muskelfaserrisses.
HSV-Rechtsverteidiger Tim Leibold (27, r.) verpasst das Stadtderby aufgrund eines Muskelfaserrisses.  © IMAGO / Laci Perenyi

Das Stadtderby sei zwar auch nur ein Fußballspiel, dennoch aber etwas Besonderes. "Es ist doch klar, dass jeder diesem Spiel entgegenfiebert und es ist gut, dass in der Stadt ordentlich was los ist. Jeder wird seine Farben vertreten", erläuterte der 46-Jährige.

Es werde eine spezielle Atmosphäre herrschen. "Ich erwarte ein heißes, ein hitziges Duell - sowohl auf den Rängen als auch auf dem Platz. Und das ist schön, denn Rivalität gehört zum Sport dazu", gab der Coach zu bedenken.

Personell könne er "beinahe aus dem Vollen schöpfen", lediglich Tim Leibold (28, Muskelfaserriss) sowie die Langzeitverletzten Omar Megeed (17, Fußbruch) und Ogechika Heil (21, Faszienriss im Fuß) stünden nicht zur Verfügung. "So oder so, es zählt nur ein Sieg", unterstrich Walter abschließend.

Titelfoto: Frank Molter/dpa

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