HSV-Pokalheld Daniel Heuer Fernandes bleibt nach Sieg cool: "Dafür stehe ich im Kasten"

Hamburg/Nürnberg - Das war nichts für schwache Nerven! Der Hamburger SV ist nach dem 5:3-Erfolg nach Elfmeterschießen über den 1. FC Nürnberg erstmals seit drei Jahren wieder in das Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen.

HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes (28) avancierte mit seinen Paraden zum Matchwinner.
HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes (28) avancierte mit seinen Paraden zum Matchwinner.  © Daniel Karmann/dpa

Einziger Wermutstropfen: Die schwere Knieverletzung von Linksverteidiger Tim Leibold (27).

"Die Verletzung tut weh", erklärte Pokal-Held Daniel Heuer Fernandes (28) nach der Partie. "Leibe wird brutal fehlen." Dies machte vor allem die schwache Leistung seines Ersatzmannes, Miro Muheim (23), deutlich.

Am Ende der 120 Minuten standen beim HSV vor allem, neben der gesamten Mannschaft natürlich, zwei Sieger fest.

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Zum einen eben Keeper Heuer Fernandes, der seine Elf mit einigen starken Paraden kurz vor Ende der regulären Spielzeit und dann auch in der Verlängerung im Spiel hielt.

"Ich glaube, im Spiel hatte ich auch ein, zwei Aktionen. Dafür bin ich da, dafür bin ich im Kasten", sagte er cool.

Und genau so war er auch im Elfmeterschießen. Den Schuss von Lino Tempelmann (22) guckte er über den Kasten, den Versuch von Asger Sørensen (25) parierte der 28-Jährige stark mit dem Fuß. "Wenn ich dann zum Schluss noch den Elfmeter halte, freue ich mich natürlich, dass ich der Mannschaft so helfen kann."

Jonas David wusste nach seinem verwandelten Elfmeter nicht, dass das Spiel vorbei war

Gemeinsam mit Ludovit Reis (21, links) freute sich Jonas David (21) über sein erstes Profi-Tor für den HSV.
Gemeinsam mit Ludovit Reis (21, links) freute sich Jonas David (21) über sein erstes Profi-Tor für den HSV.  © Daniel Karmann/dpa

Neben Heuer Fernandes wurde aber auch Innenverteidiger Jonas David (21) zum Matchwinner für die Rothosen. Der 21-Jährige brachte seine Mannschaft nach einer Ecke von Sonny Kittel (28) kurz vor der Pause in Führung. Es war der erste Treffer des Youngsters für die Profis.

"Die Freude ist groß", sagte er mit einem breiten Grinsen im Anschluss an den Sieg. "Es war ein schöner Pokalabend."

Das lag auch daran, dass David als vierter HSV-Schütze für die Entscheidung sorgte. Was er anfangs gar nicht wusste. "Ich wusste noch nicht, dass wir gewonnen hatten", gab er zu. Erst als seine Mitspieler angerannt kamen, ging ihm ein Licht auf.

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Der Abwehrspieler musste auch anerkennen, dass die Begegnung "viele Körner gekostet" habe. Er hoffe aber, dass der Sieg die Mannschaft "zusammenschweiße".

Ähnlich dachte auch Trainer Tim Walter (45). "Solche Siege helfen uns auf unserem Weg und in unserer Entwicklung."

Und mit etwas Glück geht die Reise noch weiter als nur bis ins Achtelfinale.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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