HSV-Blamage in Osnabrück! Hamburg ohne Chance auf die Relegation

Osnabrück - Das war's! Der Hamburger SV hat seine Schicksalspartie am 33. Spieltag der 2. Bundesliga beim VfL Osnabrück mit 2:3 (1:1) verloren und durch den gleichzeitigen Sieg der SpVgg Greuther Fürth beim SC Paderborn 07 die Chance auf die Relegation und einen damit möglicherweise verbundenen Aufstieg endgültig verspielt.

HSV-Youngster Robin Meißner (l.) war einer der Aktivposten im Spiel der Rothosen und traf auch zum postwendenden 1:1-Ausgleich.
HSV-Youngster Robin Meißner (l.) war einer der Aktivposten im Spiel der Rothosen und traf auch zum postwendenden 1:1-Ausgleich.  © Friso Gentsch/dpa

Die VfL-Tore im leeren Stadion an der Bremer Brücke erzielten Christian Santos zum 1:0 (34. Minute), Maurice Multhaup zum 2:1 (61.) und Marc Heider zum 3:2 (84.). Robin Meißner sowie Tim Leibold hatten zwischenzeitlich das 1:1 (37.) und 2:2 (82.) für den HSV besorgt - am Ende zu wenig!

Osnabrücks Trainer Markus Feldhoff nahm im Vergleich zum 3:1-Sieg beim FC Würzburger Kickers einen Wechsel vor: Kevin Wolze ersetzte Ken Reichel (Knieprobleme).

Sein Gegenüber, Horst Hrubesch, tauschte nach dem 5:2-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg ebenfalls nur einmal: Jan Gyamerah lief für Josha Vagnoman (Oberschenkelzerrung) auf.

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Die Hausherren legten gut los und hatten bereits in der 2. Minute den ersten Abschluss: Sebastian Kerk zog aus rund 16 Metern ab, sein Flachschuss verfehlte den Hamburger Kasten aber um einen guten Meter.

In der Anfangsphase trat der VfL sehr mutig und engagiert auf, während den Rothosen ein wenig anzumerken war, um wie viel es in dieser Partie ging. So gehörten die ersten Aktionen zu großen Teilen dem Tabellenvorletzten.

Erst in der 19. Minute zeigten sich auch die Hanseaten in der Offensive, einen Distanzschuss von David Kinsombi konnte Osnabrück-Keeper Philipp Kühn aber entschärfen. Auch einen Abschluss von Amadou Onana parierte der Schlussmann wenig später (21.).

Startelf des VfL Osnabrück im Zweitliga-Heimspiel gegen den Hamburger SV

Anfangsformation des Hamburger SV im Zweitliga-Auswärtsspiel beim VfL Osnabrück

Santos bringt den VfL in Führung, Meißner besorgt den Ausgleich für den HSV

Robin Meißner (2.v.l.) jubelt mit seinen HSV-Mitspielern über seinen Ausgleich gegen den VfL Osnabrück, der die Hoffnung ins Spiel der Rothosen zurückbrachte.
Robin Meißner (2.v.l.) jubelt mit seinen HSV-Mitspielern über seinen Ausgleich gegen den VfL Osnabrück, der die Hoffnung ins Spiel der Rothosen zurückbrachte.  © Friso Gentsch/dpa

Die Gäste kamen nun immer besser rein und in Person von Simon Terodde auch zu einer absoluten Riesenchance: Von Onana zentral im Sechzehner freigespielt, scheiterte der Goalgetter aus kurzer Distanz am überragend reagierenden Kühn (23.) - das hätte die Führung sein müssen!

In der Folge entwickelte sich ein intensives Spiel auf Augenhöhe, in dem sich die Gastgeber in der 34. Minute für einen beherzten Auftritt belohnten: Wolze wurde auf der linken Seite nicht unter Druck gesetzt und fand im Zentrum Santos, der aus kurzer Distanz zum 1:0 für den VfL einnickte.

Die Antwort der Hamburger kam postwendend: Meißner wurde im Zentrum angespielt, drehte sich einmal um die eigene Achse und ließ Kühn mit einem trockenen Abschluss aus rund 20 Metern keine Chance - 1:1 (37.).

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Nur vier Zeigerumdrehungen später hatte der Youngster sogar die Führung auf dem Fuß, setzte das Leder nach starker Ballannahme aber an die Latte (41.). So ging es mit dem Unentschieden in die Pause.

Nach dem Wiederbeginn verbuchte der HSV die erste Chance, ein abgefälschter Schuss von Moritz Heyer stellte Kühn jedoch nicht vor Probleme (47.). Anders sah es auf der Gegenseite aus, wo Keeper Sven Ulreich einen Abschluss von Ulrich Taffertshofer gerade noch so entschärfen konnte (48.).

Maurice Multhaup und Marc Heider treffen für den VfL, Tim Leibold für den HSV

Enttäuschte Gesichter bei (v.l.n.r.) Toni Leistner, David Kinsombi und Moritz Heyer nach dem Treffer des VfL zum 2:1.
Enttäuschte Gesichter bei (v.l.n.r.) Toni Leistner, David Kinsombi und Moritz Heyer nach dem Treffer des VfL zum 2:1.  © Friso Gentsch/dpa

Auch der gegen Nürnberg so starke, aber bis dato blasse Sonny Kittel zeigte in der 55. Minute seine Qualitäten, jagte die Kugel nach starkem Solo aber knapp über die Querlatte des Osnabrücker Tores.

Stattdessen klingelte es nach einem Konter erneut im Kasten der Gäste: Kerk schickte Multhaup, der im Laufduell Heyer hinter sich ließ und das Leder aus halbrechter Position ins lange Eck schob - 2:1 für den VfL (61.).

Beinahe wäre der HSV wieder prompt zurückgekommen, doch Tim Leibold und Meißner (67.) sowie der eingewechselte Gideon Jung (68.) verpassten allesamt den Ausgleich!

Der sollte aber in der 82. Minute fallen: Der ebenfalls eingewechselte Manuel Wintzheimer bediente mit einer Flanke von der rechten Seite Leibold, der per Kopf das 2:2 besorgte!

Das Unentschieden hielt jedoch nicht lange, denn die Hausherren gingen wieder in Führung: Ludovit Reis steckte auf Heider durch, der zum 3:2 ins lange Eck vollstreckte (84.). Der HSV warf noch einmal alles nach vorne, doch es blieb bei der Niederlage!

Für die Rothosen geht es im Saisonfinale am 23. Mai (15.30 Uhr/Sky) zuhause gegen Eintracht Braunschweig, die Osnabrücker gastieren zeitgleich beim FC Erzgebirge Aue.

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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