HSV-Youngster Faride Alidou feiert nächsten Gala-Auftritt mit seinem Premieren-Tor

Aktualisiert, 22. November 12.15 Uhr

Hamburg - Das war das nächste Bewerbungsschreiben! Erst feierte Faride Alidou (20) in der vergangenen Woche sein Debüt in der deutschen U20-Nationalmannschaft samt Tor, am Samstag folgte beim 4:1-Heimsieg des Hamburger SV über den SSV Jahn Regensburg die nächste Gala.

Faride Alidou (20) wurde nach seinem Debüt-Tor für den Hamburger SV von seinen Mitspielern begraben.
Faride Alidou (20) wurde nach seinem Debüt-Tor für den Hamburger SV von seinen Mitspielern begraben.  © Axel Heimken/dpa

Der Rechtsaußen überzeugte nicht nur mit seiner bereits dritten Torvorlage im fünften Spiel, sondern erzielte auch endlich seinen ersten Treffer für die Profis - der zugleich das 200. Tor des HSV in der zweiten Bundesliga bedeutete.

In der 31. Minute fasste sich der 20-Jährige ein Herz, zog von der rechten Außenbahn nach innen und spielte einen Pass in die Schnittstelle auf Ludovit Reis (20). Der junge Niederländer blieb cool und haute den Ball zur 1:0-Führung in die Maschen.

Eine Viertelstunde später hatte Alidou dann schließlich seinen nächsten großen Auftritt. Der Youngster bekam den Ball perfekt vom ebenfalls groß aufspielenden Sonny Kittel (28) in die Gasse gesteckt und traf mit einem satten Schuss ins lange Eck.

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Entsprechend fiel auch der Jubel aus. Voller Emotionen schmiss sich der 20-Jährige auf den Boden, nur wenige Augenblicke später war er von seinen Mitspielern begraben.

Als der Youngster nach 73 Minuten voller Tempo und Dribblings von Trainer Tim Walter (45) vom Platz geholt wurde, musste oder vielmehr durfte er sich noch auf eine halbe Ehrenrunde durch das spärlich besetzte Volksparkstadion begeben.

Vertrag von HSV-Youngster Faride Alidou läuft im kommenden Sommer aus

Der 20-Jährige bedankt sich nach seiner Auswechslung bei den Fans für die Unterstützung.
Der 20-Jährige bedankt sich nach seiner Auswechslung bei den Fans für die Unterstützung.  © IMAGO/KBS-Picture

Wie schon in den Wochen zuvor feierten die Anhänger ihren neuen Liebling und skandierten seinen Namen: "Alidou, Alidou!"

Dazu schlug der Youngster seine Hand auf die Brust und Raute und küsste schließlich unter tosendem Beifall der Fans.

Ein Zeichen, das die Hoffnung der Anhänger auf einen Verbleib ihres Lieblings stärkt. Das Geschäft Profi-Fußball hat allerdings schon oft genug bewiesen, dass solche Handlungen keine Versprechungen für die Zukunft sind.

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Die Verantwortlichen um Walter und Sport-Vorstand Jonas Boldt (39) halten in der Personalie gerne den Ball flach, doch es fällt schon schwer zu glauben, dass Alidou über den Sommer hinaus für den HSV auflaufen wird.

"Wir sind im Austausch", erklärte sein Trainer nach der Partie, der auf ein Sonderlob für seinen Youngster verzichtete. "Er hat ein Tor gemacht, eines vorbereitet. Er ist Teil der Mannschaft."

Sportdirektor Michael Mutzel (42) gab gegenüber dem Abendblatt einen genaueren Stand der Verhandlungen: "Faride bekommt vom Trainer das Vertrauen, hat hier einen geilen Club und in Hamburg auch eine super Perspektive. Ich habe schon das Gefühl, dass er und auch sein Berater wissen, was sie aktuell am HSV haben. Ich habe da ein gutes Gefühl."

Einer Mannschaft, der Alidou mit seinem Tempo, seinen Dribblings und seinem Spielwitz guttut. Die entscheidende Frage wird nur sein: Wie lange noch?

Titelfoto: IMAGO / KBS-Picture

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