Blitztor, Doppelpack, Premiere: Lok Leipzig feiert endlich ersten Heimsieg

Leipzig - Souveräne Premiere! Mit einem nie gefährdeten 4:0 (2:0) über Tennis Borussia Berlin hat der 1. FC Lokomotive Leipzig in der Nachholpartie des 5. Spieltags den ersten Heimdreier eingefahren.

Stürmer Djamal Ziane (l.) nutzte den Torwartpatzer von Jens Fikisi (oranges Trikot) und schob zum 1:0 für Lok ein.
Stürmer Djamal Ziane (l.) nutzte den Torwartpatzer von Jens Fikisi (oranges Trikot) und schob zum 1:0 für Lok ein.  © picture point/Sven Sonntag

Djamal Ziane netzte im heimischen Bruno-Plache-Stadion schon in der 1. Minute zum 1:0 für Lok ein und legte auch das 2:0 (39.) nach. Theo Ogbidi (3:0/70.) und Bogdan Rangelov (4:0/77.) machten den Deckel drauf.

Lok-Trainer Almedin Civa tauschte nach dem 1:1 beim FC Eilenburg dreifach: Mike Eglseder, Damir Mehmedovic und Ziane verdrängten David Urban, Maik Salewski und Tom Nattermann auf die Bank.

Nur eine Veränderung nahm TeBe-Coach Markus Zschiesche im Vergleich zum 2:4 beim SV Babelsberg 03 vor: Cedrik Mvondo kam rein für Maximilian Stahl (nicht im Kader).

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Das eigentlich schon für den 14. August geplante und wegen Coronafällen bei den Berlinern verschobene Spiel war noch keine Minute alt, als die Hausherren eine erste gehörige Duftmarke setzten.

Robert Berger flankte von rechts, Jens Fikisi kam aus seinem Kasten und holte den Ball aus der Luft. Der Keeper ließ ihn aber wieder fallen, wodurch Ziane die Einladung bekam und nach 42 Sekunden die Führung markieren konnte - 1:0 (1.).

Die bislang daheim noch sieglosen Probstheidaer kontrollierten danach die Begegnung größtenteils, ließen hinten bis auf zwei ungefährliche Distanzschüsse von Efe Önal (15./32.) nichts zu.

Vielmehr setzten Luca Sirch (15./Direktabnahme übers Tor) und Ziane (25./Außennetz) Nadelstiche nach vorn. Ein dickes Ding vor dem Seitenwechsel vergab aber noch Ogbidi. Die TeBe-Abwehr konnte eine flache Hereingabe von links nicht klären, der Ex-Chemnitzer war Nutznießer, setzte die Kugel aber nur an den Pfosten (35.).

Gerade einmal 42 Sekunden brauchte der Goalgetter für seinen Treffer.
Gerade einmal 42 Sekunden brauchte der Goalgetter für seinen Treffer.  © picture point/Sven Sonntag

Mannschaftsaufstellungen des 1. FC Lokomotive Leipzig gegen Tennis Borussia Berlin

Ziane legt das 2:0 gegen Tennis Borussia Berlin vor der Halbzeit nach, Ogbidi und Rangelov treffen auch

Ziane (Mitte vorn) schlenzt zum 2:0 ein.
Ziane (Mitte vorn) schlenzt zum 2:0 ein.  © picture point/Sven Sonntag

Dem Regionalliga-Nordost-Team mit den bisher wenigsten Begegnungen (6) passierten in der Abwehr immer wieder Nachlässigkeiten, die wenige Minuten vor der Halbzeit noch zum zweiten Gegentreffer führten: Den üppigen Platz in der Vorwärtsbewegung nutzte Farid Abderrahmane zur Vorlage für Ziane, der allein vor Fikisi cool blieb und ins lange Eck schlenzte - 2:0 (39.).

Die Loksche dachte gar nicht daran, den zweiten Durchgang ruhiger anzugehen, sondern ging eher noch aufs 3:0 und die endgültige Entscheidung.

Dennoch gaben sich auch die Hauptstädter noch nicht geschlagen, qualitativ mangelte es der Zschiesche-Elf aber in der Vorwärtsbewegung.

Goldjunge Ziane! Lok Leipzig gewinnt dank seines Torjägers auch in Auerbach
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So musste ein Mehmedovic-Fehler her, den Will Siakam beinahe nutzen konnte, doch Jan-Ole Sievers warf sich noch in den Schuss und wehrte ab (50.). Wichtige Tat des FCL-Schlussmanns!

20 Minuten vor dem Abpfiff machten die Blau-Gelben den Sack zu: Ogbidi wurde halbrechts geschickt und traf satt aus vollem Lauf zum 3:0 (70.) - sein erstes Saisontor.

Civas Jungs hatten aber noch nicht genug: Erst scheiterte der eingewechselte Eric Voufack an Fikisi, gegen den folgenden Kopfball aus Kurzdistanz von Rangelov konnte der Torwart nichts mehr machen - 4:0 (77.).

Kollektiver Jubel nach Zianes (r.) Doppelpack.
Kollektiver Jubel nach Zianes (r.) Doppelpack.  © picture point/Sven Sonntag
Theo Ogbidi erzielte sein erstes Saisontor und erhöhte auf 3:0.
Theo Ogbidi erzielte sein erstes Saisontor und erhöhte auf 3:0.  © picture point/Sven Sonntag
Und auch Bogdan Rangelov netzte noch per Kopf ein.
Und auch Bogdan Rangelov netzte noch per Kopf ein.  © picture point/Sven Sonntag

Am Sonntag (13 Uhr) hat Lok gegen den VfB Germania Halberstadt erneut Heimrecht, während TeBe schon am Samstag (13 Uhr) zu Hause gegen den SV Lichtenberg 47 antritt.

Titelfoto: Bildmontage: picture point/Sven Sonntag

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