Lok Leipzig verstärkt die Offensive und holt Abderrahmane aus Köln!

Leipzig - Kluger Transfer! Lok Leipzig hat mit Farid Abderrahmane (24) die erwünschte Verstärkung für das zentrale Mittelfeld gefunden.

Mehr als sieben Jahre her: Farid Abderrahmane (vorne-Mitte) stand mit der U17 von Hertha BSC im Finale um die Deutsche Meisterschaft, verlor gegen den VfB Stuttgart aber mit 0:1.
Mehr als sieben Jahre her: Farid Abderrahmane (vorne-Mitte) stand mit der U17 von Hertha BSC im Finale um die Deutsche Meisterschaft, verlor gegen den VfB Stuttgart aber mit 0:1.  © Stefan Bröhl

Der spielstarke Offensivmann, der zuletzt beim SC Fortuna Köln in der Regionalliga West unter Vertrag stand, der dort aber nicht verlängert wurde, unterschrieb in Leipzig einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2021.

Er selbst freut sich über die Rückkehr in "seine" Regionalliga Nordost: "Ich bin sehr froh, dass es jetzt endlich geklappt hat und ich bei Lok bin. Aus meiner Zeit in Babelsberg kannte ich bereits alle Spieler, die jetzt bei Lok geblieben sind und aus Babelsberg kenne ich auch Tom Nattermann als Mannschaftskamerad."

Der gebürtige Oranienburger erklärte, warum er sich Lok anschloss: "Ausschlaggebend für meine Entscheidung war auch Almedin Civa, weil ich mit ihm als Trainer schon sehr viele gute Erfahrungen gesammelt habe. Seit fast drei Wochen bin ich beim Training dabei und habe die komplette Vorbereitung mitgemacht. Die Mannschaft und die Betreuer haben mich und alle neuen Spieler richtig gut aufgenommen, vieles hat sich sehr schnell eingespielt."

Deshalb schlussfolgert er: "Ich bin davon überzeugt, dass wir aufgrund unserer Qualität am Samstag den Einzug ins Finale schaffen und wir eine erfolgreiche Saison spielen werden. Es hat immer extrem viel Spaß gemacht gegen Lok zu spielen. Und jetzt freue ich mich für Lok zu spielen."

1. FC Lokomotive Leipzig stellt Neuzugang Farid Abderrahmane vor

Farid Abderrahmane war in den Jugendteams von Hertha BSC Stammspieler und Leistungsträger

Farid Abderrahmane (l.) gewann mit der U19 von Hertha BSC 2015 den DFB-Pokal der A-Junioren.
Farid Abderrahmane (l.) gewann mit der U19 von Hertha BSC 2015 den DFB-Pokal der A-Junioren.  © Stefan Bröhl

Civa selbst meinte: "Ich freue mich sehr, dass es mit Farid jetzt auch geklappt hat und er nun Teil unserer Mannschaft ist. Farid ist ein sehr ballsicherer Spieler, der im Mittelfeld fast alles spielen kann. Seine Qualität hat er in den letzten drei Jahren gezeigt. Er wird Lok mit seiner Art Fußball zu spielen bereichern", ist sich der Trainer und Sportdirektor sicher.

Damit hat Civa recht. Denn Abderrahmanes Talent fiel schon frühzeitig auf. Er durchlief nahezu alle Jugendmannschaften von Hertha BSC, war dort Stammspieler und Leistungsträger.

In der U17 (19 Spiele, drei Tore, elf Vorlagen) und U19 (45 Einsätze, 21 Treffer, fünf Assists) war er mehrfach sogar der entscheidende Mann. 

2013 schaffte er an der Seite des heutigen Bundesliga-Profis Jordan Torunarigha mit der B-Jugend den Einzug ins Meisterschaftsfinale, nachdem man im Halbfinale aus heutiger Sicht fast schon sensationell den FC Schalke 04 um Leroy Sané, Donis Avdijaj und Maurica Multhaup besiegt hatte.

Im Finale war die U17 des VfB Stuttgart dann trotz des Heimvorteils der Berliner eine Nummer zu groß. Man verlor mit 0:1. 

Almedin Civa vertraute Farid Abderrahmane schon beim SV Babelsberg 03

Almedin Civa (l.) begrüßt Farid Abderrahmane (24), den er schon aus Babelsberger Zeiten bestens kennt.
Almedin Civa (l.) begrüßt Farid Abderrahmane (24), den er schon aus Babelsberger Zeiten bestens kennt.  © PR/1. FC Lok Leipzig

Doch mit der U19 feierte er zwei Jahre später seinen ersten großen Titel: die Mannschaft von Ex-Nationalspieler Michael Hartmann gewann verdient den DFB-Pokal der A-Junioren. Im Finale wurde der FC Energie Cottbus dank eines Kopfballtores des Ex-Zwickauers Nico Beyer mit 1:0 geschlagen.

Obwohl Abderrahmane alle Anlagen hatte, fiel ihm anschließend der Übergang in den intensiveren und körperbetonteren Männerfußball erkennbar schwer. Er kam für Herthas U23 zwar auf 45 Einsätze, schoss aber kein Tor und bereitete auch nur zwei Treffer direkt vor.

Es war daher früh klar, dass es nicht für die Profimannschaft reichen würde. Deshalb schloss er sich im Sommer 2017 dem SV Babelsberg 03 an. Dort war er unter Civa unumstrittener Stammspieler und kam auf seiner Lieblingsposition, der Zehn, zum Einsatz.

Nach zwei Spielzeiten und 64 Partien (sechs Tore, acht Vorlagen) schloss er sich dann Fortuna Köln an, wo er meist zur ersten Elf gehörte und in 23 Begegnungen auf dem Rasen stand (zwei Tore).

Da er auf beiden offensiven Außenbahnen und allen drei Positionen im zentralen Mittelfeld agieren kann, Civa ihm und seinen technischen und spielerischen Fähigkeiten vertraut, dürfte der gereifte Kicker für Lok die erhoffte Verstärkung darstellen. 

Titelfoto: PR/1. FC Lok Leipzig

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