Lok Leipzig kassiert im Traditionsduell bei Carl Zeiss Jena Last-Minute-Ausgleich

Jena -Das namhafteste Duell des 3. Spieltags in der Regionalliga Nordost hat keinen Sieger gefunden! Der 1. FC Lokomotive Leipzig und der FC Carl Zeiss Jena trennten sich am Samstag in einem dramatischen Finale mit 1:1 (0:0). 

Im Traditionsduell zwischen Jena und Lok gab es keinen Sieger.
Im Traditionsduell zwischen Jena und Lok gab es keinen Sieger.  © imago images/Christoph Worsch

Das Tor für die Leipziger vor 1246 Zuschauern erzielte Paul Schinke in der 55. Minute, Vasileios Dedidis gelang der späte 1:1-Ausgleich für Jena (90.+2). 

Die Meister-Kandidaten kamen nicht so in die Spielzeit 2020/21, wie sich das erhofft hatten. Während Lok nach einem 1:3 bei Hertha BSC II zumindest gegen den Berliner AK (2:1) den ersten Sieg einfahren konnten, gab es für den Absteiger aus Thüringen (1:1 gegen Babelsberg, 1:3 in Fürstenwalde) nur einen Zähler. 

Lok-Coach Almedin Civa musste im Ernst-Abbe-Sportfeld neben dem Gelb-Rot-gesperrten BAK-Doppeltorschützen Djamal Ziane auch auf Verteidiger Mike Eglseder (Oberschenkelzerrung) verzichten. Für sie kamen Tom Nattermann und Zak Piplica neu in die Startelf. 

In einer zunächst vom FCC dominierten ersten Halbzeit konnte die Gäste-Abwehr erstmals nach zehn Minuten ausgespielt werden: eine Flanke flog über Damir Mehmedovic hinweg, doch Maximilian Oesterhelweg verzog mit dem Vollspann (10.). Nach 13 Minuten war es dann Jenas Pasqual Verkamp, der nach Hereingabe vom rechten Flügel in der Mitte verpasste, Robert Berger klärte zur Ecke. 

Lok spielte die verletzungsbedingte Herausnahme Oesterhelwegs in die Karten, der von Niclas Fiedler ersetzt wurde (19.). Erstmals gefährlich vor den Kasten ging es für die Probstheidaer kurz darauf, doch Sascha Pfeffers Heber landete auf und nicht im Kasten (22.). Die letzte nennenswerte - und zugleich beste Jenaer - Chance gehörte dem eingewechselten Fiedler, der an David Urban vorbei sprintete, jedoch freistehend halbhoch genau auf Jannes Tasches Körper schoss (32.). 

Lok Leipzigs Paul Schinke nutzt Abwehrfehler, Vasileios Dedidis mit dem Ausgleich in der Nachspielzeit

Paul Schinke erzielte nach einem Abwehrfehler das Tor für den 1. FC Lokomotive Leipzig, der aber nicht zum Sieg reichte.
Paul Schinke erzielte nach einem Abwehrfehler das Tor für den 1. FC Lokomotive Leipzig, der aber nicht zum Sieg reichte.  © imago images/Christoph Worsch

Zehn Minuten nach Wiederbeginn platzte der Knoten bei den Gästen: Pfeffer schlug eine weite Flanke nach vorn, Jenas Maximilian Rohr wollte per Kopf auf den eigenen Keeper zurückgeben, doch der Ball kam zu kurz. Paul Schinke ging dazwischen, legte ihn sich auf den linken Fuß und schob ein - 1:0 Lok Leipzig (55.). 

Im Gegenzug hatten die heimischen Zuschauer den Torjubel schon auf den Lippen. Doch nach Vorlage von links von Fiedler gelang Verkamp das Kunststück, zentral aus fünf Metern vorbeizuschießen (57.). 

Carl Zeiss zeigte im Ansatz vor allem über die Außen immer wieder gute Ansätze, doch der finale Pass fehlte. 

In der zweiten Minute der Nachspielzeit erzielte Joker Vasileios Dedidis aber doch noch den Ausgleich für Jena, bevor Eric Jäpel die Chance auf den Lok-Sieg vergab (90.+4). 

Lok konnte sich auf Platz neun verbessern, Jena rutschte auf Rang 14 ab. 

Die Startaufstellungen der Partie Carl Zeiss Jena gegen Lok Leipzig

Für beide Teams steht eine Englische Woche auf dem Plan: Lok Leipzig empfängt am Mittwoch (19.30 Uhr) Aufsteiger FSV Luckenwalde, Carl Zeiss Jena ist bereits ab 17.30 Uhr beim BFC Dynamo gefordert.  

Titelfoto: imago images/Christoph Worsch

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