"Es liegt an uns": HSV-Sportchef Mutzel über Stadtderby und Würzburg-Pleite

Hamburg - Die Generalprobe für das Stadtderby gegen den FC St. Pauli (Montag, 20.30 Uhr) hätte für den Hamburger SV mit der 2:3-Pleite gegen die Würzburger Kickers nicht schlechter laufen können.

HSV-Sportdirektor Michael Mutzel (41) hat über das anstehende Stadtderby gegen den FC St. Pauli und die zurückliegende Pleite gegen Würzburg gesprochen. (Archivfoto)
HSV-Sportdirektor Michael Mutzel (41) hat über das anstehende Stadtderby gegen den FC St. Pauli und die zurückliegende Pleite gegen Würzburg gesprochen. (Archivfoto)  © Carmen Jaspersen/dpa

"Das war ein sehr schlechtes Spiel von uns – und zwar von Anfang bis Ende. Trotz der Anschlusstreffer hatte man nicht das Gefühl, dass wir noch was holen können", kritisierte dementsprechend auch Sportdirektor Michael Mutzel (41) den Auftritt der Rothosen.

Dabei seien die Spieler in der Vorbereitung auf das Match noch vor dem Schlusslicht gewarnt worden. "Wenn man ein paar Prozent nachlässt, dann reicht es auch gegen Würzburg nicht", so Mutzel.

Trotz der verdienten Pleite gegen den Tabellenletzten und den vorangegangenen Unentschieden gegen Erzgebirge Aue (3:3) und Greuther Fürth (0:0) wollte der 41-Jährige nun nicht alles in Frage stellen.

"Es muss über dieses Spiel ausführlich gesprochen werden, damit sowas nicht mehr vorkommt. Ich weigere mich aber, jetzt unruhig zu werden. Wir wollen jetzt die Ärmel hochkrempeln und nach vorne gucken", gab er sich stattdessen kämpferisch.

Besonders die HSV-typische Unruhe im Umfeld des Vereins sei nicht immer angebracht und an vielen Stellen auch überzogen.

Intern herrscht beim Hamburger SV laut Sportdirektor Michael Mutzel keine Unruhe

Der Sportchef der Rothosen (l., hier im Gespräch mit Cheftrainer Daniel Thioune) hat eine Unruhe im Inneren des Vereins abgestritten. (Archivfoto)
Der Sportchef der Rothosen (l., hier im Gespräch mit Cheftrainer Daniel Thioune) hat eine Unruhe im Inneren des Vereins abgestritten. (Archivfoto)  © Stefan Puchner/dpa

"Nach innen haben wir keine Unruhe. Die Ergebnisse in den vergangenen Wochen waren unglücklich, einige Partien hätten wir gewinnen müssen. Der Weg war bisher dennoch gut, auch wenn wir das gegen Würzburg nicht zeigen konnten", erklärte der Sportdirektor.

Eine Chance auf Wiedergutmachung bietet sich den Rothosen am Montag im Spiel gegen den ungeliebten Stadtrivalen.

Auch Mutzel stellte noch einmal die Bedeutung des Duells klar. "Der Spieler, der für so ein Spiel eine Extra-Motivation braucht, hat seinen Job verfehlt. Wir wollen das Derby unbedingt gewinnen. Jeder bei uns weiß, dass das was ganz Besonderes ist", so der 41-Jährige.

Obwohl die Kiezkicker die beste Mannschaft der Rückrunde sind, hätten die Hanseaten gegen die Braun-Weißen alles in der eigenen Hand.

"St. Pauli hat momentan einen Lauf, dennoch liegt es an uns, wie das Spiel ausgeht. Wenn wir unsere beste Leistung abrufen, dann wird es für jeden Gegner schwierig", gab der Ex-Profi die Richtung vor.

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa

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