HSV strauchelt beim Vorletzten! Rothosen verlieren gegen Sandhausen

Sandhausen - So wird es nichts mit dem Aufstieg! Der Hamburger SV zeigte im Nachholspiel gegen den SV Sandhausen eine über weite Strecken erschreckend schwache Leistung und verlor beim Tabellenvorletzten hochverdient mit 1:2 (0:0).

Nachdem er aus kürzester Distanz den Ball gegen den Kopf bekommen hatte, verlor HSV-Außenstürmer Bakery Jatta (M.) kurzzeitig das Bewusstsein und musste ausgewechselt werden.
Nachdem er aus kürzester Distanz den Ball gegen den Kopf bekommen hatte, verlor HSV-Außenstürmer Bakery Jatta (M.) kurzzeitig das Bewusstsein und musste ausgewechselt werden.  © Uwe Anspach/dpa

Die Tore im leeren BWT-Stadion am Hardtwald erzielten Stephan Ambrosius per Eigentor zum 1:0 (46. Minute) und Daniel Keita-Ruel zum 2:0 (52.) für den SVS, Manuel Wintzheimer verkürzte für die Rothosen auf 1:2 (76.).

HSV-Coach Daniel Thioune tauschte nach der 1:2-Niederlage gegen den SV Darmstadt 98 und der anschließenden Corona-Pause dreimal: Klaus Gjasula, Jeremy Dudziak und Wintzheimer wichen für Jan Gyamerah, David Kinsombi und Bakery Jatta.

Sein Gegenüber Gerhard Kleppinger nahm im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen den FC Würzburger Kickers zwei Wechsel vor: Gerrit Nauber und Keita-Ruel ersetzten Janik Bachmann und Alexander Esswein.

In der Partie war von Beginn an Feuer drin und bis zur ersten richtig gefährlichen Aktion dauerte es nicht einmal fünf Minuten: Nikolas Nartey setzte sich auf dem linken Flügel durch und bediente im Zentrum Keita-Ruel, dessen Schuss Moritz Heyer für den schon geschlagenen Sven Ulreich auf der Linie klärte (5.)!

Kurz darauf die nächste Schrecksekunde für die Hanseaten: Jatta bekam aus kürzester Distanz den Ball mit voller Wucht gegen den Kopf und verlor scheinbar kurzzeitig das Bewusstsein. Nach minutenlanger Behandlung wurde der 22-Jährige schließlich ausgewechselt, für ihn kam Amadou Onana (15.).

Die Startelf des Hamburger SV gegen den SV Sandhausen

Die Anfangsformation des SV Sandhausen gegen den Hamburger SV

HSV-Verteidiger Stephan Ambrosius unterläuft ein Eigentor gegen den SV Sandhausen

Die Spieler des SV Sandhausen jubeln über ihren Treffer zum 1:0, während Tim Leibold (l.) meckert. Der HSV-Kapitän war über 90 Minuten überhaupt nicht zu sehen.
Die Spieler des SV Sandhausen jubeln über ihren Treffer zum 1:0, während Tim Leibold (l.) meckert. Der HSV-Kapitän war über 90 Minuten überhaupt nicht zu sehen.  © Uwe Anspach/dpa

Die Hamburger schienen nach dieser Verletzung noch etwas unkonzentriert zu sein, als sich dem SVS die nächste dicke Chance bot: Nach einem langen Pass von Ex-HSV-Spieler Dennis Diekmeier stand plötzlich Kevin Behrens alleine vor dem Tor, brachte das Leder aber nicht im Kasten unter (17.).

Wenig später hatten aber auch die Gäste ihre erste richtig gute Gelegenheit: Tim Kister übersah bei einem Rückpass zu Keeper Stefanos Kapino den hellwachen Sonny Kittel, der im eins gegen eins jedoch am Schlussmann scheiterte (19.).

Anschließend flachte die Begegnung etwas ab. Die Rothosen wollten das Spiel machen, agierten aber viel zu behäbig und ideenlos, sodass die Hausherren keinerlei Probleme hatten, das Thioune-Team vom eigenen Tor fernzuhalten.

Stattdessen waren es erneut die Gastgeber, die die gefährlichen Szenen für sich verbuchten: Einen Aufsetzer von Keita-Ruel lenkte Ulreich stark über die Latte (36.), ein Kopfball von Julius Biada war zu unplatziert (44.) - zur Pause hatten die Hanseaten Glück, dass es noch 0:0 stand.

Doch nur Sekunden nach dem Wiederanpfiff klingelte es im Kasten der Gäste: Nach einer Flanke von Biada wollte Ambrosius unbedrängt klären, verlängerte die Kugel aber mit dem Kopf ins eigene Tor - 0:1 (46.)!

Daniel Keita-Ruel erhöht für den SV Sandhausen, Manuel Wintzheimer verkürzt für den HSV

HSV-Verteidiger Moritz Heyer (M.) kann den Kopfballtreffer von Daniel Keita-Ruel (2.v.r.) zum 2:0 nicht verhindern. Dieses Tor machte am Ende den Unterschied aus.
HSV-Verteidiger Moritz Heyer (M.) kann den Kopfballtreffer von Daniel Keita-Ruel (2.v.r.) zum 2:0 nicht verhindern. Dieses Tor machte am Ende den Unterschied aus.  © Uwe Anspach/dpa

Eine Szene, die zu dem bis dato völlig verkorksten Auftritt des HSV passte und eine hochverdiente Führung für Sandhausen!

Und der Tabellenvorletzte legte wenig später sogar nach: Kister spielte einen Weltklasse-Pass auf Nartey, der flankte aus vollem Lauf von links ins Zentrum, wo Keita-Ruel per Flugkopfball zum 2:0 einnickte (52.)!

Ein weiterer Nackenschlag für den Aufstiegsaspiranten, der an diesem Tag allerdings überhaupt nicht wie einer spielte. Vielmehr ließen sich die Hamburger von den disziplinierten und kämpfenden Hausherren die Butter vom Brot nehmen.

Allerdings meldeten sich die Gäste beinahe in der 68. Minute zurück, doch Simon Terodde versprang das Leder und er brachte die Kugel aus kurzer Distanz nicht an Kapino vorbei. Wenig später kam der HSV aber tatsächlich noch zum Anschlusstreffer: Terodde bediente den eingewechselten Wintzheimer, der blieb vor dem Tor cool und markierte mit Links das 1:2 (76.).

In der Schlussviertelstunde warfen die Hanseaten noch einmal alles nach vorne, kamen aber nicht mehr zum Ausgleich. Es blieb beim 1:2! Für die Rothosen geht es am Sonntag (13.30 Uhr) mit dem Auswärtsspiel beim SSV Jahn Regensburg weiter, der SVS empfängt zeitgleich Hannover 96.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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