Fehlstart abgewendet! Ziane-Doppelpack lässt Lok Leipzig gegen Berliner AK jubeln

Leipzig - Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat den Fehlstart in die neue Saison in der Regionalliga Nordost abgewendet. Gegen den Berliner AK geriet der Fast-Aufsteiger in Überzahl zwar in Rückstand, konnte die Begegnung am 2. Spieltag aber noch zu seinen Gunsten drehen und mit 2:1 (0:1) gewinnen

1000 Zuschauer waren unter speziellen Hygienebedingungen im Bruno-Plache-Stadion zugelassen.
1000 Zuschauer waren unter speziellen Hygienebedingungen im Bruno-Plache-Stadion zugelassen.  © Picture Point/Roger Petzsche

Vor 1000 Zuschauern im Leipziger Bruno-Plache-Stadion legte sich Lok-Torhüter Jannes Tasche den Ball in der 41. Minute zum 1:0 für die Gäste selbst ins Netz. In der zweiten Halbzeit drehte Djamal Ziane das Spiel, traf zum 1:1 (56.) und 2:1 (64.).  

Für Lok und Trainer Almedin Civa war nach dem 1:3 bei Hertha BSC II am 1. Spieltag Wiedergutmachung im ersten Saison-Heimspiel angesagt. Dafür sollte ein Wechsel sorgen: Djamal Ziane begann für Tom Nattermann (Bank). 

Zunächst kam der BAK besser ins Spiel, Lok zeigte wie schon bei Herthas U23 gute Ansätze - aber nur bis zum Strafraum. 

Doch nach einer halben Stunde sollte der FCL plötzlich die Oberhand haben - zumindest personell. Nach zwei Fouls innerhalb von sechs Minuten musste Berlins Kapitän Shawn Kauter mit Gelb-Rot vom Platz (29.). 

Kurz darauf ging es für die Probstheidaer wie so oft über die rechte Seite, doch Robert Bergers Flanke vors Tor segelte über Freund und Feind hinweg (33.). 

Und dann stürzte ein Torwartfehler den Gastgeber erneut ins Verderben: Einen abgeblockten Ball brachte Lukas Lämmel wieder hoch in den Sechzehner, er knallte an den Pfosten und in die Arme von Keeper Jannes Tasche, der ihn allerdings durch seine Beine fallen ließ, die Kugel kullerte über die Linie - 0:1 (41.). 

In der Nachspielzeit jubelten die Fans kurzzeitig: Sascha Pfeffer zog von der halblinken Strafraumkante ab, Maik Salewski grätschte hinein und traf, stand aber im Abseits (45.+1).

Djamal Ziane dreht die Partie im Alleingang - und bekommt einen Platzverweis

Doppeltorschütze Djamal Ziane (unten) beim Jubel mit Gabriel Boakye.
Doppeltorschütze Djamal Ziane (unten) beim Jubel mit Gabriel Boakye.  © Picture Point/Roger Petzsche

Der 1. FC Lok hatte nach dem Seitenwechsel die Partie voll im Griff und belohnte sich auch für die Dauer-Offensive. 

Zunächst hatte der BAK Glück, nachdem Justin Gerlachs Ball nach verunglücktem Abwehrversuch knapp neben den eigenen Kasten ging (53.). 

Dann ging's aber los: Pfeffer chippte vom rechten Flügel ins Zentrum, wo Ziane aus vier Metern einköpfen konnte - 1:1 (56.). 

Acht Minuten später bekam der Stürmer einen langen Ball serviert, gewann das Laufduell gegen Charmaine Häusl und ließ Pascal Kühn im Tor keine Chance - 2:1 (64.). 

Der Doppeltorschütze musste zehn Minuten vor dem Ende mit Gelb-Rot vom Platz, nachdem er sich über ein Foul am eingewechselten Mitspieler Gabriel Boakye zu sehr beschwerte (80.). 

Im 10-gegen-10 behielt Lok aber die Oberhand und fuhr den ersten Saisonsieg ein. In der Tabelle geht es für die Probstheidaer rauf auf Rang zehn, der BAK ist nach der ersten Pleite Neunter. 

Das waren die Startaufstellungen der Partie Lok Leipzig gegen den Berliner AK

Kommenden Samstag sind die Leipziger ab 14 Uhr bei Absteiger Carl Zeiss Jena gefordert. Das MDR-Fernsehen überträgt live. Der BAK trifft nächsten Sonntag (13.30 Uhr) im Stadtderby auf den BFC Dynamo. 

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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