HSV vergeigt zum dritten Mal den Aufstieg! Horst Hrubesch: "Hatten es nicht verdient"

Hamburg - Die Geschichte wiederholt sich: Durch die 2:3-Niederlage beim VfL Osnabrück verpasst der Hamburger SV zum dritten Mal in Folge den Aufstieg und wird auch in der nächsten Saison in der 2. Bundesliga spielen!

HSV-Interimscoach Horst Hrubesch (70, l.) tröstet den sichtlich enttäuschten Khaled Narey (26). Die Rothosen haben auch im dritten Anlauf den Bundesliga-Aufstieg verpasst.
HSV-Interimscoach Horst Hrubesch (70, l.) tröstet den sichtlich enttäuschten Khaled Narey (26). Die Rothosen haben auch im dritten Anlauf den Bundesliga-Aufstieg verpasst.  © Friso Gentsch/dpa

Zwar war nach dem deutlichen 5:2-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg die Hoffnung an der Elbe zurückgekehrt, gegen die aufopferungsvoll kämpfenden und mutigen Osnabrücker zeigten die Rothosen aber wieder einmal eine am Ende schwache Leistung.

"Natürlich tut es weh, klar. Aber eins muss man klar sagen, wir hatten es auch nicht verdient", analysierte Interimscoach Horst Hrubesch (70) im Anschluss an die Partie knallhart bei Sky.

In so einer Begegnung müsse man einfach mehr leisten und dies habe das Team nicht getan. "Wir machen Türen auf und kriegen Gegentore, wo du dich wirklich hinterfragen musst. Wir haben sie ja quasi selbst geschossen", ging er weiter schonungslos mit seinen Jungs ins Gericht.

Gegen diesen Bundesligisten testet der HSV auf der Rückfahrt aus dem Trainingslager
HSV Gegen diesen Bundesligisten testet der HSV auf der Rückfahrt aus dem Trainingslager

Tatsächlich ließen sich die Hanseaten das ein oder andere Mal von den Hausherren überrumpeln, verloren wichtige Zweikämpfe und luden den VfL dadurch immer wieder ein.

"Du musst dieses Spiel wollen und ich habe nicht das Gefühl gehabt, dass wir das von Anfang an so angehen wollten, wie dieses Spiel gespielt werden muss", resümierte Hrubesch weiter. Jeder müsse sich hinterfragen, ob er alles gegeben habe.

HSV-Vorstand Jonas Boldt spricht davon, sich selbst verloren zu haben

Frust auch bei HSV-Abwehrchef Toni Leistner (30). Der Innenverteidiger enttäuschte ebenfalls in Osnabrück und konnte die Niederlage nicht verhindern.
Frust auch bei HSV-Abwehrchef Toni Leistner (30). Der Innenverteidiger enttäuschte ebenfalls in Osnabrück und konnte die Niederlage nicht verhindern.  © Friso Gentsch/dpa

Insbesondere die Führungsspieler um Abwehrchef Toni Leistner (30) und Goalgetter Simon Terodde (33) enttäuschten im Stadion an der Bremer Brücke, gingen schlussendlich genauso wie ihre Mitspieler unter.

Lediglich Youngster Robin Meißner (21), der wie schon gegen Nürnberg eine starke Leistung zeigte und zum zwischenzeitlichen 1:1 traf, hob der Trainer lobend hervor. "Es tut mir leid für den Jungen", erklärte der 70-Jährige.

Wie schon des Öfteren in dieser Saison, strauchelte der HSV wieder auswärts bei einer der vermeintlich schwächeren Mannschaften der Liga. Besonders die Niederlagen beim FC Würzburger Kickers (2:3) und dem SV Sandhausen (1:2) offenbarten die eklatanten Leistungsschwankungen bei den Hamburgern.

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"Vielleicht haben wir uns in unserer Entwicklung und auf unserem Weg ein bisschen verloren", urteilte Sportvorstand Jonas Boldt (39) nach Abpfiff. Dennoch habe er immer die Rückendeckung des Vereins gespürt und spüre sie auch weiterhin.

Spätestens zu Beginn der neuen Saison werde auch definitiv ein neuer Trainer da sein, um das Ziel Aufstieg erneut in Angriff zu nehmen: "Wir werden Luft holen, es sacken lassen und einen neuen Anlauf nehmen", kündigte der 39-Jährige an.

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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