Karl Lauterbach kritisiert Lok Leipzig für 3G-Regel: "Da sind andere Vereine weiter!"

Leipzig - Trotz der angepassten Corona-Schutzverordnung in Sachsen hält der 1. FC Lokomotive Leipzig an der 3G-Regel fest.

Bei Heimspielen des 1. FC Lokomotive Leipzig im Bruno-Plache-Stadion wird an der 3G-Regel festgehalten.
Bei Heimspielen des 1. FC Lokomotive Leipzig im Bruno-Plache-Stadion wird an der 3G-Regel festgehalten.  © Picture Point/Gabor Krieg

Einen Tag nach dem klaren 4:0-Heimsieg über Tennis Borussia Berlin teilte der Regionalliga-Nordost-Vertreter mit, dass sich am internen Hygienekonzept nichts ändern werde.

Die 3G-Regel bei Heimspielen im Bruno-Plache-Stadion gelte weiterhin. Heißt: Zutritt haben alle, die geimpft, genesen oder (negativ) getestet sind.

Damit entschied sich der Klub aus dem Stadtteil Probstheida gegen die 2G-Regel, also dann nur geimpften oder genesenen Personen Zutritt zu gewähren.

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"Fußball hat aus unserer Sicht die Aufgabe, Menschen zu verbinden. Dieser wunderbare Sport ist für alle da - egal welche Nationalität, Hautfarbe, Religion oder welchen Impfstatus jemand hat", so der FCL.

"Nach unseren eigenen Erhebungen sind gut 60 Prozent unserer Zuschauer geimpft oder genesen, alle anderen sind mit Negativtests im Stadion"; ergänzte Geschäftsführer Alexander Voigt.

"Deshalb bleibt das Testangebot für die Fans an Spieltagen weiterhin bestehen. Darüber hinaus planen wir gemeinsam mit dem DRK weitere Termine, um Impfangebote vor den Heimspielen zu schaffen."

UPDATE, 19.50 Uhr: Karl Lauterbach versteht Lok-Entscheidung nicht

Karl Lauterbach (58, SPD) hat den FCL kritisiert.
Karl Lauterbach (58, SPD) hat den FCL kritisiert.  © Oliver Berg/dpa

Der SPD-Gesundheitsexperte und Talkshow-Dauergast Karl Lauterbach (58) hat sich auf die Entscheidung des 1. FC Lok, die 2G-Regel nicht bei seinen Heimspielen anzuwenden, geäußert. Und zwar wenig positiv.

"Wenn Lok Leipzig 3G praktiziert: auch gut, dann eben weniger Zuschauer", schrieb der 58-Jährige am Donnerstagabend auf seinem Twitter-Kanal.

Die 2G-Regel, also nur Geimpfte oder Genesene zuzulassen, habe jedoch nichts mit Diskriminierung zu tun, "was hier angedeutet wird. Es geht um den Schutz vor schwerer Krankheit und Tod", so der Gesundheitsexperte abschließend.

Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Gabor Krieg, Oliver Berg/dpa

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