HSV-Trainer Walter lobt Startelf-Debütant Suhonen: "Lässt sein Leben für uns auf dem Platz"

Hamburg - Das hatte sich angedeutet! Anssi Suhonen (20) gab am Sonntag bei der Partie gegen den SV Darmstadt 98 (2:2) sein Startelf-Debüt für den Hamburger SV.

HSV-Youngster Anssi Suhonen (20, vorne) gab gegen den SV Darmstadt 98 sein Startelf-Debüt für den Zweitligisten.
HSV-Youngster Anssi Suhonen (20, vorne) gab gegen den SV Darmstadt 98 sein Startelf-Debüt für den Zweitligisten.  © IMAGO / Michael Schwarz

Und dabei wusste der junge Finne durchaus zu überzeugen. Suhonen zeigte Bereitschaft, Mut und Intensität. Alles Tugenden, die HSV-Trainer Tim Walter (45) immer wieder von seiner Mannschaft forderte.

"Er bringt Intensität in unser Spiel, ist agil", zeigte sich der nach der Partie zufrieden. "Er ist mit Begeisterung dabei. Er hat sein Leben für uns auf dem Platz gelassen."

Fast hätte sich Suhonen sogar für seine couragierte Leistung am Sonntag belohnt. Nach etwas mehr als einer Stunde rauschte der 20-Jährige in einen Nachschuss, den er allerdings über das Darmstädter Tor haute. "Weil er da in den Raum reinsprintet", lobte Walter ihn für die Aktion.

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In vielen Szenen habe sich der nur 1,75 Meter große Mittelfeldspieler mit seiner Art und Weise gut in den Zwischenräumen verhalten. "Da haben wir noch Potenzial nach oben."

Nach 77 Minuten war gegen Darmstadt schließlich Schluss für den quirligen Finnen. Bis dahin war sich 20-Jährige für keinen Weg zu schade und suchte in der Offensive mutig den Abschluss.

Anssi Suhonen wird nach Kreuzbandriss wieder behutsam aufgebaut

HSV-Trainer Tim Walter (45) zeigte sich mit der Leistung seines Youngsters zufrieden.
HSV-Trainer Tim Walter (45) zeigte sich mit der Leistung seines Youngsters zufrieden.  © Axel Heimken/dpa

Dies zeigte auch ein Blick auf seine Statistiken. Suhonen legte 10,26 Kilometer zurück, von 25 Pässen kamen 23 beim Mitspieler an, zudem gab er vier Torschüsse ab.

Der Mittelfeldspieler ist nun seit Januar 2017 im Volkspark. Von der U19 des finnischen Vereins Käpylän ging es in das Nachwuchsleistungszentrum des HSV.

Über die U17 und U19 empfahl er sich nun für die Profi-Mannschaft, auch wenn er sich im Sommer 2020 das Kreuzband riss und fast ein ganzes Jahr ausfiel.

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Daher wollen ihn die Verantwortlichen weiterhin behutsam aufbauen. "Wir freuen uns, dass wir ihn da hinbekommen haben, wo wir ihn hin haben wollten", erklärte der Rothosen-Trainer. "Seine Entwicklung geht ja noch weiter. Wir sind geduldig."

Sowohl im Derby beim FC St. Pauli wie auch im DFB-Pokal bei Eintracht Braunschweig wurde Suhonen eingewechselt.

Gegen Darmstadt folgte am Sonntag nun der nächste Schritt. Und es dürfte, wenn er so weiter macht, der nicht der Letzte gewesen sein.

Titelfoto: IMAGO / Michael Schwarz

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