Nach Corona-Erkrankung: Spielt Amadou Onana nie wieder für den HSV?

Hamburg - War's das beim HSV? Eigentlich sollte Amadou Onana (19) am Montag wieder ins Training beim Hamburger SV einsteigen und auf dem Rasen stehen. Doch eine Corona-Erkrankung machte ihm einen Strich durch die Rechnung.

Amadou Onana (19, r.) vom Hamburger SV geht gegen Paderborns Sven Michel (30) in den Luftkampf.
Amadou Onana (19, r.) vom Hamburger SV geht gegen Paderborns Sven Michel (30) in den Luftkampf.  © Christian Charisius/dpa

"Das Testergebnis hat mich überrascht und enttäuscht, da ich im Trainingslager wieder voll einsteigen wollte. Dennoch werde ich den Kopf nicht hängen lassen", sagte er in einer Mitteilung des Vereins.

"Es gilt jetzt, Geduld zu bewahren und die Vorgaben genau zu beachten. Ich freue mich jetzt schon darauf, wieder bei den Jungs zu sein."

Vor seiner Rückreise nach Hamburg ließ sich der 19-Jährige in der Nähe seiner Heimat in Süddeutschland testen. Durch das positive Ergebnis wird Onana nun länger als geplant vor Ort sein.

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Wann und ob er überhaupt noch einmal beim HSV aufschlagen wird, ist noch unklar. Gemeinsam mit U21-Europameister Josha Vagnoman (20) zählt der Belgier zu den Verkaufskandidaten, mit denen der stets klamme Verein Geld verdienen könnte.

Ein erstes Indiz auf einen Wechsel gab es bereits. Onana trennte sich kürzlich von seinem langjährigen Berater Tobias Becker und legte seine Zukunft in die Hände seiner Familie.

HSV braucht dringend Geld aus Spielerverkäufen

Sein letztes Spiel für den HSV absolvierte der 19-Jährige am 33. Spieltag der vergangenen Saison gegen den VfL Osnabrück.
Sein letztes Spiel für den HSV absolvierte der 19-Jährige am 33. Spieltag der vergangenen Saison gegen den VfL Osnabrück.  © Friso Gentsch/dpa

Gegenüber dem Abendblatt erklärte Schwester Melissa zwar, dass ihr Bruder noch einen Vertrag bis Sommer 2024 habe, die Trennung von Becker sei aber aufgrund "unterschiedlicher Meinungen und Vorstellungen" erfolgt.

Klar dürfte sein: Allzu lange wird sich die Familie nicht mit der 2. Bundesliga zufriedengeben. Es soll möglichst schnell nach oben gehen, vielleicht sogar schon in diesem Sommer. Das Potenzial dafür hat er allemal.

Ab einer Summe von rund acht Millionen Euro sollen die Verantwortlichen des HSV gesprächsbereit sein. Zu Corona-Zeiten ist das schon eine Menge Geld, die vermutlich nicht viele Vereine aufbringen können.

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Auf der anderen Seite brauchen die Hamburger nach den zahlreichen Vertragsauflösungen, dem Trainerwechsel und den bislang durchgeführten Transfer dringend Geld, um weiter handlungsfähig zu bleiben.

In der Quarantäne hat der 19-Jährige nun erst einmal genügend Zeit sich Gedanken, um seine Zukunft zu machen.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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