Pfeffer bricht den Bann: Lok Leipzig gibt sich gegen das Schlusslicht TeBe keine Blöße

Leipzig - Drei Punkte gegen den Tabellenletzten! Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat sich am dritten Spieltag der Regionalliga Nordost am Samstagnachmittag vor 2830 Zuschauern weitestgehend souverän gegen das Schlusslicht Tennis Borussia Berlin durchgesetzt und mit 4:0 (1:0) gewonnen.

Kaum ein Durchkommen: Tennis Borussia Berlin stand in der ersten Halbzeit tief in der eigenen Hälfte und ließ Lok Leipzig nur wenig Platz im letzten Drittel.
Kaum ein Durchkommen: Tennis Borussia Berlin stand in der ersten Halbzeit tief in der eigenen Hälfte und ließ Lok Leipzig nur wenig Platz im letzten Drittel.  © Picture Point / Gabor Krieg

Den ersten Treffer im Bruno-Plache-Stadion zum 1:0 erzielte Sascha Pfeffer für die Loksche kurz vor der Halbzeit (45.+1). Osman Atilgan erhöhte in der 49. Minute auf 2:0. Leon Heynke sorgte mit dem 3:0 bereits für die Vorentscheidung (67.). Den Schlusspunkt auf die Partie setzte schließlich Luca Sirch mit dem 4:0 in der 88. Minute.

Die große Frage vor dem Spiel war: Wird Lok-Coach Almedin Civa seinen Top-Torjäger Djamal Ziane spielen lassen? Die Antwort hieß: ja! Ansonsten liefen im Vergleich zum 2:2 bei FC Viktoria 1889 Berlin drei neue in der Startelf auf: Niclas Müller ersetzte Isa Dogan im Tor, Zak Paulo Piplica und Maik Salewski spielten für Julian Weigel und Eric Voufack.

Die Borussia musste sich unterdessen von einer 0:6-Klatsche gegen den FC Carl Zeiss Jena erholen. TeBe-Trainer Abu Njie reagierte folgerichtig und tauschte auf fünf Positionen aus. Ruben Travassos, Robin-Charles Traboulsi, Mert Sait, Linus Czosnyka und Thomas Brechler blieben draußen. Für sie kamen Lucas Bähr, Karim Ali-Saleha, Björn Heydemann, Julien Damelang und Neuzugang Eke Uzoma aufs Feld.

1. FC Lokomotive Leipzig spielt schon wieder nicht gegen Babelsberg!
1. FC Lokomotive Leipzig 1. FC Lokomotive Leipzig spielt schon wieder nicht gegen Babelsberg!

Die Loksche versuchte sofort seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. Erste Abschlüsse von Farid Abderrahmane (6.) und Pfeffer (10.) verfehlten jedoch ihr Ziel. Richtig gefährlich wurde es nach 16 Zeigerumdrehungen, als es Atilgan mit einem Fernschuss von halb links aus 20 Metern probierte. Die Kugel ging nur ganz knapp rechts vorbei.

Die Gäste blieben zunächst absolut harmlos. Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis den Gastgebern der erste Treffer gelingen sollte. Allerdings stellten sich die Berliner im Laufe der Partie immer weiter hinten rein. Die Blau-Gelben hatten ein ums andere Mal Probleme, durch die dicht gestaffelten Abwehrketten zu kommen.

Aufstellungen zwischen Lok Leipzig und Tennis Borussia Berlin in der Regionalliga Nordost

Lok Leipzig gegen TeBe: Pfeffers Treffer noch vor der Halbzeit bricht den Bann

Sascha Pfeffer sorgte für das umjubelte 1:0 für Lok Leipzig noch in der ersten Halbzeit.
Sascha Pfeffer sorgte für das umjubelte 1:0 für Lok Leipzig noch in der ersten Halbzeit.  © Picture Point / Gabor Krieg

Schlimmer noch: In der 36. Minute wurden die Hausherren plötzlich über links ausgekontert. Damelangs Abschluss parierte Lok-Keeper Müller aber überragend. Kurz vor dem Pausenpfiff kam die Borussia so noch einmal gefährlich nah ans erste Saisontor ran.

In der stärksten Phase der Gäste sorgte Pfeffer in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit aber doch noch für die Führung für die Loksche. Sein saftiger flacher Schuss aus 18 Metern ging unhaltbar ins TeBe-Netz.

In Halbzeit zwei machte der Favorit genau da weiter, wo er nach den ersten 45 Minuten aufgehört hatte: mit einem Treffer! Und der war schön herausgespielt: Nach einer Flanke von links von Salewski auf Ziane, legte der per Kopf auf Atilgan zurück, sodass der Stürmer aus fünf Metern nur noch am Torwart vorbei schieben musste - 2:0 (49.).

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Danach machten es die Sachsen, wie über weite Strecken des ersten Durchgangs, sehr abgeklärt. TeBe merkte man an, dass der zweite Treffer Wirkung gezeigt hatte. Trotz mehrerer Möglichkeiten dauerte es bis zur 67. Minute, bis Heynke nach einer Flanke von Theo Ogbidi per Kopf den dritten Treffer markierte.

Spätestens danach war der Drops gelutscht. Die Leipziger drückten munter weiter aufs Vierte, während die Gäste möglichst eine Klatsche wie in der Vorwoche vermeiden wollten. Dass es dazu nicht kam ist auch Keeper Karl Albers zu verdanken, der sich in der Schlussphase noch einige Male beweisen musste. Beim 4:0 durch Sirch in der 88. Minute war jedoch auch er machtlos.

TeBe Berlin wirkte in vielen Teilen engagiert. Am Ende mussten sie sich jedoch gegen den Favoriten aus Sachsen geschlagen geben.
TeBe Berlin wirkte in vielen Teilen engagiert. Am Ende mussten sie sich jedoch gegen den Favoriten aus Sachsen geschlagen geben.  © Picture Point / Gabor Krieg

Lok Leipzig gastiert am kommenden Sonntag am vierten Spieltag beim Greifswalder FC. TeBe muss bereits am Freitag wieder ran. Dann ist der Gegner im heimischen Stadion die zweite Mannschaft von Hertha BSC.

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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