HSV-Frust nach drittem Remis in Folge: "Wir sind sehr, sehr enttäuscht"

Hamburg - Gellende Pfiffe im Volksparkstadion! Viele Anhänger des Hamburger SV waren nach dem 1:1 gegen Fortuna Düsseldorf alles andere als zufrieden und machten ihrem Unmut lautstark Luft.

So sieht Frust aus: HSV-Allrounder Moritz Heyer (26) ließ seiner Enttäuschung nach dem Abpfiff freien Lauf.
So sieht Frust aus: HSV-Allrounder Moritz Heyer (26) ließ seiner Enttäuschung nach dem Abpfiff freien Lauf.  © Daniel Reinhardt/dpa

Auch innerhalb der Mannschaft herrschte großer Frust darüber, dass es erneut nur zu einem Punkt gereicht hatte - das bereits sechste Unentschieden in dieser Saison.

"Wir sind alle enttäuscht, weil wir uns wieder nicht für den Aufwand belohnt haben, den wir betrieben haben", resümierte Youngster Robin Meißner (22), der sein Startelf-Debüt in dieser Spielzeit feierte.

An der Seite von Sonny Kittel (28) und Torschütze Robert Glatzel (27), der seinen sechsten Liga-Treffer erzielte, war der 21-Jährige zwar sehr bemüht, hatte aber nicht das nötige Glück auf seiner Seite.

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So vergab auch er einige gute Gelegenheiten, was Düsseldorf ermöglichte, wieder ins Spiel zu kommen. "Wir hatten zwar unsere Torchancen, aber da waren wir einfach nicht konsequent genug", gab dementsprechend auch Keeper Daniel-Heuer Fernandes (28) zu Protokoll.

Schlussendlich konnten sich die Hanseaten sogar bei ihrem Schlussmann bedanken, dass er in der 85. Minute gegen den sehr auffälligen Ex-HSVer Khaled Narey (27) glänzend parierte und eine mögliche Niederlage verhinderte.

HSV-Coach Walter will von fehlender Qualität im Kader nichts wissen

Auch HSV-Coach Tim Walter (45) war nach dem Remis gegen Fortuna Düsseldorf bedient und forderte von seiner Mannschaft mehr Zielstrebigkeit.
Auch HSV-Coach Tim Walter (45) war nach dem Remis gegen Fortuna Düsseldorf bedient und forderte von seiner Mannschaft mehr Zielstrebigkeit.  © Carmen Jaspersen/dpa

Von einem "Punktgewinn" wollte beim HSV aber auch angesichts der langen Überzahl - Düsseldorfs Edgar Prib (31) hatte in der 26. Minute die Rote Karte gesehen - trotzdem niemand sprechen.

"Es ist schwierig, das Ganze in Worte zu fassen. Wir sind sehr, sehr enttäuscht und der eine Punkt ist als Ausbeute zu wenig", unterstrich Coach Tim Walter (45) auf der anschließenden Pressekonferenz.

Zwar habe seine Mannschaft wie immer viel investiert, in der Offensive jedoch die nötige Konsequenz vermissen lassen. "Wir sterben da oft so ein bisschen in Schönheit", verdeutlichte der 45-Jährige.

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Für die Zukunft erwarte er von seinen Jungs mehr Zielstrebigkeit im Spiel nach vorn und auch mehr Mut, mal den Abschluss zu suchen. Von einer fehlenden Qualität im Kader wollte Walter angesichts von 15 Punkten nach zehn Spieltagen aber nichts wissen.

"Wir haben viele junge Spieler, die einfach noch Zeit brauchen", argumentierte der Coach. Zeit ist allerdings etwas, was der HSV nicht wirklich hat: Tabellenführer und Stadtrivale FC St. Pauli ist bereits auf sieben Zähler enteilt! Gegen den SC Paderborn 07 müssen die Rothosen in der kommenden Woche (Freitag, 18.30 Uhr) zwingend siegen.

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa

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