Zianes Anschlusstreffer reicht nicht! Lok Leipzig mit Heimpleite gegen Energie Cottbus

Leipzig - Zweite Heimpleite in Folge! Der 1. FC Lokomotive Leipzig zeigte sich im Nachholspiel des 10. Spieltages der Regionalliga Nordost ungewöhnlich gehemmt und musste sich dem FC Energie Cottbus mit 1:3 (0:2) geschlagen geben.

Doppeltorschütze gegen Lok Leipzig: Maximilian Pronichev brachte Energie Cottbus zunächst in Führung, bevor er die Partie eine knappe Viertelstunde vor Schluss auch entschied.
Doppeltorschütze gegen Lok Leipzig: Maximilian Pronichev brachte Energie Cottbus zunächst in Führung, bevor er die Partie eine knappe Viertelstunde vor Schluss auch entschied.  © Picture Point / Gabor Krieg

Unter Flutlicht im Bruno-Plache-Stadion in Probstheida brachte Maximilian Pronichev die Gäste in Führung (0:1, 26. Minute), bevor Nikos Zografakis kurz vor der Pause zum 0:2 erhöhte (44.). Den 1:2-Anschlusstreffer erzielte Djamal Ziane (66.), bevor erneut Pronichev die Partie mit dem 1:3 entschied (77.).

Nach dem knappen wie späten 1:0-Erfolg bei der U23 von Hertha BSC in der vergangenen Woche ließ Lok-Coach Almedin Civa Michael Schlicht und Damir Mehmedovic auf der Bank Platz nehmen. Für sie standen Kapitän Sascha Pfeffer und Robert Berger auf dem Rasen.

Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz wechselte nach dem 2:0-Heimsieg über den SV Babelsberg 03 nur auf einer Position – für den gelbgesperrten Jonas Hofmann durfte Niclas Erlbeck ran.

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Zu Beginn der ersten Halbzeit hatte Cottbus zunächst mehr vom Spiel, die Loksche lauerte auf Konter. Aus einem solchen resultierte fast das 1:0 für die Hausherren. Bogdan Rangelov sprintete allen davon, zog unter Druck von zwei Abwehrspielern ab, scheiterte schließlich an Keeper Toni Stahl (14.).

Eine weitere gute Chance ließ Luca Sirch nach einem Freistoß von Pfeffer und Verlängerung von Ziane liegen – das Leder ging knapp am rechten Pfosten vorbei (23.).

Nur drei Minuten später ließen die weitaus konsequenteren Gäste ihre mitgereisten Fans jubeln. Nach Vorlage von Zografakis versuchte Mike Eglseder zu klären, der Schuss von Arnel Kujovic wurde abgefälscht, Pronichev stand optimal und brauchte nur noch einschieben – 1:0 für Cottbus (26.)!

Kurz vor der Pause sollte Energie sogar noch einen Treffer auf ihre starke erste Hälfte draufsetzen. Nach einem Pass von Tobias Hasse schaffte es Zografakis, Lok-Schlussmann Jan-Ole Sievers zu umrunden und traf ins kurze Eck zum verdienten 2:0 (44.). Da mussten sich die Blau-Gelben in der Kabine etwas einfallen lassen.

Die Aufstellung der Regionalliga-Partie des 1. FC Lokomotive Leipzig gegen den FC Energie Cottbus

Lok Leipzigs Ziane gelingt der Anschlusstreffer, doch Energie Cottbus macht alles klar

Djamal Ziane (re.) erzielte den 1:2-Anschlusstreffer für die Gastgeber, doch am Ende reichte es doch nicht, um das Spiel zu drehen.
Djamal Ziane (re.) erzielte den 1:2-Anschlusstreffer für die Gastgeber, doch am Ende reichte es doch nicht, um das Spiel zu drehen.  © Picture Point / Gabor Krieg

Doch auch die zweite Spielhälfte wurde zunächst vom Team aus Brandenburg dominiert – es hagelte Chancen um Chancen für die Gäste. Zuerst versuchte Malcolm Badu aus 17 Metern sein Glück, Sievers klärte mit den Fäusten (51.). Nach einer Ecke startete auch Erlbeck einen Versuch, doch wieder parierte der Torhüter der Gastgeber stark (55.).

Erst nach rund 20 Minuten sollte Lok dann endlich eine Aktion nach vorn und damit auch der Anschlusstreffer gelingen. Nach einem Foul im Mittelfeld profitierte Theo Ogbidi vom Vorteil, flankte von rechts in den Strafraum, Ziane per Kopf ins rechte Eck – 1:2 (66.)! Auf Loks Torjäger war eben Verlass.

Doch was ging in der Schlussphase noch für die Hausherren?

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Zwar hatte die Loksche in der Folge ein wenig mehr Zug zum Tor, doch den Deckel drauf machten schließlich wieder die Gäste. Erik Engelhardt setzte sich bis zur Grundlinie durch, sein Zuspiel landete bei Pronichev, der von der Strafraumgrenze abschloss und den Ball in der unteren linken Ecke versenkte (1:3, 77.).

Am Ende kamen von den Leipzigern kaum noch offensive Aktionen und so gewann Energie Cottbus zum ersten Mal seit 45 Jahren verdient bei Lok Leipzig.

Lok hat nun mehr als eine Woche Zeit, um sich auf den nächsten Regionalliga-Kracher vorzubereiten – am übernächsten Sonntag (21. November, 14.05 Uhr) empfängt man die BSG Chemie Leipzig zum Stadtderby in Probstheida. Cottbus bekommt es schon am kommenden Samstag (13 Uhr) im Landespokal Berlin mit dem Landesligisten Fortuna Babelsberg zu tun.

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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