HSV lehnte 120-Millionen-Euro-Angebot ab: Jetzt spricht Klaus-Michael Kühne

Hamburg - Nachdem der Hamburger SV sein an mehrere Bedingungen geknüpftes 120-Millionen-Euro-Angebot abgelehnt hat, hat sich nun Investor Klaus-Michael Kühne (85) zu Wort gemeldet - und Gespräche angekündigt.

HSV-Investor Klaus-Michael Kühne (85) hat sich nach seinem Angebot erneut zu Wort gemeldet. (Archivfoto)
HSV-Investor Klaus-Michael Kühne (85) hat sich nach seinem Angebot erneut zu Wort gemeldet. (Archivfoto)  © Axel Heimken/dpa

"Die HSV Fußball AG bzw. der Hamburger Sport-Verein e. V. haben sich zu Gesprächen mit der Kühne Holding AG bereit erklärt, deren Angebot zur Stabilisierung des Profifußballs in der vorliegenden Form nicht akzeptiert werden konnte", heißt es in einer Pressemitteilung der Holding vom Montag.

Zudem unterstrich der Milliardär, dass es ihm nicht darum gehe, "Macht auszuüben", sondern den sportlichen Erfolg durch seine finanzielle Unterstützung zu ermöglichen.

Zu der von ihm geforderten und vom Verein abgelehnten Erhöhung seiner HSV-Anteile schreibt der 85-Jährige: "Die Kühne Holding AG strebt nicht an, sämtliche oder einen großen Teil der neu auszugebenden Aktien zu erwerben, sondern ist an einer Beteiligung Dritter sehr interessiert."

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Eine "Stabilisierung" des Vereins sei nur möglich, wenn das marode Volksparkstadion saniert, die Schulden "maßgeblich" abgebaut sowie in die Mannschaft investiert werde, heißt es weiter.

Von dem von Finanzvorstand Thomas Wüstefeld (53) geplanten Darlehen für die Stadionsanierung hält der Unternehmer wenig, da dadurch "die Erreichung finanzieller Stabilität in noch weitere Ferne gerückt würde".

Klaus-Michael Kühne übt erneut deutliche Kritik an Thomas Wüstefeld

Als deutliche Kritik an Wüstefeld kann auch der letzte Punkt der Pressemitteilung verstehen werden: "Der Kühne Holding AG erscheint es wichtig, dass im Aufsichtsrat und Vorstand der HSV Fussball AG vermehrt kaufmännischer Sachverstand und hohe sportliche Kompetenz vertreten sein werden."

Der HSV hat bisher noch nicht auf den neuerlichen Vorstoß reagiert.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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