HSV-Krise hält an! Rothosen verlieren im Nordderby gegen Hannover 96

Hamburg - Der HSV rutscht immer tiefer in die Krise! Im Nordderby gegen Hannover 96 zeigten die Rothosen eine unglückliche Leistung und mussten durch ein Tor von Hendrik Weydandt in der 13. Minute eine weitere Niederlage hinnehmen.

Die Spieler von Hannover 96 feiern den Treffer von Hendrik Weydandt gegen den Hamburger SV.
Die Spieler von Hannover 96 feiern den Treffer von Hendrik Weydandt gegen den Hamburger SV.  © Axel Heimken/dpa

Mittelfeldstratege Sonny Kittel sah zudem im Volksparkstadion nach wiederholtem Foulspiel bereits in der 25. Minute die Gelb-Rote-Karte - der erste Platzverweis in seiner Karriere überhaupt.

Coach Daniel Thioune hatte im Vergleich zum 2:3 in Heidenheim dreimal getauscht: Für Jan Gyamerah, Moritz Heyer und Manuel Wintzheimer standen Josha Vagnoman, Klaus Gjasula und Jeremy Dudziak auf dem Rasen.

Sein Gegenüber Kenan Kocak reagierte auf das 0:3 gegen Holstein Kiel mit dem Trio Kingsley Schindler, Sei Muroya und Patrick Twumasi für Simon Falette (Gelb-Rot-Sperre), Philipp Ochs und Marvin Ducksch.

In der Anfangsphase war beiden Teams die Unsicherheit nach mehreren sieglosen Spielen anzumerken, ein Fehlpass reihte sich an den nächsten.

Nach zehn Minuten kam 96 dann besser ins Spiel und direkt zum Torerfolg: Einen Eckball verlängerte Jaka Bijol mit dem Kopf auf den zweiten Pfosten, wo die Kugel von Khaled Nareys Schienbein direkt vor die Füße von Weydandt prallte, der HSV-Keeper Sven Ulreich aus zwei Metern keine Chance ließ - 0:1 (13.).

Die Startelf des Hamburger SV gegen Hannover 96

Die Anfangsformation von Hannover 96 gegen den Hamburger SV

HSV-Mittelfeldstratege Sonny Kittel sieht Gelb-Rot gegen Hannover 96

HSV-Stratege Sonny Kittel (l.) verlässt nach seiner Gelb-Roten-Karte gegen Hannover 96 den Platz.
HSV-Stratege Sonny Kittel (l.) verlässt nach seiner Gelb-Roten-Karte gegen Hannover 96 den Platz.  © Axel Heimken/dpa

Wieder mussten die Rothosen einem Rückstand hinterlaufen und hatten nach einem Hannover-Freistoß in der 21. Minute zudem Glück, dass die Passivität der Hintermannschaft nicht mit einem weiteren Gegentor bestraft wurde.

Doch es sollte für den HSV noch schlimmer kommen: In der 25. Minute verlor Kittel, der zehn Minuten zuvor die Gelbe Karte gesehen hatte, an der Außenlinie das Leder und grätschte Gegenspieler Muroya um. Schiedsrichter Bastian Dankert zeigte Kittel folgerichtig wieder Gelb und damit Gelb-Rot!

Mit einem Mann weniger taten sich die Hausherren noch schwerer und es schien zunächst so, als wollten sie sich vor allem erst einmal in die Pause retten.

In der 43. Minute kam die Mannschaft von Thioune dann aber doch zu einer riesigen Doppelchance.

Erst scheiterte Simon Terodde aus kürzester Distanz per Kopf an 96-Keeper Michael Esser, Sekunden später konnte der Schlussmann auch Vagnomans Schuss aus neun Metern parieren - an diesem Tag schien alles gegen die Hanseaten zu laufen!

HSV kommt gegen Hannover 96 besser ins Spiel, nutzt aber seine Chancen nicht

HSV-Trainer Daniel Thioune (l.) schaut zu, wie Hannovers Baris Basdas und Khaled Narey (r.) um den Ball kämpfen.
HSV-Trainer Daniel Thioune (l.) schaut zu, wie Hannovers Baris Basdas und Khaled Narey (r.) um den Ball kämpfen.  © Axel Heimken/dpa

Nach dem Wiederanpfiff plätscherte das Spiel ein wenig dahin, ehe die Rothosen nach einer guten Viertelstunde wieder in Aktion traten: Erst verpasste Terodde eine Hereingabe von Vagnoman knapp, dann traf Dudziak nach Doppelpass mit Tim Leibold nur das Außennetz (59.).

Die Gäste beschränkten sich zunehmend auf die Verwaltung der Führung und ließen einige Kontermöglichkeiten ungenutzt.

Die Hausherren kamen etwas besser in die Partie, zeigten sich vor dem gegnerischen Tor jedoch nicht kaltschnäuzig genug.

In der 77. Minute scheiterte Terodde erneut aus bester Position am starken Esser, kurz darauf konnte auch der eingewechselte Aaron Hunt eine dicke Chance nicht nutzen (84.).

So musste der Gastgeber trotz bester Möglichkeiten schlussendlich die dritte Niederlage in Folge hinnehmen.

Für den HSV geht es am 12. Dezember (13 Uhr) mit dem Auswärtsspiel beim SV Darmstadt 98 weiter, die Hannoveraner gastieren zeitgleich beim 1. FC Heidenheim.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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