HSV-Sportvorstand Jonas Boldt verspricht weitere Transfers

Hamburg - Mit zahlreichen neuen Gesichtern, allen voran Trainer Tim Walter (45), startete der Hamburger SV am Freitag mit der Vorbereitung auf die neue Saison. Geht es nach Sport-Vorstand Jonas Boldt (39), werden noch weitere Spieler dazustoßen.

Sport-Vorstand Jonas Boldt (39) sieht auf zwei Positionen noch Bedarf.
Sport-Vorstand Jonas Boldt (39) sieht auf zwei Positionen noch Bedarf.  © Daniel Reinhardt/dpa

"Im Laufe der Saison haben wir drei Abgänge auf der Stürmerposition gehabt, die wir bisher nur durch Robin Meißner (21) ergänzt haben", erklärte er. "Wir werden auf der Position auf jeden Fall noch was tun."

Dabei wollte sich Boldt nicht darauf festlegen, ob er eine Sturmkante oder ein quirliger Angreifer gesucht wird. "Vielleicht werden es auch zwei Stürmer." Dem 39-Jährige war allerdings auch klar, dass man in der zweiten Liga jemanden braucht, der Robustheit und Torgefahr mitbringt.

Zudem sollte der neue Mann in der Offensive zum Spielstil des neuen HSV-Trainers passen. "Tim Walter legt eine hohe Bereitschaft auf ein aktives Anlaufen", verriet Boldt zumindest eine Eigenschaft.

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Ein großes Problem könnte allerdings wieder einmal das Geld sein. "Ich habe es noch nicht gefunden. Ich suche noch", gestand er.

Neben einem neuen Stürmer soll auch noch ein neuer Torhüter kommen. "Durch den Abgang von Sven Ulreich beschäftigen wir uns auch damit", machte der Sport-Vorstand klar. "Ansonsten haben wir noch die ein oder andere Idee."

HSV beschäftigt sich mit Ludovit Reis vom FC Barcelona

Auf eigenen Wunsch hin verlässt Rick van Drongelen (22) den HSV.
Auf eigenen Wunsch hin verlässt Rick van Drongelen (22) den HSV.  © Axel Heimken/dpa

Eine davon könnte Ludovit Reis (21) heißen, der in der vergangenen Saison beim VfL Osnabrück spielte und dem FC Barcelona gehört. "Er ist zweikampfstark und fußballerisch gut. Er hat in einer Mannschaft, die nicht so performt hat, gute Leistungen gezeigt", beschrieb Boldt den jungen Niederländer. "Es gehört dazu, dass wenn so einer Spieler auf dem Markt ist, wir uns damit beschäftigen." Mehr wollte der 39-Jährige zu dem Thema allerdings nicht sagen.

Mit den bisherigen Verpflichtungen und auch Abgängen konnte Boldt gut leben. "Wir haben Action gehabt, aber der Markt ist noch ruhig. Wir wollen proaktiv sein", verriet er. "Nur abwarten, was die anderen machen, ist schwer."

Proaktiv, bedeutet in diesem Fall auch der Abgang von Spielern, wie zum Beispiel Rick van Drongelen (22). Der Niederländer verlässt den HSV nach vier Jahren und wechselt zu Union Berlin in die erste Liga.

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"Sportlich trifft es den einen oder anderen besser. Wir sind dem Wunsch nach Veränderung nachgekommen", erklärte Boldt das Vorgehen. Bei noch einem Jahr Vertragslaufzeit war die Frage, ob man van Drongelen ziehen lasse oder ihn zu, aus seiner Sicht, schlechteren Konditionen weiter an den Verein binde.

Daher könnte der HSV, wenn die Rahmenbedingungen stimmen, auch noch den einen oder anderen Spieler verkaufen. Kandidaten dafür sind im Kader noch vorhanden.

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa

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