HSV-Profi Toni Leistner wird für Tweet attackiert: "2:0 nach Weltkriegen!"

Hamburg - Unglaublich! Nach dem verlorenen EM-Finale gegen Italien im Elfmeterschießen leisteten sich die englischen Fans zahlreiche Fehltritte.

HSV-Profi Toni Leistner (30) wurde auf Twitter von englischen Fans übelst beleidigt. (Archivbild)
HSV-Profi Toni Leistner (30) wurde auf Twitter von englischen Fans übelst beleidigt. (Archivbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Die drei Fehlschützen, allen voran der 19-jährige Bukayo Saka, wurden im Internet aufs Übelste rassistisch beleidigt.

Doch nicht nur sie haben den Unmut der Fans zu spüren bekommen, sondern auch HSV-Profi Toni Leistner (30).

Der ehemalige England-Legionär, der für die Queens Park Rangers spielte, postete nach dem Endspiel auf Twitter: "Is not coming home!"

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Es war eine Anspielung auf den Song "Football's Coming Home" von 1996 und die lang anhaltende Titellosigkeit der Engländer.

Während einige User Leistner für seinen Tweet feierten, musste der 30-Jährige auch einige Kommentare weit unter der Gürtellinie einstecken.

"Fuck Off", "Twat" oder "Ersatzspieler" waren da beispielsweise noch die harmloseren Einträge.

Ein englischer Fan ging mit seiner Antwort aber eindeutig zu weit. "Immer noch 2:0 in Weltkriegen", schrieb er. Da staunte nicht nur Leistner und antwortete ungläubig: "wtf" ("what the fuck", Anm. d. Red.)

HSV-Profi Toni Leistner postete seine Meinung zum EM-Finale auf Twitter

Toni Leistner reagiert auf Beleidigungen und stellt Fan zur Rede

Doch es ging noch weiter. Ein weiterer User kommentierte: "There were 10 German bombers in the airrrr" Die Worte sind eine Anspielung auf ein Lied, mit denen die Briten die Abschüsse deutscher Lufteinheiten im Zweiten Weltkrieg gefeiert haben.

Eines dürfte damit klar sein: Freunde hat sich der HSV-Profi damit auf der Insel nicht gemacht. Und wie ihm einige schrieben und empfohlen haben, sollte er sich in naher Zukunft vielleicht auch nicht in England blicken lassen.

Dass sich der 30-Jährige aber auch nichts gefallen lässt, zeigte er bereits beim Pokalspiel in der vergangenen Saison gegen seinen Ex-Verein Dynamo Dresden. Nach Beleidigungen von einem Fan sprang er auf die Tribüne und stellte den Pöbler zur Rede.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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