DFB-Sportgericht verhandelt über Leistner-Einspruch nach Sperre

Frankfurt am Main/Hamburg - Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verhandelt am Donnerstag (13 Uhr) in Frankfurt/Main mündlich die Sperre für Toni Leistner (30) vom Zweitligisten Hamburger SV. 

DFB-Pokal, SG Dynamo Dresden - Hamburger SV, 1. Runde, im Rudolf-Harbig-Stadion. Hamburgs Toni Leistner (30).
DFB-Pokal, SG Dynamo Dresden - Hamburger SV, 1. Runde, im Rudolf-Harbig-Stadion. Hamburgs Toni Leistner (30).  © dpa/dpa-Zentralbild/Robert Michael

Geleitet wird die Verhandlung von Hans E. Lorenz (69), dem Vorsitzenden des DFB-Sportgerichts, wie der DFB am Dienstag mitteilte.

Leistner war vom Sportgericht im Einzelrichterverfahren wegen einer Tätlichkeit gegen einen Zuschauer, der ihn zuvor beleidigt hatte (TAG24 berichtete), und wegen des Verstoßes gegen das DFB/DFL-Hygienekonzept mit einer Sperre von fünf Pflichtspielen sowie einer Geldstrafe in Höhe von 8000 Euro belegt worden. 

Von dieser Sperre wären drei Pflichtspiele sofort zu verbüßen gewesen, zwei waren zur Bewährung ausgesetzt worden. 

Gegen das Strafmaß haben der 30 Jahre alte Profi und der HSV fristgerecht Einspruch eingelegt und eine mündliche Verhandlung beantragt.

HSV-Abwehrspieler Leistner war am 14. September im Anschluss an das DFB-Pokalspiel bei Dynamo Dresden (1:4) mehrmals von einem Dresdener Zuschauer beleidigt worden. 

Daraufhin war Leistner - ohne den vorgeschriebenen Mund- und Nasenschutz - in den Fan-Bereich gegangen, auf den Provokateur zugeeilt und hatte diesen körperlich angegriffen. 

Für diese Aktion hat Leistner sich umgehend entschuldigt und sich einen Tag später auch mit dem attackierten Zuschauer ausgesprochen.

Titelfoto: dpa/dpa-Zentralbild/Robert Michael

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