HSV-Stürmer Glatzel warnt vor Ex-Klub Heidenheim: "Ein extrem ekliger Gegner"

Hamburg - Für ihn wird es eine Art Heimspiel! Wenn der Hamburger SV am Samstag (13.30 Uhr) beim 1. FC Heidenheim antritt, kehrt Stürmer Robert Glatzel (27) an seine alte Wirkungsstätte zurück.

HSV-Angreifer Robert Glatzel (27) will am Samstag auch gegen seinen Ex-Verein 1. FC Heidenheim jubeln.
HSV-Angreifer Robert Glatzel (27) will am Samstag auch gegen seinen Ex-Verein 1. FC Heidenheim jubeln.  © Guido Kirchner/dpa

Zwischen 2017 und 2019 stürmte er an der ostschwäbischen Alb, erzielte in 55 Zweitliga-Partien 17 Tore, alleine 13 davon in seiner zweiten Saison.

Unvergessen dürfte aber sein Auftritt im DFB-Pokal 3. April 2019 geblieben bleiben: Heidenheim verlangte dem großen FC Bayern München alles ab, musste sich am Ende mit 5:4 geschlagen geben, aber Glatzel erzielte drei Treffer.

"Es war ein wichtiger Karriereschritt", blickte er zurück und spielte auf seinen Wechsel von der zweiten Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern zum FCH an. "Ich habe eine besondere Beziehung zu dem Verein."

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Doch allzu lange wollte sich Glatzel nicht mit Sentimentalitäten aufhalten. "Ich habe richtig Bock auf das Spiel und will gewinnen!"

Nach "zwei schönen Jahren" zog es den 27-Jährigen in die zweite englische Liga zu Cardiff City, von wo aus er über eine Leihstation beim FSV Mainz 05 aus im Sommer in den Volkspark wechselte.

Nach den jüngsten Dämpfer sieht Glatzel sich und seine Mannschaft in der Pflicht. "Es zählt nur der Sieg", stellte er klar. Doch der Gegner wird dem HSV alles abverlangen. "Wie so oft, gegen den HSV gibt man als vermeintlich kleiner Verein ein paar Prozente mehr", wusste auch er. "Man haut sich in jeden Zweikampf rein."

Doch so klein sind die Heidenheimer gar nicht. Gegen die Rothosen blieben sie im heimischen Voith-Arena noch ungeschlagen. Zwei Siege und ein Remis stehen zu Buche.

Der 1. FC Heidenheim hat dem HSV einiges voraus

Im vergangenen Spiel gegen den SV Darmstadt 98 musste der Angreifer lange Zeit nach einer Kopfverletzung mit einem Turban spielen.
Im vergangenen Spiel gegen den SV Darmstadt 98 musste der Angreifer lange Zeit nach einer Kopfverletzung mit einem Turban spielen.  © Axel Heimken/dpa

Und so manch ein Fan dürfte neidisch an die Bregenz blicken. Denn dort herrscht schon seit Jahren Kontinuität. Seit 2007 steht Frank Schmidt (47) an der Seitenlinie - zum Vergleich: Der HSV hatte in dieser Zeit 21 (!) Trainer.

"Ich habe sehr viel von ihm gelernt", blickte Glatzel zurück. "Er hat mir gezeigt, wie richtiger Herren- und Zweitliga-Fußball geht." Vor allem sein Zweikampfverhalten und seine Einstellung habe sich in dieser Zeit stark verändern.

Und diese beiden Eigenschaften braucht der HSV am Samstag. Galtzel's Ex-Klub sei ein "ekliger Gegner, der eine erfahrene Zweitliga-Mannschaft" habe. Zudem spiele das Team zweikampfbetont, sei laufstark, kämpferisch gut, habe gute Umschaltmomente und spiele dann zielstrebig nach vorne.

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Attribute, die auf den FCH zutreffen, aber nicht unbedingt auf den HSV in den vergangenen Spielen. So manch ein Fan hätte sich davon in den Spielen gegen St. Pauli und Darmstadt mehr gewünscht.

Mit ein paar seiner Ex-Kollegen wird sich der 1,93-Meter-Hüne unter der Woche einige Frotzeleien geliefert haben. "Ich habe ein paar Freundschaften geknüpft", gestand er. Allen voran mit Dennis Thomalla und Florian Pick, den er noch aus Lauterer Zeiten kennt - für 90 Minuten werden diese am Samstag allerdings ruhen.

Titelfoto: Guido Kirchner/dpa

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