Streit im HSV-Präsidium geht weiter: Stürmische Zeiten im Volkspark

Hamburg - Das Präsidium des Hamburger SV mit Marcell Jansen (35) an der Spitze hat sich nicht auf einen Termin für eine außerordentliche Mitgliederversammlung geeinigt.

Das HSV-Präsidium um Marcell Jansen (35) hat sich nicht auf einen Termin für eine außerordentliche Mitgliederversammlung geeinigt. (Archivfoto)
Das HSV-Präsidium um Marcell Jansen (35) hat sich nicht auf einen Termin für eine außerordentliche Mitgliederversammlung geeinigt. (Archivfoto)  © Daniel Reinhardt/dpa

In der Versammlung soll es um den Antrag aller Gremien des Vereins auf Abwahl von Jansens Vize Thomas Schulz (58) gehen.

"Eine außerordentliche Mitgliederversammlung in der aktuellen Zeit umzusetzen, stellt den Verein vor große Herausforderungen, die innerhalb der Frist von drei Wochen noch nicht in allen Punkten abschließend geklärt werden konnten", teilte das Präsidium am Dienstag mit.

Weiter hieß es: "Es ist daher notwendig, im Interesse des Vereins noch weitere Rücksprachen zu halten". Das Präsidium befinde sich "im konstruktiven und guten Austausch mit den Gremien, insbesondere mit dem Ehrenrat".

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Nach Vorgaben der Satzung hätte sich das Präsidium bis zum Dienstag einigen müssen, eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Diese hätte in den nächsten drei Wochen digital stattfinden sollen.

In der HSV-Führung herrscht seit Monaten Streit. Schulz und Schatzmeister Moritz Schaefer haben in wichtigen Fragen andere Ansichten als Ex-Nationalspieler Jansen.

Wann findet die außerordentliche Mitgliederversammlung für die Abwahl von Vize Thomas Schulz statt?

Stürmische Zeiten im Volkspark: Der Streit im HSV-Präsidium geht weiter. (Archivfoto)
Stürmische Zeiten im Volkspark: Der Streit im HSV-Präsidium geht weiter. (Archivfoto)  © Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa

Dabei geht es unter anderen um die Kandidaten für den Aufsichtsrat der Fußball-AG und um den möglichen Verkauf weiterer Anteile.

Mehrere Gremien des HSV sollen Jansen Rückendeckung gegeben haben.

Der HSV-Ehrenrat hatte mit anderen Vereinsgremien am 19. Januar Schulz das Misstrauen ausgesprochen und unterstellt, dass er nicht zum Wohl des Vereins entscheide. Schulz hatte dies zurückgewiesen.

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Der Ehrenrat und die weiteren Gremien brachten einen Abwahlantrag gegen den Vize ein und beantragten eine außerordentliche Mitgliederversammlung.

Diese sollte bis spätestens sechs Wochen nach Antragstellung stattfinden.

Titelfoto: Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa

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