HSV-Trainer Walter freut sich auf Corona-Rekordkulisse: "Wir haben Bock drauf!"

Hamburg - Es ist das Top-Spiel der zweiten Liga! Am zehnten Spieltag empfängt der Hamburger SV am Samstagabend (20.30 Uhr) im Volkspark Fortuna Düsseldorf.

HSV-Trainer Tim Walter (45) freut sich auf die zahlreichen Zuschauer im Stadion.
HSV-Trainer Tim Walter (45) freut sich auf die zahlreichen Zuschauer im Stadion.  © Axel Heimken/dpa

Für beide Mannschaften geht bereits es um viel. In der engen zweiten Liga finden sie sich ein wenig im Mittelmaß wieder und wollen nach der Länderspielpause nicht an den Anschluss an die Tabellenspitze verlieren.

Wie passend, dass zu diesem Spiel der HSV erstmals unter 2G-Bedingungen Zuschauer ins Stadion lässt und mehr als 35.000 Fans erwartet.

"Cool, dass so viele Zuschauer kommen", erklärte Trainer Tim Walter (45). Für viele seiner Spieler sei es aber eine ungewohnte Situation vor so einer großen Kulisse im Volksparkstadion zu spielen. "Ich kenne sie nur als Gegner, denke aber, dass es uns beflügeln wird. Wir haben Bock drauf."

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Mit der Fortuna wartet gleich nach der Pause ein echter Härtetest. Die Düsseldorfer gewannen ihre letzten beiden Auswärtspartien und verfügen laut dem 45-Jährigen über eine erfahrene Mannschaft.

"Die haben die meisten Flanken und Torschüsse in der Liga", sagte Walter. Die Gäste würden etwas Zahlbares aus Hamburg mitnehmen wollen, "aber unsere Aufgabe ist es, das zu unterbinden".

Von seinen Spielern fordert er ein wenig den nächsten Schritt, auch wenn er klarstellte, dass man bei der Entwicklung "nicht von drei, vier Monaten" spreche. "Das dauert länger."

HSV-Trainer Walter fordert "kompromissloseres Verteidigen" seiner Mannschaft

Abwehrspieler Jonas David (21) ärgert sich nach einer vergebenen Torchance.
Abwehrspieler Jonas David (21) ärgert sich nach einer vergebenen Torchance.  © Daniel Reinhardt/dpa

Es gehe da vor allem um Erfahrung sammeln, sei es über die Dauer der Spiele oder die Trainingsintensität. Und da sieht Walter seine Jungs "auf einem guten Weg."

Die Rothosen würden seiner Ansicht nach viel "weniger zulassen", zudem habe die Mannschaft hinten raus "extrem viele Punkte gewonnen". Letzteres stimmt, aber wenn man, wie in Aue in Rückstand liegt, steigt eben auch das Risiko und der Wille, nicht verlieren zu wollen. Denn ein Punkt ist dann immer noch besser als keiner.

Das größte Problem ist allerdings, dass der HSV aus seiner Vielzahl von Chancen nur wenige Tore erzielt. "Ab und zu fehlt das Glück, ab und zu die Effektivität", wusste auch Walter.

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Der Gegner hingegen mache "aus wenig viel", während "wir aus viel wenig machen". Daher forderte der Übungsleiter von seiner Mannschaft noch "kompromissloser im Verteidigen" zu sein.

Doch das muss die auf dem Papier jüngste Mannschaft der zweiten Liga - auch wenn das die Startelf nicht immer ist - vielleicht auch noch erst lernen. Der HSV steckt eben noch in der Entwicklung.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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