CFC kann Überzahl nicht nutzen! Lok Leipzig erstmals Sachsenpokal-Sieger!

Leipzig/Chemnitz - Der Chemnitzer FC verpasst den 12. Sieg im sächsischen Landespokal! Den erkämpfte sich am Samstag auf dem Gelände der DFB-Sportschule in Abtnaundorf der 1. FC Lok Leipzig. Djamal Ziane sorgte in der Verlängerung mit seinem Traumtor zum 1:0 für grenzenlosen Jubel im Team der Messestäder, die lange Zeit in Unterzahl spielen mussten und sich zum ersten Mal den begehrten Pokal holten!

Lok-Spieler Leon Heynke (r.) sah in der 73. Minute die Gelb-Rote Karte von Schiedsrichter Jens Klemm (l.). Leipzig musste in Unterzahl weiterkämpfen und tat dies auch!
Lok-Spieler Leon Heynke (r.) sah in der 73. Minute die Gelb-Rote Karte von Schiedsrichter Jens Klemm (l.). Leipzig musste in Unterzahl weiterkämpfen und tat dies auch!  © picture point/Sven Sonntag

Die Anfangsphase war ein müder Sommerkick. Dann nahm das Finale langsam Fahrt auf. Robert Berger eroberte im Zweikampf mit Nils Köhler den Ball, zog nach innen und aus 18 Metern mit dem schwächeren linken Fuß ab - links vorbei (19.).

Die erste Möglichkeit für den CFC vergab Christian Bickel, der es nach einem Konter ebenfalls aus der Distanz probierte und das Tor verfehlte (22.).

Dann beförderte Berger den Abschlag von Torhüter Jakub Jakubov postwendend zurück. Ziane kam an den Ball und verzog knapp (34.). Vier Minuten später war es Sascha Pfeffer, der das 1:0 für Lok auf dem Fuß hatte.

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Nach Doppelpass mit Farid Abderrahmane hatte der Ex-Chemnitzer freie Schussbahn - Jakubov parierte großartig.

CFC-Sportgeschäftsführer Marc Arnold zur Pause: "Ich sehe ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Ballbesitzvorteilen für Leipzig. Wir müssen zielstrebiger Richtung gegnerisches Tor spielen."

Mannschaftsaufstellungen vom 1. FC Lokomotive Leipzig und dem Chemnitzer FC

Lok Leipzig kämpft sich gegen den Chemnitzer FC in Unterzahl zum Sieg!

Hitzige Zweikämpfe, wie hier zwischen CFC-Spieler Felix Schimmel (l.) und Lok-Kicker Damir Mehmedovic, waren im Sachsenpokal-Finale keine Seltenheit.
Hitzige Zweikämpfe, wie hier zwischen CFC-Spieler Felix Schimmel (l.) und Lok-Kicker Damir Mehmedovic, waren im Sachsenpokal-Finale keine Seltenheit.  © picture point/Sven Sonntag

Der Start in die zweiten 45 Minuten verlief ähnlich träge wie zu Spielbeginn. Beide Teams waren in erster Linie darauf bedacht, den Gegner vom eigenen Strafraum wegzuhalten.

In der 64. Minute schlug Damir Mehmedovic von der rechten Seite den Freistoß Richtung langer Pfosten. Luca Sirch stieg zum Kopfball hoch und setzte die Kugel ans Aluminium. Spätestens jetzt war das torlose Remis für die Gäste schmeichelhaft.

Nach hartem Einsteigen gegen Kevin Freiberger schickte Schiri Jens Klemm, bis dahin eher großzügig unterwegs, Lok-Verteidiger Leon Heynke mit Gelb-Rot vom Platz (73.).

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Chemnitz wusste mit der Überzahl nichts anzufangen. Im Gegenteil. Die Leipziger legten eine Schippe drauf. Mike Eglseder (75.) und Pfeffer (76.) scheiterten am stark aufgelegten Jakubov.

Die einzige Möglichkeit für die Himmelblauen: Ein indirekter Freistoß in der 90. Minute, den Riccardo Grym in die Mauer schoss. Danach ging es in die Verlängerung. Und wieder war es Jakubov, der den Rekord-Pokalsieger im Spiel hielt. Zianes Kopfball lag schon fast im Netz, da fuhr der Keeper seine Pranken aus und kratzte auch diesen Ball heraus (94.). Auch Denis Jäpel (101.) scheiterte am bärenstarken Tschechen.

Jubel bei Lok Leipzig nach dem Abpfiff! Die Leipziger holen sich zum ersten Mal den Sachsenpokal.
Jubel bei Lok Leipzig nach dem Abpfiff! Die Leipziger holen sich zum ersten Mal den Sachsenpokal.  © imago images/Beautiful Sports

Beim Schuss von Ziane streckte sich Jakubov vergeblich - das Traumtor bescherte Lok den ersten Sieg im Landespokal - und das völlig verdient!

Titelfoto: imago images/Beautiful Sports

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