Aufstiegschance lebt! HSV schießt bei Hrubesch-Debüt Nürnberg ab!

Hamburg - Was für ein wichtiger Dreier! Nach fünf sieglosen Partien in Folge zeigte der Hamburger SV beim Debüt von Interimscoach Horst Hrubesch eine starke Leistung und wahrte durch den fulminanten 5:2 (3:1)-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg die Chance auf den Aufstieg.

HSV-Flügelflitzer Bakery Jatta (r.) war nicht nur wegen seines Treffers zum 2:0 einer der Aktivposten bei den Rothosen. Auf der rechten Seite sorgte er immer wieder für Gefahr.
HSV-Flügelflitzer Bakery Jatta (r.) war nicht nur wegen seines Treffers zum 2:0 einer der Aktivposten bei den Rothosen. Auf der rechten Seite sorgte er immer wieder für Gefahr.  © Daniel Reinhardt/dpa

Die HSV-Tore im leeren Volksparkstadion erzielten Asger Sörensen per Eigentor zum 1:0 (30. Minute), Bakery Jatta zum 2:0 (36.), Simon Terodde zum 3:1 (45.+2), Sonny Kittel zum 4:1 (76.) und erneut Terodde per Elfmeter zum 5:1 (80.). Eric Shuranov verkürzte zwischenzeitlich auf 1:2 (41.) für den FCN, Linus Rosenlöcher sorgte mit dem 2:5 für den Endstand (89.).

Nach dem 1:1 gegen den Karlsruher SC tauschte Hrubesch fünfmal: Moritz Heyer, Amadou Onana, David Kinsombi, Jatta und Robin Meißner ersetzten Rick van Drongelen, Klaus Gjasula, Manuel Wintzheimer, Khaled Narey (alle Bank) und Aaron Hunt (Muskelfaserriss).

Sein Gegenüber Robert Klauß nahm im Vergleich zum 1:1 gegen Holstein Kiel drei Wechsel vor: Lukas Mühl, Nikola Dovedan und Shuranov begannen für Georg Margreitter (Bank), Fabian Nürnberger (Verletzung am Hüftbeuger) und Dennis Borkowski (Weisheitszahn-Op).

Zu Beginn brauchten beide Teams ein wenig, um in die Partie zu kommen. In der Anfangsphase häuften sich die Ballverluste und Ungenauigkeiten, ehe Johannes Geis den ersten Abschluss hatte, aus der Distanz aber an HSV-Keeper Sven Ulreich scheiterte (10.).

Wenig später zeigten sich aber auch die Hausherren vor dem gegnerischen Kasten: Nach einer Ecke von Kittel kam Onana unter Bedrängnis zum Kopfball und setzte die Kugel auf die Querlatte des Nürnberger Tores (14.).

Startelf des Hamburger SV im Zweitliga-Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg

Anfangsformation des 1. FC Nürnberg im Zweitliga-Auswärtsspiel beim Hamburger SV

Asger Sörensen per Eigentor, Bakery Jatta und Simon Terodde treffen für den HSV, Eric Shuranov für den FCN

Jubel beim Hamburger SV: Youngster Robin Meißner (r.) erzwang durch seinen Abschluss das Eigentor von Asger Sörensen, das den Torreigen im Volksparkstadion eröffnete.
Jubel beim Hamburger SV: Youngster Robin Meißner (r.) erzwang durch seinen Abschluss das Eigentor von Asger Sörensen, das den Torreigen im Volksparkstadion eröffnete.  © Daniel Reinhardt/dpa

Anschließend waren die Gastgeber bemüht, das Geschehen zu bestimmen und sich ein Übergewicht zu erspielen. Ein vermeintlicher Treffer von Jatta in der 26. Minute wurde wegen Abseits korrekterweise zurückgenommen.

Wenig später klingelte es jedoch im Kasten der Gäste: Nach einem Ballgewinn flankte Kinsombi auf den zweiten Pfosten, wo Kittel auf Youngster Meißner zurücklegte, dessen Schuss von Sörensen unglücklich ins eigene Tor abgefälscht wurde - 1:0 für die Rothosen (30.).

Mit dem Vorsprung im Rücken wurden die Hanseaten immer stärker, gewannen nun auch viele entscheidende Zweikämpfe und legten in der 36. Minute nach: Eine sehenswerte Kombination über Kittel, Tim Leibold und Meißner wurde von Jatta vollendet, der die Kugel aus halbrechter Position mithilfe des Innenpfostens zum 2:0 ins lange Eck schlenzte.

Doch die komfortable Führung währte nicht lange, denn in der 41. Minute kamen die Nürnberger zum Anschlusstreffer: Einen Distanzschuss von Geis ließ Ulreich in die Mitte abklatschen, wo Shuranov das Leder nur noch über die Linie drücken musste - 1:2 aus Sicht des "Clubs".

Wer jetzt dachte, es geht mit dem knappen Spielstand in die Pause, lag falsch: Nach einem erneuten Ballgewinn auf der linken Seite bediente Leibold im Zentrum Terodde, der sich gegen Mühl durchsetzen konnte und aus kurzer Distanz zum 3:1-Halbzeitstand einnetzte (45.+2).

Sonny Kittel und Simon Terodde entscheiden das Spiel für den HSV, Linus Rosenlöcher sorgt für den Endstand

Durch den deutlichen 5:1-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg meldeten sich die Rothosen fulminant im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga zurück.
Durch den deutlichen 5:1-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg meldeten sich die Rothosen fulminant im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga zurück.  © Daniel Reinhardt/dpa

Auch nach dem Wiederanpfiff machten die Hausherren da weiter und kamen durch Terodde (47.) und Josha Vagnoman (51.) zu weiteren guten Gelegenheiten. Anschließend gelang es den Gästen aus Nürnberg, sich ein wenig vom Druck der Rothosen zu befreien.

In der 62. Minute schnupperte der Rautenklub aber trotzdem am 4:1: Eine Flanke von Jatta nahm Meißner mit der Brust an und jagte das Leder aus rund 17 Metern sehenswert an die Latte! FCN-Keeper Christian Mathenia hatte sogar noch die Finger im Spiel.

Ähnlich sah es in der 73. Minute auf der anderen Seite aus, als Tom Krauß das Leder per Dropkick nahm und Ulreich das Spielgerät seinerseits an die Latte lenkte! Nur drei Minuten später sorgte Kittel wiederum auf der Gegenseite für die Entscheidung.

Der eingewechselte Jan Gyamerah bediente den ungedeckten Edeltechniker im Zentrum, der ließ sich nicht zweimal bitten und schob das Leder aus rund elf Metern zum 4:1 ins rechte untere Eck (76.).

Dabei blieb es jedoch nicht, denn der ebenfalls eingewechselte Wintzheimer wurde im Strafraum von Mühl gehalten und Terodde versenkte den fälligen Elfmeter zum 5:1 sicher rechts unten (80.).

In der Schlussminute verkürzte Rosenlöcher noch auf 2:5 aus Sicht der Gäste (89.), was aber nicht mehr als Ergebniskosmetik war! Für die Rothosen geht es am Sonntag (16. Mai, 15.30 Uhr) mit dem Auswärtsspiel beim VfL Osnabrück weiter, die Nürnberger empfangen zeitgleich den Tabellenführer VfL Bochum.

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa

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