HSV-Trainer Tim Walter vor Mammut-Programm im April gelassen: "Reine Vorfreude"

Hamburg - Sie sind zum Siegen verdammt! Der Hamburger SV steht am Samstag (13.30 Uhr) gegen den SC Paderborn vor einer richtungsweisenden Partie.

HSV-Trainer Tim Walter (46) ist trotz der Sieglos-Serie in den vergangenen vier Liga-Spielen von seiner Mannschaft überzeugt.
HSV-Trainer Tim Walter (46) ist trotz der Sieglos-Serie in den vergangenen vier Liga-Spielen von seiner Mannschaft überzeugt.  © Löb Daniel/dpa

Gelingt der Walter-Elf gegen die Ostwestfalen kein Sieg, dürfte der Zug im Aufstiegsrennen endgültig abgefahren sein.

Nach vier sieglosen Ligaspielen in Folge kannte der Trainer dafür nur ein Rezept. "Gewinnen", sagte Tim Walter (46) kurz und knapp und erklärte in gewohnter Manier: "Wir sind von uns überzeugt und wissen, was wir können."

Woche für Woche wiederholen sich die Worte des 46-Jährigen, in den zurückliegenden ließ seine Mannschaft aber keine Taten folgen.

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Daher ist der Druck im engen Aufstiegsrennen der zweiten Liga, den Walter als Privileg sieht, vor der Begegnung enorm groß.

Dass der HSV in seinen drei Jahren Zweitliga-Zugehörigkeit im April aber regelmäßig kläglich versagte und noch kein einziges Spiel gewann, interessierte ihn dabei wenig. "Statistiken interessieren mich nicht", machte Walter deutlich und merkte an: "Ich war auch nicht da."

Daher sei bei ihm die Vorfreude auf die sieben im April anstehenden Spiele groß. "Reine Vorfreude" nannte der Coach den Blick auf den vollgepackten Terminkalender.

Findet Top-Scorer Sonny Kittel gegen den SC Paderborn wieder in die Spur?

Top-Scorer Sonny Kittel (29) war zuletzt außer Form.
Top-Scorer Sonny Kittel (29) war zuletzt außer Form.  © Uli Deck/dpa

Ganz so groß wie bei ihm ist die Lust bei den Fans allerdings nicht. Obwohl so gut wie keinerlei Corona-Maßnahmen mehr gelten, hat der Verein bislang nur 24.000 Tickets verkauft. Die vergangenen Wochen und Jahre haben dann vielleicht doch ihre Spuren hinterlassen.

Vielleicht liegt es aber auch am Gegner. Mit Paderborn kommt zwar eine individuell gut bestückte Mannschaft in den Volkspark, doch als Tabellenachter hinkt der SCP den eigenen Ansprüchen hinterher. Dennoch erwarte Walter einen "guten Gegner", der "Paroli bieten kann".

Hoffnung im eigenen Spiel setzt der 46-Jährige vor allem auf den zuletzt kriselnden Sonny Kittel (29). Der Top-Scorer sei immer ein "Faktor im Spiel" der Rothosen und habe in dieser Saison eine enorme Entwicklung genommen, so Walter. Der 29-Jährige versuche voranzugehen und seine Mitspieler mitzuziehen. Doch im Augenblick benötigt Kittel eher Hilfe, als dass er sie selbst geben kann.

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Liefert der Kreativspieler gegen Paderborn erneut nicht ab, wird es für Walter und den HSV eng. Zu groß ist die Abhängigkeit von seiner Leistung. Und so droht am Ende der Saison eine weitere, eine vierte Spielzeit in der zweiten Liga.

Titelfoto: Löb Daniel/dpa

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