Selbstläufer? Von wegen! HSV-Coach Tim Walter warnt vor kriselnder Arminia

Hamburg - Zweites Auswärtsspiel, zweiter Sieg? Der Hamburger SV bekommt es am Samstag (13 Uhr) mit Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld zu tun.

HSV-Coach Tim Walter (46) erwartet trotz des schwachen Saisonstarts der Arminia eine sehr schwere Aufgabe auf der Bielefelder Alm.
HSV-Coach Tim Walter (46) erwartet trotz des schwachen Saisonstarts der Arminia eine sehr schwere Aufgabe auf der Bielefelder Alm.  © Swen Pförtner/dpa

Der DSC hat einen katastrophalen Start in die neue Zweitliga-Saison hingelegt und nicht nur beim SV Sandhausen (1:2), sondern auch gegen den SSV Jahn Regensburg (0:3) sowie zuletzt beim FC Hansa Rostock (1:2) verloren.

HSV-Chefcoach Tim Walter (46) will von einer leichten Aufgabe auf der Bielefelder Alm trotzdem nichts hören.

"Jeder, der schon mal da gespielt hat, weiß, wie schwer das ist. Wir müssen mit voller Energie da hinfahren, um zu bestehen", sagte der 46-Jährige auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

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Dass der Absteiger nach drei Spielen unter Neu-Coach Uli Forte (48) noch nicht bei einhundert Prozent sei, überrasche ihn nicht, so der Übungsleiter. "Individuelle Klasse haben sie aber, deshalb wird das kein Selbstläufer", prognostizierte er.

Insbesondere die Offensive der Arminia hob Walter hervor: "Das ist ein sehr großes Potenzial, was Bielefeld im Sturm hat. Nichtsdestotrotz haben wir den besten [Sturm, Anm. d. Red.]", verdeutlichte der Trainer.

HSV-Coach Tim Walter zu Bakery Jatta: "Brauchen noch ein bisschen Geduld"

HSV-Flügelflitzer Bakery Jatta (24, M.) ist nach seinem Muskelbündelriss zwar wieder im Training, aber noch einige Zeit keine Option für die Spiele.
HSV-Flügelflitzer Bakery Jatta (24, M.) ist nach seinem Muskelbündelriss zwar wieder im Training, aber noch einige Zeit keine Option für die Spiele.  © Andreas Gora/dpa

Seine Mannschaft, die drei der vier bisherigen Pflichtspiele siegreich gestalten konnte, sei sich ihrer Stärke bewusst, unterstrich der 46-Jährige. "Wir sind sehr zufrieden. Unabhängig von den Ergebnissen sind wir aber darauf aus, immer besser zu werden", bekräftigte Walter.

Auch deshalb sei er gespannt, wie die jüngsten Transfereinnahmen, die durch die Ex-HSV-Profis Amadou Onana (20) und Filip Kostic (29) generiert wurden, eingesetzt werden. "Meine Wünsche habe ich ja schon geäußert", stellte der Coach fest.

Insbesondere auf dem offensiven Flügel drängt der Übungsleiter auf Verstärkungen, zumal Bakery Jatta (24) zwar wieder im Training, erst mal aber noch keine Option für die Spiele ist. "Wir brauchen da noch ein bisschen Geduld", so Walter.

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Zu guter Letzt sprach der Fußballlehrer auch noch über die Trauerfeier für Vereinsikone Uwe Seeler (†85), die am Mittwoch im Volksparkstadion stattfand: "Ich glaube, dass es Uwe gefallen hätte. Es war ein schöner Rahmen und ein würdiger Abschied von ihm", gab er zu Protokoll.

Gegen einen Dreier am Samstag hätte "Uns Uwe" sicherlich auch nichts einzuwenden.

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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