Nächster Abschied: Lok Leipzig verliert seinen besten Torjäger

Leipzig - Es hätte alles so viel anders werden können, wenn Lok Leipzig in die dritte Liga aufgestiegen wäre. Doch nun muss sich der Verein mit der Realität auseinandersetzen. Und dazu gehört eben auch, ein paar Leistungsträger abzugeben.

Matthias Steinborn wird Lok Leipzig wohl verlassen.
Matthias Steinborn wird Lok Leipzig wohl verlassen.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Wie "Sportbuzzer" berichtet, kann sich Lok in der nächsten Saison die Dienste von Matthias Steinborn nicht mehr leisten. Offenbar teilte der neue Trainer und Sportdirektor Almedin Civa (48) die Entscheidung dem Torgaranten persönlich mit.

"Er hat angerufen und mir gesagt, dass sie es nicht schaffen. Ich kann es verstehen. Ich finde es überragend, dass er es mir persönlich mitgeteilt hat, das ist nicht selbstverständlich", so Steinborn gegenüber dem "Sportbuzzer".

Damit verliert Lok einen weiteren Leistungsträger. Steinborn hatte in 66 Partien 33 mal genetzt. Nun ist unklar, wohin es den gebürtigen Berliner verschlagen wird.

Auf Lok Cast teilte der Verein mit, dass Civa aktuell wenig Schlaf bekomme. Auch, weil die Leipziger natürlich alle Hände voll zu tun haben, bis zum Trainingsstart eine funktionierende Mannschaft auf den Rasen zu bekommen.

Civa: "Ich habe keine Lust, bevor einer nicht unterschrieben hat, etwas auszuposaunen. Wir werden schon eine schlagkräftige Truppe haben. Da bin ich zuversichtlich."

Ein Dorn im Auge ist dem Verein noch immer der frühe Saisonstart (TAG24 berichtete). Das Sachsenpokal-Halbfinale findet am 8. August statt, der Regionalliga-Start eine Woche später. "Wir können es jetzt nicht mehr ändern. Normalerweise hatte ich immer sechs Wochen Vorbereitung. Aber es ist jetzt entschieden. Was soll ich rumheulen?", erklärt der neue Trainer.

Immerhin: Laut Steinborn habe man mit Almedin Civa genau den richtigen Mann nach Leipzig geholt, um mit dieser schwierigen Situation fertig zu werden. "Lok hat mit Alme einen Jackpot geholt. Ich wünsche ihm und dem Verein alles Gute auf der Welt."

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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