HSV: Sonny Kittel zeigt in nur zwölf Minuten, dass er den Unterschied ausmachen kann

Hamburg - Die Saisonvorbereitung hatte sich Sonny Kittel (28) bestimmt anders vorgestellt: Der Edeltechniker des Hamburger SV zog sich im ersten Testspiel gegen Wacker Innsbruck (1:0) einen Haarriss in der Wade zu und fiel mehrere Wochen aus.

HSV-Edeltechniker Sonny Kittel (28, r.) hat dem Auftaktspiel gegen den FC Schalke 04 in nur zwölf Minuten seinen Stempel aufgedrückt. (Archivfoto)
HSV-Edeltechniker Sonny Kittel (28, r.) hat dem Auftaktspiel gegen den FC Schalke 04 in nur zwölf Minuten seinen Stempel aufgedrückt. (Archivfoto)  © Michael Schwartz/dpa

Erst am vergangenen Mittwoch kehrte der Offensivakteur zurück und trainierte erstmals seit Ende Juni wieder mit der Mannschaft. Doch bis zum Liga-Auftakt beim FC Schalke 04 (3:1) am gestrigen Abend blieb nicht mehr viel Zeit.

"Er hat natürlich gewisse Trainingsrückstände. Da müssen wir von Tag zu Tag schauen, ob es für Freitag schon reicht", hatte Coach Tim Walter (45) am Mittwoch ein Comeback des Zehners zumindest nicht ausgeschlossen.

Für die Startelf gegen Königsblau reichte es schlussendlich wie zu erwarten nicht, doch der 28-Jährige bekam zwölf Minuten und zeigte in dieser Zeit, dass er nicht viel mehr braucht.

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Beim Stand von 1:1 in der 78. Minute eingewechselt, drückte er der Partie sofort seinen Stempel auf.

Erst spielte er mit einem Geistesblitz Maximilian Rohr (26) frei, der anschließend das 2:1 durch Moritz Heyer (26) auflegte (86. Minute), kurz darauf flankte er butterweich auf Bakery Jatta (23), der die Kugel zum entscheidenden 3:1 über die Linie drückte (90.).

Auch Sky-Experte Heiko Westermann hebt den Status von Sonny Kittel hervor

Der Offensivakteur (2.v.l.) könnte mit seinen herausragenden Fähigkeiten in dieser Saison der "Unterschiedsspieler" des HSV werden. (Archivfoto)
Der Offensivakteur (2.v.l.) könnte mit seinen herausragenden Fähigkeiten in dieser Saison der "Unterschiedsspieler" des HSV werden. (Archivfoto)  © Daniel Reinhardt/dpa

Obwohl der HSV über weite Strecken der Begegnung das dominantere Team war und schlussendlich auch verdient die drei Punkte mitnahm, war es die Extraklasse des Strategen, die die Partie zugunsten der Rothosen entschied.

Der 28-Jährige war, obwohl naturgemäß nach seiner Verletzung noch nicht wieder bei 100 Prozent, gemeinsam mit Keeper Daniel Heuer Fernandes (28) der viel zitierte "Unterschiedsspieler" an diesem Abend.

Insbesondere nach dem Abgang von Simon Terodde (33), der diese Rolle am Freitag auf Schalker Seite bestimmt auch gern für sich beansprucht hätte, ist die Bedeutung des 28-Jährigen bei den Hanseaten noch einmal gestiegen.

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Auch Heiko Westermann (37) hob als Co-Kommentator des Liga-Auftakts den Status des Offensivakteurs hervor: "Wenn Sonny Kittel performt, kann der HSV in dieser Saison eine sehr gute Rolle spielen", prophezeite der Ex-Profi.

Mit 81 Torbeteiligungen (43 Treffer/38 Assists) in 138 Zweitliga-Spielen hat die Nummer 10 der Hamburger bereits mehrfach nachgewiesen, über was für eine Qualität sie verfügt. Eine Qualität, die in dieser Spielzeit den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen könnte.

Titelfoto: Michael Schwartz/dpa

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