HSV gibt sich gegen Ingolstadt keine Blöße: Rothosen siegen deutlich!

Hamburg - Hochverdienter Heimsieg! Gegen den Tabellenletzten FC Ingolstadt 04 gab sich der Hamburger SV am 15. Spieltag keine Blöße und triumphierte souverän mit 3:0 (2:0).

Gegen den FC Ingolstadt 04 zwei der auffälligsten Spieler auf dem Platz: die HSV-Edeltechniker Sonny Kittel (l.) und Ludovit Reis.
Gegen den FC Ingolstadt 04 zwei der auffälligsten Spieler auf dem Platz: die HSV-Edeltechniker Sonny Kittel (l.) und Ludovit Reis.  © Axel Heimken/dpa

Die Hamburger Tore vor 19.937 Zuschauern im Volksparkstadion (Minus-Rekord in dieser Saison) erzielten Faride Alidou zum 1:0 (13. Minute), Bakery Jatta zum 2:0 (39.) und Manuel Wintzheimer zum 3:0 (89.).

HSV-Coach Tim Walter schenkte der selben Startelf wie beim 4:1-Heimsieg über den SSV Jahn Regensburg das Vertrauen.

Sein Gegenüber, FCI-Trainer Andre Schubert, tauschte im Vergleich zum 1:1 gegen den Karlsruher SC einmal: Nils Röseler ersetzte den angeschlagenen Kapitän Stefan Kutschke.

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Die Hausherren übernahmen von Beginn an die Initiative, taten sich gegen gut stehende Ingolstädter zunächst aber etwas schwer im Spielaufbau. Dennoch dauerte es bis zum ersten guten Abschluss nur fünf Minuten, Ex-Schanzer Sonny Kittel zielte aus der Distanz jedoch etwas zu hoch.

Acht Minuten später war es jedoch so weit: Jonas Meffert eroberte im Mittelfeld die Kugel und passte zu Kittel, der auf dem linken Flügel Alidou bediente. Der Youngster zog nach innen, ließ Nico Antonitsch mit einem angelupften Ball ins Leere laufen und drosch die Kugel mit einem strammen Schuss in die Maschen - sehenswerter Treffer zum 1:0 (13.)!

Startformation des HSV im Zweitliga-Heimspiel gegen den FC Ingolstadt 04

Anfangself des FC Ingolstadt 04 im Zweitliga-Auswärtsspiel beim HSV

Bakery Jatta erhöht auf 2:0 für den HSV gegen den FC Ingolstadt 04

HSV-Youngster Faride Alidou (r.) lässt sich nach seinem sehenswerten Treffer zum 1:0 gegen den FC Ingolstadt von seinen Teamkollegen feiern.
HSV-Youngster Faride Alidou (r.) lässt sich nach seinem sehenswerten Treffer zum 1:0 gegen den FC Ingolstadt von seinen Teamkollegen feiern.  © Axel Heimken/dpa

Die Gäste ließen sich von dem frühen Rückstand jedoch nicht entmutigen und setzten ihrerseits mit schnellen Umschaltsituationen immer wieder Nadelstiche, ohne dabei allerdings wirklich gefährlich zu werden.

Die nächste richtig dicke Gelegenheit gehörte folgerichtig erneut den Hausherren: Eine abgefälschte Flanke von Ludovit Reis landete bei Jatta, der das Leder aus rund elf Metern jedoch über den Kasten setzte (32.). Ein weiterer Schuss des 23-Jährigen wurde wenig später von FCI-Keeper Fabijan Buntic pariert (35.).

Vier Minuten später konnte aber auch der Schlussmann der Ingolstädter nichts mehr ausrichten: Nach einer Kittel-Ecke von der rechten Seite setzte sich Jatta im Zentrum energisch gegen Antonitsch durch und köpfte aus kurzer Distanz zum 2:0 ein (39.)!

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Da der erneut starke Kittel in der 43. Minute eine gute Chance auf den dritten Treffer vergab, ging es mit dem 2:0 aus Sicht der Gastgeber in die Kabinen.

Nach dem Wiederanpfiff dauerte es nicht einmal 50 Sekunden, ehe die Hanseaten die erste gefährliche Aktion des zweiten Abschnitts hatten: Der umtriebige Reis kam im Strafraum zum Abschluss, zielte jedoch zu hoch (46.).

Manuel Wintzheimer macht mit dem 3:0 für den HSV alles klar

Die HSV-Profis Bakery Jatta (l.) und Robert Glatzel jubeln nach Jattas Treffer zum 2:0 gegen den FC Ingolstadt 04.
Die HSV-Profis Bakery Jatta (l.) und Robert Glatzel jubeln nach Jattas Treffer zum 2:0 gegen den FC Ingolstadt 04.  © Axel Heimken/dpa

In der Folge flachte die Partie ein wenig ab, weitere gute Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Während die Rothosen das Geschehen kontrollierten, konzentrierten sich die Schanzer auf die Defensive und ließen sich nur selten mit Ball in der Hälfte des HSV blicken.

Die Hausherren wiederum waren zwar tonangebend, agierten allerdings längst nicht mehr so zielstrebig wie noch in der ersten Halbzeit. Zudem schlichen sich nun immer wieder Unkonzentriertheiten in das Spiel der Hanseaten.

Erst in der 67. Minute wurden die Hamburger wieder gefährlich: Linksverteidiger Miro Muheim und Meffert scheiterten jedoch mit einer Doppelchance. Auf der Gegenseite entschärfte HSV-Keeper Marko Johansson einen Flachschuss von Christian Gebauer (69.) - die bis dato beste Chance der Gäste.

Wiederum auf der anderen Seite vergaben erst Alidou nach einer Hereingabe von links (70.), dann Moritz Heyer nach Vorarbeit von Robert Glatzel - das hätte jeweils das 3:0 für den HSV sein müssen (70.)! Andersrum hatte die Walter-Elf Glück, dass Ingolstadt Fatih Kaya kurz vor Schluss nur die Latte traf (87.).

In der Schlussphase verpassten die Rothosen noch mehrfach den dritten Treffer, der in der 89. Minute schließlich doch noch fallen sollte: Der eingewechselte Wintzheimer fasste sich aus halbrechter Position ein Herz und jagte die Kugel zum 3:0 in die lange Ecke. Das war die endgültige Entscheidung und gleichzeitig der Schlusspunkt einer unter dem Strich einseitigen Partie.

Für den HSV geht es am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) mit dem Nordderby bei Hannover 96 weiter, Ingolstadt muss bereits 24 Stunden früher beim FC Hansa Rostock ran.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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