HSV kann nach Kiel-Sieg nur noch Dritter werden: Worauf es jetzt ankommt!

Hamburg - Es ist Gewissheit: Durch den gestrigen 3:2-Sieg von Holstein Kiel gegen den SSV Jahn Regensburg kann der Hamburger SV in dieser Saison nicht mehr direkt aufsteigen!

Das Selbstvertrauen und der Zusammenhalt unter den HSV-Spielern muss stimmen, um noch eine Chance auf die Relegation zu haben.
Das Selbstvertrauen und der Zusammenhalt unter den HSV-Spielern muss stimmen, um noch eine Chance auf die Relegation zu haben.  © Christian Charisius/dpa

Was sich schon lange angekündigt hat, ist damit zwei Spieltage vor Schluss sicher: Während die Kieler (Rang 2, 62 Punkte) und der VfL Bochum (Rang 1, 63 Punkte) die beiden direkten Aufstiegsplätze mit hoher Wahrscheinlichkeit unter sich ausmachen werden, geht es für die Rothosen "nur" noch um die Relegation.

Das Minimalziel vor der Saison ist in den letzten Wochen zum letzten Strohhalm der Hanseaten geworden, nicht auch die dritte Saison in der 2. Bundesliga seit dem Abstieg 2018 in den Sand zu setzen.

Der große Gegner des HSV (Rang 4, 55 Punkte) ist dabei die SpVgg Greuther Fürth (Rang 3, 58 Punkte).

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HSV HSV vor Verpflichtung von isländischer Abwehrkante Hermannsson

Zwar sind die Fürther mit drei Zählern mehr in der besseren Position, müssen aber mit dem SC Paderborn 07 (Rang 8, Hinspiel: 1:1) und Fortuna Düsseldorf (Rang 5, Hinspiel: 0:1) gegen zwei Teams ran, die in der vergangenen Spielzeit noch in der 1. Bundesliga aufliefen.

Die Hamburger haben mit dem VfL Osnabrück (Rang 17, Hinspiel: 5:0) und Eintracht Braunschweig (Rang 16, Hinspiel 4:2) das auf dem Papier deutlich leichtere Restprogramm.

HSV muss seine Hausaufgaben gegen Osnabrück und Braunschweig machen

Interimscoach Horst Hrubesch (70, l.) muss weiterhin dafür sorgen, dass die Mannschaft an die eigene Stärke glaubt und sich keine Unsicherheit einschleicht.
Interimscoach Horst Hrubesch (70, l.) muss weiterhin dafür sorgen, dass die Mannschaft an die eigene Stärke glaubt und sich keine Unsicherheit einschleicht.  © Marcus Brandt/dpa

Darüber hinaus scheint sich die Mannschaft unter Interimscoach Horst Hrubesch (70) wieder gefangen zu haben, zeigte beim 5:2-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg am vergangenen Montag in nahezu allen Mannschaftsteilen eine bärenstarke Leistung.

Die mentalen Probleme und Unsicherheiten, die unter Ex-Coach Daniel Thioune (46) unübersehbar waren, hat die Vereinslegende offenbar in kurzer Zeit abstellen können und die Akteure gleichzeitig wieder von ihrer eigenen Stärke überzeugt.

Die fußballerische Qualität war schließlich noch nie das Problem der Rothosen, in diesem Punkt dürften sie allen anderen Mannschaften in der Liga überlegen sein. Gescheitert sind die Hanseaten in der Vergangenheit vor allem an ihren Nerven und dem Kopf.

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Wenn Hrubesch es weiterhin schafft, das Selbstvertrauen der Spieler zu fördern und diese ihr Potenzial auf den Platz bringen, ist für den aktuellen Tabellenvierten das Erreichen der Relegation allemal drin.

Um das zu schaffen, muss der HSV aber zunächst seine Hausaufgaben gegen Osnabrück sowie Braunschweig machen, sechs Punkte holen und kann dann auf einen Ausrutscher der Fürther hoffen.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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