Noch drei Spieltage für den HSV: Ist der Aufstiegstraum geplatzt?

Hamburg - Scheitert der Hamburger SV erneut? Die Mission Aufstieg steht auch im dritten Jahr in Folge auf der Kippe.

Auch Sonny Kittel (28) verzweifelt langsam.
Auch Sonny Kittel (28) verzweifelt langsam.  © Christian Charisius/dpa

Die Hoffnungen waren groß, dass ausgerechnet der Erzrivale FC St. Pauli am Freitagabend gegen Holstein Kiel Schützenhilfe liefert. Doch der Hamburger Stadtmeister unterlag den Störchen mit 0:4.

Kiel verdrängte durch den Sieg die Rothosen vom Relegationsplatz. Neben vier Punkten Vorsprung haben die Störche durch ihre Corona-Zwangspause auch noch ein Nachholspiel (am Montag gegen Hannover 96) in der Hinterhand.

Der erhoffte Aufstieg in die Bundesliga ist damit für den HSV in weite Ferne gerückt. Das dritte Jahr in Folge gelang es den Hamburgern nicht, ihre anfängliche Spitzenposition in der Tabelle auf den letzten Metern zu halten. Der Fluch der Rückrunde beendete den sicher geglaubten Aufstiegstraum. Erstes Opfer des Nervenflatterns wurde Trainer Daniel Thioune (46), der am Montag interimsweise durch Vereinslegende Horst Hrubesch (70) ersetzt wurde.

Doch ist für die Rothosen wirklich schon alles aus? Drei Spiele sind es noch bis zum Saisonende.

Drei Siege in drei HSV-Spielen - reicht das?

Gelingt Interims-Trainer Horst Hrubesch (70) der erhoffte Aufstieg?
Gelingt Interims-Trainer Horst Hrubesch (70) der erhoffte Aufstieg?  © Marcus Brandt/dpa

Am Montag treffen die Hamburger auf den 1. FC Nürnberg, kommenden Sonntag sind sie beim VfL Osnabrück zu Gast und zum Finale am 23. Mai kommt Eintracht Braunschweig ins Volksparkstadion. Alles Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte.

Selbst mit drei Siegen in den drei verbleibenden Spielen ist der Aufstieg zwar theoretisch möglich. Doch dazu müssten die Klubs an der Spitze alle Partien verlieren oder mit einem Unentschieden beenden.

Spitzenreiter VfL Bochum (60 Punkte) und HSV trennen derzeit acht Punkte, zum Zweitplatzierten SpVgg Greuther Fürth (57) sind es fünf Punkte Abstand und auf Platz 5 lauert Fortuna Düsseldorf punktgleich mit 52 Zählern.

HSV testet im Trainingslager gegen österreichischen Zweitligisten
HSV HSV testet im Trainingslager gegen österreichischen Zweitligisten

Um den Aufstieg zu schaffen, bräuchten die Rothosen also eine riesige Portion Glück und Unvermögen der Konkurrenz.

In Hamburg werden daher die kommenden Spiele ganz genau beobachtet. Im Fokus dürfte dabei liegen, wie am Samstag (13 Uhr) Düsseldorf gegen Braunschweig und Fürth gegen Karlsruhe abschneiden und Kiel am Montag (18 Uhr) gegen Hannover 96 spielt.

Spätestens nach Abpfiff des Nordderbys dürfte klarer sein, welche Hoffnungen sich die Hamburger noch machen können.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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