HSV-Trainer Tim Walter erklärt: "Bin ein anderer Trainer geworden!"

Hamburg - Endlich ging es los! Mit einer kurzen, aber intensiven Trainingseinheit ist der Hamburger SV am Freitag in die Saisonvorbereitung gestartet.

HSV-Trainer Tim Walter (45) gibt während seiner ersten Trainingseinheit Anweisungen.
HSV-Trainer Tim Walter (45) gibt während seiner ersten Trainingseinheit Anweisungen.  © Gregor Fischer/dpa

Um Punkt 13 Uhr betrat der neue Trainer Tim Walter (45) mit seiner Mannschaft den Rasen am Volksparkstadion. Rund eineinhalb Jahre war er nach der Entlassung beim VfB Stuttgart ohne Job.

"Die Freude ist groß, endlich wieder auf dem Platz zu stehen", gestand Walter. "Es war ein tolles Gefühl."

In seiner Antrittsrede in der Kabine gab er direkt die Richtung vor. An erster Stelle standen dabei die Wörter Vertrauen und Ehrlichkeit. "Nur so können wir erfolgreich zusammen arbeiten", sagte er.

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Dazu kam noch das Wort "Mut". "Er kommt ja nicht von alleine. Es braucht Vertrauen, und um das zu erlangen, muss ich die Spieler besser kennenlernen", gab Walter einen kleinen Einblick. Daher habe er bereits im Vorfeld zu den einzelnen Spielern Kontakt gehabt.

Bei Temperaturen über 30 Grad war das erste Training kein Vergnügen. Walter sah aber bereits positive Aspekte. "Super Sache, wenn sie so mitziehen wie heute", erklärte er. Seine Jungs müssten die Bereitschaft zeigen, auch zu leiden, und das haben sie am Freitag definitiv getan.

Dass sich der Kader in den kommenden Wochen noch verändert wird, weiß auch Walter. "Es wäre schön, schon jetzt alle da zu haben, aber das ist utopisch", wusste auch er. "Ich bin aber schon zufrieden."

HSV-Trainer Tim Walter von fußballerischen Qualitäten seines Torwarts überzeugt

In großer Runde lauscht die Mannschaft den Worten seines Trainers.
In großer Runde lauscht die Mannschaft den Worten seines Trainers.  © Gregor Fischer/dpa

Eine der beiden großen Baustellen ist die Torhüterposition. Walter bevorzugt einen mitspielenden Torwart. "Ferro (Anm. d. R.: Damit ist Daniel Heuer Fernandes gemeint) hat nachgewiesen, dass er ein super Fußballer ist. Ich benötige einen mutigen Torwart, der Fußball spielt."

Aus seiner Sicht müsse da nicht unbedingt ein neuer Keeper kommen. Anders sieht es hingegen im Sturm aus. Derzeit verfügt der HSV mit Manuel Wintzheimer (22) und Robin Meißner (21) nur über zwei Talente im Kader.

"Sie haben am Ende der Spielzeit aber ihre Qualitäten gezeigt", erklärte der 45-Jährige. Um aber das Ziel "nicht wieder Vierter werden" zu erreichen, muss auf jeden Fall noch ein Knipser her, sollte es in höhere Regionen gehen.

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Wichtig sei es, nicht, wie in den vergangenen Jahren, immer wieder hinter sich zu schauen. "Dann verliert man das Ziel aus den Augen", stellte Walter klar.

Er sei sich aber auch bewusst, dass jedes Spiel in der zweiten Liga schwer ist. "Die Grundtugenden Mut, Bereitschaft und Vertrauen sind da gefragt", erklärte er.

Seine eigene Arbeit habe er verifiziert und leicht verändert. Was genau er damit meinte, wollte er nicht sagen. "Ich bin ein anderer Trainer geworden", gab er dennoch zu.

Hoffentlich hat der "neue" Tim Walter beim HSV damit Erfolg.

Titelfoto: Gregor Fischer/dpa

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