Dummer Platzverweis! Lok Leipzig verliert in Cottbus und verpasst Platz zwei

Cottbus - Die mehr als 40 Jahre andauernde Durststrecke wurde nicht durchbrochen! Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat am 8. Spieltag der Regionalliga Nordost mit 1:3 (1:1) beim FC Energie Cottbus verloren - und damit den zweiten Tabellenplatz verpasst.

Energie Cottbus' Kapitän Axel Borgmann (r.) schirmt den Ball vor Eric Voufack ab.
Energie Cottbus' Kapitän Axel Borgmann (r.) schirmt den Ball vor Eric Voufack ab.  © IMAGO / Fotostand

Tobias Hasse erzielte im heimischen Stadion der Freundschaft das 1:0 für den FCE (27. Minute). Nach Osman Atilgans 1:1 (32.) trafen Energies Axel Borgmann (64.) und Ali Abu-Alfa (90.+4) zum Sieg. Atilgan wurde in der 89. Minute zudem mit Gelb-Rot vom Platz gestellt.

Cottbus-Coach Claus-Dieter "Pele" Wollitz nahm im Vergleich zum jüngsten 1:1 beim FC Carl Zeiss Jena einen Wechsel vor: Dennis Slamar kam neu rein für Tobias Eisenhuth (nicht im Kader).

Loks Übungsleiter Almedin Civa reagierte aufs 1:0 gegen den FC Rot-Weiß Erfurt mit zwei Veränderungen: Für Leon Heynke (Bank) und Djamal Ziane (nicht im Kader) starteten Zak Paulo Piplica und Theo Ogbidi.

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Ohne ihren Torjäger Ziane mussten die Probstheidaer in Brandenburg bei einem ihrer Angstgegner ran. Hier gab es im November 1981 - vor fast 41 Jahren also - den letzten blau-gelben Sieg. Sollte sich Samstag ändern.

Zumindest der abgelaufene September gab den Leipzigern eine durchaus breite Brust, in dem man ohne Pleite blieb und vier der fünf Pflichtspiele siegreich gestalten konnten.

In der Begegnung hatte vor allem der schnelle Malcolm Badu mehrfach gute Ansätze nach vorn, ohne einen Abnehmer zu finden.

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Neben Tobias Hasse (Mitte unten) war auch Axel Borgmann (l.) für den FC Energie Cottbus erfolgreich.
Neben Tobias Hasse (Mitte unten) war auch Axel Borgmann (l.) für den FC Energie Cottbus erfolgreich.  © IMAGO / Fotostand

Dass der FC Energie besonders vor eigenem Publikum stark ist - das zeigten die drei allesamt gewonnenen Heimspiele in dieser Saison - ließen sie in der 27. Minute aufblitzen. Hasse kam bei einem Angriff aus 15 Metern zentral zum Schuss, zielte überlegt gegen die Laufrichtung von Isa Dogan, traf so zum 1:0.

Doch nur fünf Zeigerumdrehungen später kam die Civa-Elf zurück. Ogbidi wurde in den Sechzehner geschickt, legte quer in die Mitte, wo der zu wenig attackierte Atilgan die Kugel über die Linie drückte - 1:1 (32.).

Eine wunderbare Vorlage von Sascha Pfeffer bekam Leipzigs Tobias Dombrowa kurz nach dem Seitenwechsel nicht im Tor unter, zielte über die Latte (49.).

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Und dann schlug wieder Energie zu! Hasse in der Box mit dem Querpass. Direkt vorm eigenen Kasten konnte Mike Eglseder zunächst Nicolas Wählings Abschluss verhindern, war bei Borgmanns Abstauber aber machtlos - 2:1 für Cottbus (64.).

Das ganz große Aufbäumen der Blau-Gelben blieb aus. Und zu allem Überfluss sah Torschütze Atilgan kurz vor Schluss erst Gelb und wegen hämischen Klatschens gegen Schiedsrichter Florian Markhoff direkt Gelb-Rot hinterher (89.).

Der eingewechselte Abu-Alfa machte es noch ein bisschen schlimmer für die Gäste, traf in der Nachspielzeit aus halbrechter Position nicht unhaltbar für Dogan zum 3:1-Endstand (90.+4).

Cottbus tritt nun am 9. Spieltag am kommenden Freitag (19 Uhr) bei Hertha BSC II an. Lok empfängt erst nächste Woche Sonntag (16 Uhr/MDR) Stadtrivale BSG Chemie Leipzig, den sie erst vor zwei Wochen im Sachsenpokal besiegte.

Titelfoto: Bildmontage: IMAGO / Fotostand

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