HSV-Pechvogel Moritz Heyer über Elfer-Pfiff: "Muss man nicht geben"

Hamburg - Er war der Pechvogel des Spiels! Moritz Heyer (27) gab bei der 1:3-Niederlage des Hamburger SV im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den SC Freiburg besonders in einer Situation eine unglückliche Figur ab.

Schiedsrichter Deniz Aytekin (43, links) erklärt HSV-Kapitän Sebastian Schonlau (27, Mitte) und Übeltäter Moritz Heyer (27) seine Entscheidung.
Schiedsrichter Deniz Aytekin (43, links) erklärt HSV-Kapitän Sebastian Schonlau (27, Mitte) und Übeltäter Moritz Heyer (27) seine Entscheidung.  © Marcus Brandt/dpa

Es lief die 32. Spielminute, als SC-Profi Nico Schlotterbeck (22) sich in den HSV-Strafraum aufmachte, wegrutschte und von Heyer anstatt des Balles am Nacken getroffen wurde.

Schiedsrichter Deniz Aytekin (43) ließ die Partie zunächst weiterlaufen, sah sich auf Intervention des VAR die Szene aber noch einmal an und entschied völlig zu Recht auf Elfmeter für Freiburg. Vincenzo Grifo (29) trat an und versenkte die Kugel zum vorentscheidenden 3:0 ins Netz.

Unglücksrabe Heyer sah die Szene selbst wie folgt. "Er rutscht aus, und ich treffe ihn. Das ist ganz klar zu sehen", gab der 27-Jährige zu. "Aber ich weiß nicht, ob man dafür einen Elfmeter geben muss, weil es mit der Szene eigentlich nicht viel zu tun hat."

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Er habe nach eigenen Angaben sogar noch versucht abzubremsen, sei dann aber in Schlotterbeck reingelaufen. "Vielleicht muss ich beim nächsten Mal einfach nicht abbremsen, vielleicht gibt es dann keinen Elfmeter", sagte Heyer trotzig.

Auf den TV-Bildern war allerdings eindeutig eine aktive Bewegung des HSV-Profis in Richtung Ball und damit auch in Richtung Schlotterbecks Kopf zu sehen.

HSV-Profi Moritz Heyer richtet Kompliment an die Fans

Der Referee sah sich die Szene am Bildschirm noch einmal an und entschied anschließend auf Strafstoß.
Der Referee sah sich die Szene am Bildschirm noch einmal an und entschied anschließend auf Strafstoß.  © Marcus Brandt/dpa

Am Ende mussten sich die Rothosen mit 1:3 geschlagen geben. Was vor allem an einer Sache lag. "Freiburg war extrem effektiv", gestand Heyer. "Wir lagen ja früh 0:2 hinten, dann hat uns so ein bisschen das 1:2 gefehlt und dann bekommen wir das 0:3." Anschließend sei es "extrem schwierig" gewesen, aber die Mannschaft habe alles versucht, das Spiel noch zu drehen.

Unterstützt wurde sie dabei von mehr als 50.000 Anhängern. "Es ist sehr, sehr schade, dass wir den Anschlusstreffer nicht eher machen. Dann wird es vielleicht noch mal spannend und das Stadion kommt noch mal", ärgerte sich der 27 Jahre alte Defensivspezialist.

Beeindruckt zeigte er sich dennoch von der Kulisse. "Die Stimmung war überragend. Riesenkompliment an die Fans. Was hier abging, ist einfach Wahnsinn. Es hat wahnsinnig Spaß gemacht, dieses Spiel mit den Fans zu erleben."

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In der Liga war das zuletzt nicht der Fall. Im vergangenen Heimspiel gegen den Karlsruher SC (3:0) kamen nicht einmal 25.000 Fans ins Stadion, obwohl eine Vollauslastung möglich war. Der HSV hat eben Kredit bei seinen Anhängern in der Vergangenheit verspielt.

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

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