HSV strauchelt im Topspiel! Nürnberg jubelt nach spätem Siegtreffer

Nürnberg - Nächster Rückschlag im Aufstiegskampf! Der Hamburger SV hat das Zweitliga-Topspiel beim 1. FC Nürnberg durch einen Lucky Punch der Franken mit 1:2 (1:1) verloren.

Nürnbergs Pascal Köpke (l.) dreht nach seinem Treffer zum 1:0 gegen den HSV zum Jubeln ab.
Nürnbergs Pascal Köpke (l.) dreht nach seinem Treffer zum 1:0 gegen den HSV zum Jubeln ab.  © Löb Daniel/dpa

Die Tore für die Hausherren vor 25.000 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion erzielten Pascal Köpke zum 1:0 (15. Minute) sowie Tim Handwerker zum 2:1 (88.). Ludovit Reis traf zwischenzeitlich zum 1:1 für die Rothosen (25.).

FCN-Trainer Robert Klauß nahm nach dem 2:0-Erfolg bei Hansa Rostock keine Wechsel vor.

HSV-Coach Tim Walter tauschte im Vergleich zum Viertelfinal-Triumph (5:4 n.E.) im DFB-Pokal gegen den Karlsruher SC hingegen zweimal: Josha Vagnoman (erster Startelfeinsatz in dieser Saison) und Reis begannen für Jan Gyamerah sowie David Kinsombi.

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Nachdem beide Mannschaften vor dem Anpfiff in blauen und gelben T-Shirts ein Zeichen für Frieden und gegen den Krieg in der Ukraine gesetzt hatten, entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, in dem die Gäste durch Bakery Jatta die erste richtig gute Chance hatten (4.).

Doch auch die Gastgeber kamen gut rein und verpassten nach einem Konter in Person von Köpke (Sohn von Ex-Nationaltorwart Andreas) nur knapp die Führung (11). Wiederum auf der Gegenseite scheiterte Giorgi Chakvetadze wenig später im Eins-gegen-eins an Club-Keeper Christian Mathenia (12.).

Startelf des 1. FC Nürnberg im Zweitliga-Heimspiel gegen den Hamburger SV

Anfangsformation des HSV im Zweitliga-Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg

Pascal Köpke bringt den FCN in Führung, der HSV antwortet durch Ludovit Reis

Der HSV antwortete schnell auf den Rückstand und glich nach einem schönen Angriff durch Ludovit Reis (M.) aus.
Der HSV antwortete schnell auf den Rückstand und glich nach einem schönen Angriff durch Ludovit Reis (M.) aus.  © Löb Daniel/dpa

In der 15. Minute war es aber schließlich so weit: Fabian Nürnberger setzte sich links im Strafraum durch und zog ab. Die Kugel wurde von Mario Vuskovic abgefälscht und landete genau bei Köpke, der den Ball aus kurzer Distanz nur noch über die Linie drücken musste - 1:0 für die Franken!

Die Hanseaten brauchten einen Moment, um den Rückstand zu verarbeiten, antworteten dann jedoch eiskalt: Sonny Kittel bediente auf dem rechten Flügel Jatta, der von der Grundlinie auf den Elfmeterpunkt zurücklegte. Dort ließ sich Reis nicht zweimal bitten und schob überlegt zum 1:1 ein (25.).

Nach höchst unterhaltsamen ersten 30 Minuten mit Toren und Chancen auf beiden Seiten beruhigte sich die Partie in der Folge ein wenig.

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Der HSV hatte zwar etwas mehr vom Spiel, die beiden Teams neutralisierten sich aber zunehmend und das Geschehen spielte sich hauptsächlich zwischen den beiden Strafräumen ab. Dementsprechend ging es auch mit dem Unentschieden in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff nahm die Begegnung zunächst wieder etwas Fahrt auf, da auch die Heimmannschaft nun wieder mehr investierte und aktiver den Weg nach vorn suchte. Torchancen blieben dennoch zunächst Mangelware.

Tim Handwerker schießt Nürnberg zum späten Sieg gegen den HSV

Insbesondere in den zweiten 45 Minuten lieferten sich der FCN und der HSV viele intensive Zweikämpfe. Hier behauptet Hamburgs Giorgi Chakvetadze (r.) den Ball gegen Kilian Fischer.
Insbesondere in den zweiten 45 Minuten lieferten sich der FCN und der HSV viele intensive Zweikämpfe. Hier behauptet Hamburgs Giorgi Chakvetadze (r.) den Ball gegen Kilian Fischer.  © IMAGO / Zink

Erst in der 58. Minute wurde es mal wieder gefährlich: Nürnbergs Handwerker zog aus der Distanz sehenswert ab, Gäste-Keeper Daniel Heuer Fernandes konnte den Flatterball jedoch entschärfen.

Anschließend war die Partie zusehends geprägt durch intensive Zweikämpfe und viele kleinere Unterbrechungen, was für den Spielfluss alles andere als förderlich war.

Die Mannschaften schienen sich bereits auf die entscheidende Schlussphase vorzubereiten, ein Abschluss von Reis in der 69. Minute stellte FCN-Schlussmann Mathenia nicht vor allzu große Probleme.

Doch auch die Schlussphase ließ zu wünschen übrig, bis sich erneut Handwerker ein Herz fasste: In der 88. Minute zog der Nürnberger aus halblinker Position ab, Heuer Fernandes verschätzte sich und der nicht allzu stramm geschossene Ball schlug im langen Eck ein - 2:1 für den FCN!

Die Gäste versuchten anschließend nochmal alles, doch es reichte nicht mehr zum Ausgleich - die Hausherren durften über drei Punkte jubeln!

Für die Franken geht es am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) mit dem Auswärtsspiel bei Hannover 96 weiter, die Rothosen empfangen bereits am Samstag (13.30 Uhr) den FC Erzgebirge Aue.

Titelfoto: IMAGO / Zink

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