HSV wird im Testspiel von hungrigen Wölfen zerfleischt!

Wolfsburg - Das war ein Klassenunterschied! Der Hamburger SV hat am Mittwoch von Champions-League-Teilnehmer VfL Wolfsburg beim 1:4 (0:3) die Grenzen aufgezeigt bekommen.

HSV-Trainer Tim Walter war mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden. (Archivbild)
HSV-Trainer Tim Walter war mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden. (Archivbild)  © Axel Heimken/dpa

Die Tore in der Wolfsburger AOK-Arena erzielte für den Erstligisten unter anderem Lukas Nmecha. Der gebürtige Hamburger traf zum 1:0 (16. Minute), zum 2:0 (30.) und zum 4:1 (59.). VfL-Kapitän Maximilian Arnold erhöhte zwischenzeitlich auf 3:0 (43.).

Zwischendurch hatte Hamburgs Youngster Anssi Suhonen nach 54 Minuten für ein wenig Ergebniskorrektur gesorgt.

HSV-Trainer Tim Walter vertraute gegen den Champions-League-Teilnehmer auf sechs Akteure, die auch beim glücklichen 1:1 beim FC Erzgebirge Aue auf dem Platz standen: Jan Gyamerah, Jonas David, Sebastian Schonlau, Jonas Meffert, David Kinsombi und Moritz Heyer. Die Startelf komplettieren Marko Johansson, Ronin Meißner, Miro Muheim, Anssi Suhonen und Faride Alidou.

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Gegenüber Mark van Bommel musste auf zahlreiche Nationalspieler verzichten und setzte vorwiegend auf Spieler aus der zweiten Reihe.

Beide Mannschaften versuchten von Beginn an den Gegner früh unter Druck zu setzen. Im Gegensatz zu den Wölfen hatte der HSV damit allerdings große Probleme, allen voran Jan Gyamerah leistete sich einige Ungenauigkeiten.

HSV-Trainer Tim Walter setzte gegen den VfL Wolfsburg auf diese Startelf

Der VfL Wolfsburg begann mit dieser Mannschaft gegen den Hamburger SV

Gebürtiger Hamburger Lukas Nmecha schenkt dem HSV ein Tor nach dem anderen ein

Der gebürtige Hamburger Lukas Nmecha (21) erzielte drei Treffer für die Wolfsburger gegen den HSV. (Archivbild)
Der gebürtige Hamburger Lukas Nmecha (21) erzielte drei Treffer für die Wolfsburger gegen den HSV. (Archivbild)  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Ein bisschen Ärger kam bei den Wölfen nach zwölf Minuten auf. Nach hartem Einsteigen von Robin Meißner musste Yannick Gerhardt verletzt ausgewechselt werden.

Nur wenige Augenblicke später klingelte es das erste Mal im Kasten von HSV-Keeper Markus Johansson. Nach einer Ecke zog Daniel Ginczek direkt ab, Lukas Nmecha hielt in der Mitte den Fuß rein und erzielte die Wölfe-Führung.

Gemeinsam mit seinem Bruder Felix, beide übrigens in Hamburg geboren, sorgte er stets für Gefahr und brachte die Rothosen-Defensive in Schwierigkeiten.

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Kein Wunder, dass das 2:0 für den Erstligisten ebenfalls auf das Konto von Lukas Nmecha ging - erneut nach einer Ecke. Maximilian Philipp spielte den zweiten Ball ins Zentrum, wo der U21-Europameister mit der Hacke ins Tor verlängert - ein klasse Tor!

Die Führung für den VfL ist mehr als verdient. Die Hamburger kommen überhaupt nicht zum Zug und können sich nur selten befreien. Zu stark war der Erstligist zu diesem Zeitpunkt.

Hamburger SV startet stark aus der Pause und kommt zum Anschluss

HSV-Angreifer Robert Glatzel (28) ließ nach seiner Einwechslung mehrfach das 2:4 liegen.
HSV-Angreifer Robert Glatzel (28) ließ nach seiner Einwechslung mehrfach das 2:4 liegen.  © Carmen Jaspersen/dpa

Und es kam aus HSV-Sicht noch dicker! Nach einem erneuten Ballverlust im Spielaufbau kam VfL-Kapitän Arnold nach Doppelpass mit Ginczek frei vor dem Tor zum Abschluss und erhöhte auf 3:0 (43.). Der Klassenunterschied war deutlich zu erkennen!

Kurz darauf ging es in die Pause. Den Rothosen wurden in den ersten 45 Minuten von solide aufspielenden Wölfen die Grenzen aufgezeigt.

Die Hamburger kamen mit drei neuen Spielern wie ausgewechselt aus den Kabinen. So kam die Walter-Elf nach einer guten Anfangsphase durch Suhonen nach einer scharfen Hereingabe von Miro Muheim zum 1:3 (54.). Der HSV belohnte sich damit für eine starke Anfangsphase.

Die gute Laune hielt allerdings nicht lange. Nach Ballverlust Schonlau spielte Ridle Baku Lukas Nmecha frei, der seinen dritten Treffer folgen ließ (60.). Der Spielfluss war durch die ganzen Wechsel nun ein wenig dahin. In der Folge verpasste der eingewechselte Robert Glatzel mehrfach den Treffer zum 2:4 (71. und 78.).

Gut zehn Minuten vor Schluss bot sich die größte Chance für den HSV. Nach Foul an Muheim gab es Elfmeter für den Zweitligisten. Bakery Jatta scheiterte aber kläglich vom Punkt. Weitere Abschlüsse blieben ebenfalls ohne Erfolg.

Dank einer Leistungssteigerung hielten die Rothosen das Ergebnis am Ende in Grenzen. Dennoch offenbarte vor allem die erste Halbzeit große Schwächen der Walter-Elf.

Titelfoto: Fotomontage: Axel Heimken/dpa, Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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