HSV-Juwel Amadou Onana treibt Wechsel weiter voran

Hamburg/Grassau - Geht es jetzt ganz schnell? Auch wenn Amadou Onana (19) aufgrund seiner Corona-Infektion im Trainingslager des Hamburger SV fehlt, sorgt der belgische U21-Nationalspieler für jede Menge Gesprächsstoff.

Amadou Onana (19, r.) vom Hamburger SV geht gegen Paderborns Sven Michel (30) in den Luftkampf.
Amadou Onana (19, r.) vom Hamburger SV geht gegen Paderborns Sven Michel (30) in den Luftkampf.  © Christian Charisius/dpa

Der 19-Jährige gilt mittlerweile als DER Verkaufskandidat. Die Verantwortlichen des HSV brauchen dringend Geld, um den Kader weiter zu verstärken.

Der Trainerwechsel, die Vertragsauflösungen samt Abfindungen und die bisherigen Transfers haben viel Geld gekostet. Zu viel für den klammen Verein.

Ein erstes Indiz für einen Wechsel gab es bereits durch den Berater-Wechsel. Onana setzte seinen langjährigen Vertrauten Tobias Becker an und vertraute seine Zukunft seiner Schwester Melissa an.

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Und die scheint einen guten Job zu machen. Den laut der Bild scheint es bereits erste konkrete Interessenten zu geben.

Der französische Überraschungsmeister OSC Lille soll angeblich vier Millionen Euro für den 19-Jährigen geboten haben.

Viel zu wenig aus Sicht der HSV-Verantwortlichen. Sie seien erst ab einem Angebot zwischen acht und zehn Millionen Euro gesprächsbereit.

Da Onanas Vertrag im Volkspark bis Sommer 2024 läuft, sind sie noch relativ entspannt.

Führt der Weg von Amadou Onana über England nach Italien?

Doch die Franzosen sind nicht der einzige Interessent. Auch Premiere-League-Aufsteiger FC Watford soll seine Fühler nach dem jungen Belgier ausgestreckt haben. Und für englische Vereine dürfte die Ablöseforderung trotz Corona mehr als stemmbar sein.

Das Portal The Athletic bekräftigt das Interesse Watfords an Onana. Allerdings bringen sie einen weiteren Verein ins Spiel. Da der 19-Jährige eine Arbeitserlaubnis für die Premier League braucht, könnte sein Weg über Warford nach Italien zu Udinese Calcio führen. Dort leitet Giampolo Pozzo die Geschicke des Vereins. Sein Vater ist kein Geringerer als der Watford-Eigner Gino.

Englische Vereine wählen gerne dieses Transfermodell, vor allem, wenn wie im Fall Onana nicht klar ist, ob er direkt eine Arbeitserlaubnis erhalten würde.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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