Risikospiel Werder gegen den HSV: Polizei bereitet sich auf Nordderby vor

Bremen - Das erste Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV seit dreieinhalb Jahren sorgt auch bei der Polizei in Bremen für Aktivität.

Polizeikräfte sichern den Eingang zum Gästeblock am Weserstadion. Das Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV sorgt auch bei der Polizei in Bremen für Aktivität. (Archivfoto)
Polizeikräfte sichern den Eingang zum Gästeblock am Weserstadion. Das Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV sorgt auch bei der Polizei in Bremen für Aktivität. (Archivfoto)  © Christian Charisius/dpa

Nach derzeitigem Stand werde die Partie als "Hochrisikospiel" eingestuft, sagte die Sprecherin der Innenbehörden, Rose Gerdts-Schiffler, der Deutschen Presse-Agentur. Die Lage werde aber täglich neu bewertet.

Die Polizei Bremen plane mehrere Hundertschaften an Eigen- und Fremdkräften ein. Es ist am Samstag (20.30 Uhr/Sport1 und Sky) das erste Mal, dass beide Vereine in der 2. Bundesliga aufeinander treffen.

An die Hamburger Gästefans wurden für die Partie im Wohninvest Weserstadion rund 1050 Karten ausgegeben. "Darüber hinaus rechnen wir mit aktuell einer dreistelligen Zahl an Hamburger Problemfans, die ohne Karten nach Bremen kommen werden", betonte Gerdts-Schiffler.

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Auch die Ultra-Heimfanszene wird bis auf wenige Ausnahmen nicht im Stadion sein. Die Polizei rechnete deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit größeren Problemen hinsichtlich Pyrotechnik.

Allerdings zeigen frühere Begegnungen aus der gemeinsamen Erstliga-Zeit, dass Hamburg-Fans, die auf dem Weg ins Stadion oder zurück zu ihren Fahrzeugen sind, von den Bremer Problem-Fans verbal angegangen und beleidigt werden könnten. Daraus könnten sich dann aufgrund der hohen Emotionalität bei einem Nordderby schnell entsprechende Lagen entwickeln.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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