Rick van Drongelen vor HSV-Comeback im Interview: "Habe sehr viel gelernt"

Hamburg - Diesen Tag wird der HSV nicht vergessen: Am 28. Juni 2020 gab es nicht nur eine heftige 1:5-Klatsche gegen den SV Sandhausen, durch die die Rothosen erneut den Aufstieg verpassten, Innenverteidiger Rick van Drongelen (22) verletzte sich dabei auch noch schwer.

Am 28. Juni 2020 riss sich HSV-Abwehrkante Rick van Drongelen (am Boden) im Spiel gegen den SV Sandhausen das Kreuzband.
Am 28. Juni 2020 riss sich HSV-Abwehrkante Rick van Drongelen (am Boden) im Spiel gegen den SV Sandhausen das Kreuzband.  © Christian Charisius/dpa

Nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung bekam der 22-Jährige noch am gleichen Tag die niederschmetternde Diagnose: Kreuzbandriss! Der Albtraum eines jeden Sportlers.

Bereits im Moment der Verletzung habe er gewusst, dass etwas Schlimmes passiert sei, erzählt van Drongelen nun im Interview mit dem Vereinsmagazin "HSVlive". Nichtsdestotrotz habe er bei der Verkündung der Diagnose weinen müssen.

Für den Niederländer begann eine lange Zeit der Regeneration und des Zurückkämpfens. Seit Kurzem ist der Abwehrspieler nun wieder im Mannschaftstraining der Hanseaten zurück.

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"Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Wenn du endlich wieder mit den Teamkollegen auf dem Platz stehst, ist das eine tolle Sache. Endlich hören die Fragen nach deinem Gesundheitszustand auf, weil alle sehen, dass es dir gut geht", beschreibt der 22-Jährige seine Emotionen.

Noch im Februar wolle er, wenn alles nach Plan verläuft, wieder in den Spielbetrieb eingreifen.

HSV-Innenverteidiger Rick van Drongelen ist gestärkt aus der langen Verletzung hervorgegangen

HSV-Innenverteidiger steht nach langer Verletzungspause nun vor seinem Comeback für die Rothosen. (Archivfoto)
HSV-Innenverteidiger steht nach langer Verletzungspause nun vor seinem Comeback für die Rothosen. (Archivfoto)  © Daniel Bockwoldt/dpa

Während seiner Reha hatte der Verteidiger auf seinem Instagram-Profil Videos hochgeladen, die ihn beim Schuften für das Comeback zeigten. In erster Linie habe er dies für sich selbst getan, so der Niederländer.

"In ein paar Jahren möchte ich darauf zurückschauen und auch anderen Leuten zeigen können, wie es mir in der Reha ging. Eventuell kann ich auch anderen verletzten Sportlern damit irgendwann Motivation geben", hofft die Nummer 4 der Rothosen.

Insgesamt sei der 91-malige HSV-Spieler gestärkt aus der Verletzung hervorgegangen.

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"Ich habe sehr viel gelernt, denn ich weiß jetzt, dass mein Kopf eine ganz große Rolle spielt. Ich habe in den vergangenen Monaten viel nachgedacht und bin reifer geworden, auch durch einige Gespräche mit unserem Mental-Trainer Martin Daxl", erklärt er.

Für 2021 habe van Drongelen darüber hinaus ganz konkrete Pläne: "Ich will gesund bleiben und mit dem HSV erfolgreich sein. Dafür gebe ich alles. Jeden Tag", so der Abwehrspieler.

Vielleicht ja dann nächste Saison auch in der 1. Bundesliga?

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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